Schwimmen: Marathon im Zürichsee
Ralf Winking holt alles aus sich raus

Burgsteinfurt -

Marathon zu laufen ist schon hart, einen Marathon, auch wenn er nur 26,4 Kilometer aufweist, zu schwimmen, dürfte noch anstrengender sein. Ralf Winking macht das nichts aus.

Dienstag, 06.08.2019, 17:00 Uhr
Ralf Winking schwamm ein starkes Rennen.
Ralf Winking schwamm ein starkes Rennen. Foto: Marathon Steinfurt

Ralf Winking vom Tri Team Steinfurt stellte sich am Sonntag einer ganz besonderen Herausforderung: dem 32. SRI CHINMOY Marathon Schwimmen im Zürichsee. In einem sehr starken Feld mit Teilnehmern aus allen Kontinenten beendete der Altenberger den Wettbewerb auf einem ausgezeichneten zweiten Platz.

Um 7 Uhr begann die Konkurrenz. Es galt, die 26,4 Kilometer lange Strecke von Rapperswil nach Zürich schwimmend innerhalb des Zeitlimits von zwölf Stunden zu bewältigen. Jeder Sportler wurde dabei von einem Boot begleitet, das der Sicherheit, der Orientierungshilfe und der Versorgung diente. Winking wurde von Dirk „Digger“ Ernst unterstützt, der ihn auch schon beim Weser Marathon erfolgreich begleitete.

Bei perfekten Bedingungen mit Wassertemperaturen um 25 Grad, wenig Wind und wenig Wellen bewältigte Winking die ersten 14 Kilometer in 4:02 Stunden. Hier befand sich der erste Cut-Off-Point am Hafen des Ortes Meilen, den die Schwimmer nach spätestens sechseinhalb Stunden erreicht haben mussten, ansonsten erfolgte die Disqualifikation.

Bis hierhin lief für Winking alles perfekt – ein Wettkampf zum Genießen. Dies änderte sich kurz nach Passieren von Meilen. Nun wurde es leicht wellig, auch aufgrund der vielen größeren Ausflugsboote. Außerdem meldeten Körper und Kopf allmählich Bedenken an. Der Tri Teamer nahm wie fast alle Starter das Tempo ein wenig raus, überwand das geistige und körperliche Tief jedoch recht schnell.

Nachdem das Küssnachter Horn passiert wurde, konnten die Ausdauersportler das Ziel in Zürich schon erkennen. Auf den finalen viereinhalb Kilometern wurden die letzten Reserven mobilisiert. Winking überholte drei Rivalen und erreichte das Ziel in 7:57:50 Stunden. Dort wartete auch seine Frau Tanja, die im logistischen Bereich eine große Hilfe war.

In der Männerwertung der Starter mit Neoprenanzug belegte Winking Platz zwei, in der Einzel-Gesamtwertung freute er sich über Rang elf.

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