Fußball: Fusion mit Hindernissen
Borghorster Fußballclub aus der Taufe gehoben

Borghorst -

Mit anderthalb Stunden Verspätung begann am Abend die Fusionsversammlung zwischen dem SC Preußen Borghorst und dem SV Wilmsberg. Der Grund: Der zwingend anwesende Notar war einfach nicht gekommen. Vorständler beider Vereine bemühten sich, einen Ersatz zu finden. Als der schließlich eingetroffen war, ging alles recht zügig. Der neue Fusionsverein trägt nunmehr den Namen Borghorster Fußballclub.

Montag, 25.11.2019, 21:32 Uhr
Karin Schulze Kersting (am Rednerpult) führte durch die Fusionsversammlung, der 296 Mitglieder des SC Preußen Borghorst und des SV Wilmsberg am Abend beiwohnten.
Karin Schulze Kersting (am Rednerpult) führte durch die Fusionsversammlung, der 296 Mitglieder des SC Preußen Borghorst und des SV Wilmsberg am Abend beiwohnten. Foto: Thomas Strack

Der Saal war rappelvoll. Alt und Jung beider Vereine, ehemalige Vorsitzende und aktuelle Trainer waren an Bord. Es fehlte nur die wichtigste Person: der Notar. 159 Mitglieder des SC Preußen und 137 des SV Wilmsberg mussten anderthalb Stunden auf den Rechtsbeistand warten. „Mit allem Möglichen haben wir gerechnet, nur damit nicht“, brachte es Klaus Brüning vom Vorstand des SV Wilmsberg auf den Punkt. Bei der für gestern Abend angesetzten Fusionsversammlung von Preußen Borghorst und SV Wilmsberg kam der Notar einfach nicht. Nicht um 18.30, nicht um 19 Uhr. Was tun?

„Es ist zwingend notwendig, dass bei solchen Versammlungen ein Notar anwesend ist“, erklärte Karin Schulze Kersting vom Landessportbund (am Rednerpult), die durch die Versammlung führte und beiden Vereinen im Vorfeld tatkräftig zur Seite gestanden hatte. „Ich habe schon über 300 Fusionen begleitet und habe auch schon erlebt, dass ein Notar das akademische Viertel einhält, aber dass er gar nicht kommt, habe ich noch nicht erlebt“, war dies auch für Schulze Kersting ein Novum. „Ich habe heute Morgen noch mit ihm telefoniert“, erklärte Karl-Heinz Brinkert vom SCP, dass der Notar bestellt war, sich nun aber wohl in Wuppertal aufhalte.

Der Stimmung in der Mensa des Borghorster Gymnasiums tat die Abwesenheit des Notars nicht unbedingt einen Abbruch. Man unterhielt sich angeregt und rätselte, was los sei. Stephan Fischer vom SV Wilmsberg informierte die anwesenden Mitglieder beider Clubs, wie weiter verfahren werden solle und dass sich Martin Wenner und andere vom Vorstand beider Vereine bemühen würden, einen anderen Notar (kl. Bild) für die Versammlung zu organisieren. Das gelang letztlich noch, sodass um 20 Uhr tatsächlich mit der Agenda begonnen werden konnte. Von den Preußen stimmten 100 Prozent der anwesenden Mitglieder für den Verschmelzungsvertrag, bei den Wilmsbergern gab es fünf Nein-Stimmen. Der Name des neuen Vereins lautet nunmehr Borghorster Fußballclub (BFC), der mit 99 Stimmen angenommen wurde. 78 Stimmen entfielen auf den Namen Eintracht, 58 auf FC Borghorst, 54 auf Borghorster SV, und fünf Stimmen waren ungültig. 294 Mitglieder beider Vereine hatten ihre abgestimmt.

► Ein ausführlicher Bericht folgt in unserer am Mittwoch.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7090189?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57546%2F
Das ändert sich mit dem Fahrplanwechsel im Münsterland
Bahnverkehr: Das ändert sich mit dem Fahrplanwechsel im Münsterland
Nachrichten-Ticker