Triathlon: 70.3-Wettkampf in Gdynia
Petra Stöpplers perfekter Tag

Borghorst -

Peter Stöppler darf an der Mitteldistanz-Weltmeisterschaft in Neuseeland teilnehmen. Den Startplatz erkämpfte sich die Borghorsterin jetzt im polnischen Gdynia. Dabei erwischte die Ausdauersportlerin von Marathon Steinfurt einen in nahezu jeder Hinsicht perfekten Tag.

Mittwoch, 14.08.2019, 16:02 Uhr
„Hang Loose“ – immer schön locker bleiben. Das hawaiianische Surfermotto lieferte für Petra Stöppler vor dem Start in der Danziger Bucht den taktischen Leitfaden.
„Hang Loose“ – immer schön locker bleiben. Das hawaiianische Surfermotto lieferte für Petra Stöppler vor dem Start in der Danziger Bucht den taktischen Leitfaden. Foto: Marathon Steinfurt

Petra Stöppler fügt ihrer Erfolgsgeschichte ein weiteres großes Kapitel hinzu. Im November 2020 startet die Triathletin bei der 70.3-Weltmeisterschaft im neuseeländischen Taupo. Für das Kräftemessen mit den Weltbesten qualifizierte sich die Borghorsterin jetzt mit ihrem Altersklassensieg im polnischen Gdynia. „Ich habe einfach den perfekten Tag erwischt. Meine Beine haben voll mitgezogen“, strahlte die Ausdauersportlerin von Marathon Steinfurt nach dem Wettkampf, für den sie 5:14,07 Stunden benötigte.

Bei optimalen äußeren Bedingungen von rund 25 Grad schwammen die 1800 Starter ihre 1,9 Kilometer durch die Danziger Bucht. Stöppler kam nach 32 Minuten aus dem Wasser und nahm dann Teilabschnitt zwei unter die Räder. Die 90-Kilometer-Strecke führte durch die Kaschubische Schweiz, eine Wald- und Seenlandschaft südwestlich von Danzig. „Recht hügelig und daher anspruchsvoll, aber auch landschaftlich wunderschön. Das Radfahren hat einfach Spaß gemacht“, freute sich Stöppler.

Nach 2:50,12 Stunden im Sattel ging es zum Laufen über. Drei Runden à sieben Kilometer mit wechselnden Straßenbelägen und einem ständigen Auf und Ab forderten die Sportler. „Da wir auf der Strandpromenade und den Einkaufsstraßen gelaufen sind, hatten wir immer direkten Kontakt zu den Zuschauern. Das gestaltete diesen Teil des Wettkampfs sehr kurzlebig“, so Stöppler.

Ihre 1:46,08 Stunden in der letzten Disziplin addierten sich zu einer Gesamtzeit von 5:14,07 auf. Das bedeutete Platz 51 in der Frauen-Gesamtwertung und Rang eins in der Altersklasse 50 bis 54 Jahre vor ihrer Landsfrau Elke Van Engelen (5:39,06) und der Schweizerin Silvia Salvador (5:39,11). Neben 3500 Punkten für den Sieg sicherte sich die Münsterländerin auch das Startrecht für die 70.3-WM in Neuseeland.

Die Teilnahme ist Stöpplers großes Fernziel, viel näher ist da die Herausforderung, die Ende September in Italien auf sie wartet. Beim Ironman Italy geht es nach dem Schwimmen in der Adria durch die malerische Kulisse der Provinz Emilia-Romagna. Stöppler bleiben fünfeinhalb Wochen, um sich auf den Wechsel von der Mittel- zur Ironmandistanz vorzubereiten und um vielleicht einen Startplatz für die Weltmeisterschaft auf Hawaii zu ergattern. Eventuell erwischt Stöppler, die sich auf allen Triathlon-Distanzen zu Hause fühlt, ja wieder so einen perfekten Tag wie jetzt in Polen.

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