Kunstrasenplätze und Mikroplastik
Kunstrasen: Regelung finden für Sport und Umwelt

Kreis Steinfurt -

Mikroplastik in Kunstrasenplätzen – die EU hat eine Debatte über die Umweltverträglichkeit angestoßen und ein Verbot in die Diskussion eingeführt. Das ist inzwischen vom Tisch – allerdings bleibt die Diskussion.

Mittwoch, 25.09.2019, 09:00 Uhr

Im Rahmen der Kunststoffstrategie der EU wird ein Verbot für Mikroplastik-Granulat auf Kunstrasenplätzen geprüft. Solch ein Verbot würde Vereine und Kommunen vor Probleme stellen. „Der Landtag hat auf Initiative von FDP und CDU beschlossen, dass das Land Nordrhein-Westfalen sich im Fall eines Mikroplastikverbots auf Bundes- und EU-Ebene für eine praktikable Übergangsregelung für Sportplätze in NRW-Kommunen einsetzt“, schreibt der FDP-Abgeordnete Alexander Brockmeier in einer Pressemitteilung.

„Eine kurzfristige Sperrung der Kunstrasenplätze würde den Trainings- und Spielbetrieb vielerorts zum Erliegen bringen und Vereine als Sportanlagenbetreiber vor ein großes finanzielles Risiko stellen“, sagt Brockmeier. Mit einer Übergangsregelung bis mindestens 2028 und der Suche nach einer umweltfreundlicheren Alternative wolle die FDP in Regierungsverantwortung den Druck auf den Sport mindern „Damit werden die Interessen von Sport und Umweltschutz gleichermaßen gewahrt“, betonte Brockmeier.

Bei der Umstellung auf alternative Füllstoffe werde das Land Nordrhein-Westfalen den Kommunen, Sportvereinen und Verbänden künftig beratend helfen. „Die NRW-Koalition steht an der Seite der Sportvereine im Kreis Steinfurt. Hier wird besonders mit der Nachwuchsförderung ein wichtiger Beitrag für die Gesellschaft geleistet“, erläutert Brockmeier. Landesförderungen erfolgten bereits heute nur noch für Kunstrasenplätze mit umweltfreundlichen Materialien.

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