Reiten: Turnier des ZRFV Altenberge
Rüder und Amba waren extrem flott

Altenberge -

Das S-Springen in Altenberge wurde am Sonntagnachmittag vor voller Kulisse entschieden. Bis auf einige Tropfen hatte es pünktlich zu Beginn der Prüfung aufgehört zu regnen. Der andauernde Regen des Vormittags hatte allerdings einigen Reitern die Lust auf einen langen Turniertag verdorben.

Montag, 19.08.2019, 12:50 Uhr aktualisiert: 20.08.2019, 14:26 Uhr
Hans-Thorben Rüder aus Greven gewann das S-Springen mit Stechen am Sonntagnachmittag. Martin Richter-Hoffmann und Endless Summer (kl. Bild) siegten in der M-Dressur.
Hans-Thorben Rüder aus Greven gewann das S-Springen mit Stechen am Sonntagnachmittag. Martin Richter-Hoffmann und Endless Summer (kl. Bild) siegten in der M-Dressur. Foto: RV Altenberge

Vor vollen Zuschauerrängen wurde das S-Springen beim Zucht-, Reit- und Fahrverein Altenberge am Sonntagnachmittag entschieden. Bis auf einige Tropfen hatte es pünktlich zu Beginn der Prüfung aufgehört zu regnen. Der andauernde Regen des Vormittages hatte allerdings einigen Reitern die Lust auf einen langen Turniertag verdorben, sodass nicht alle gemeldeten Starterpaare tatsächlich über die Startlinie ritten.

Die Vereinsvorsitzende Silke Dertwinkel-Harbich haderte jedoch nicht mit dem Wetter. Vielmehr freute sie sich über den spannenden Sport am Sonntag und insgesamt vier rundum gelungene Turniertag. „Sicherlich ist es schade, dass wir nun etwas Pech mit dem Wetter haben. Ich ziehe aber den Hut vor jedem Reiter, der heute Nachmittag an den Start gegangen ist. Der Boden und die Bedingungen sind zwar super, aber reiten macht bei Sonnenschein halt mehr Spaß“, fiel ihr Resümee der Veranstaltung positiv aus.

Und spannend wurde die Entscheidung im Stechen des S-Springens in der Tat. Zehn Starterpaare hatten sich für die finale Runde qualifiziert, darunter auch Lokalmatadorin Vera Schilling mit ihrer Stute Casy’s Shadow. Mit vier fehlerfreien Runden begann das Stechen, eine schneller als die andere. Hans-Thorben Rüder lenkte seine Stute Amba dabei am zügigsten über die Hindernisse, sodass seine Zeit als Messlatte für die weiteren Teilnehmer stand.

Vera Schilling versuchte es ebenfalls mit engen Wendungen, musste aber einen Abwurf in Kauf nehmen. Auch die weiteren vier Starter erreichten die Zeit Rüders nicht, sodass er sich mit seinem zweiten Pferd als letzter Starter lediglich selbst hätte schlagen können. Mit dem weniger erfahrenen Commander ließ er es etwas ruhiger angehen, platzierte sich aber noch auf Rang vier.

Auf dem Silberrang freute sich Marie Schulze-Tophoff aus Roxel über die Glückwünsche, gefolgt von Hen­drik Zurich aus Gronau. Jan Berning aus Laer platzierte sich fehlerfreier Stechrunde im Sattel seiner Grandessa auf Rang sechs, und für Vera Schilling stand nach dem Abwurf Platz acht zu Buche.

Die M-Dressur, der Veranstaltungshöhepunkt am Sonntag im Altenberger Dressurviereck, gewann Martin Richter Hoffmann aus Milte-Sassenberg im Sattel von Endless Summer. Es folgten Nadine Wilde aus Coesfeld, Sandra Weigel (Heiden) und Kim-Lara Lammerkamp vom Nachbarverein aus Nordwalde.

Der Xenophon-Sonderehrenpreis für besonders pferdefreundliche Vorbereitung auf dem Abreiteplatz ging an Romy Sterthaus aus Neuenkirchen, die sich in dieser Prüfung zudem auf Rang acht platzierte.

Bevor das S-Springen entschieden wurde, fand auf dem Hauptplatz das Finale des Sparkassen Oldie-Cups statt. Für das Finale dieser Turnierserie für Reiter ab 35 Jahren hatten sich Starter im Verlauf der Saison qualifiziert. Nach spannendem und vor allem schnellem Stechen siegte Daniela Exeler aus Neuenkirchen mit dem hauchdünnen Vorsprung von einer Hundertstel Sekunde vor Jan Schütte (Haren/Ems) und Ida Langenstroth (Lüdinghausen).

Am Freitag wurde das sogenannte Youngster-S-Springen, eine Prüfung für sieben- bis neunjährige Nachwuchspferde, entschieden. Auch hier war Hans-Thorben Rüder erfolgreich auf Rang zwei. Der Sieg ging in dieser Prüfung allerdings an Jannes Göhlfennen aus Isterberg, der mit seinem Pferd Christiano Ronaldo knapp eine halbe Sekunde schneller war als sein Konkurrent aus Greven. Hendrik Zurich platzierte sich auf Rang drei.

Das M**-Springen, von vielen Reitern als Einlaufspringen für das S genutzt, entschied Peter Duitz aus Kirchhellen für sich. Vera Schilling vom gastgebenden Verein folgte auf Rang zwei, gefolgt von Kira Gremme aus Greven.

Drei weitere M-Springen wurden in Altenberge entschieden, jeweils in zwei Abteilungen gerichtet. Die Sieger hießen hier Toni Haßmann (Lienen), Mario Maintz (Bösensell), Vera Schilling (Altenberge), Hans-Thorben Rüder (Greven), Franziska Warnecke (Geisterholz) und Hermann-Josef Gahrmann (Nottuln).

Ich ziehe aber den Hut vor jedem Reiter, der heute Nachmittag an den Start gegangen ist.

Silke Dertwinkel-Harbich
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