Wasserball: Frauen-Nationalmannschaft
Fabienne Heerdt erneut nominiert

Borghorst -

Fabienne Heerdt aus Borghorst wird zu weiteren Länderspieleinsätzen kommen. So viel ist klar, denn die 22-jährige Wasserballerin ist vom DSV für einen Lehrgang und ein Vier-Nationen-Turnier in Serbien nominiert worden. Sollte sich Heerdt da genau so stark präsentieren wie zuletzt, dann könnte im Januar ein ganz großer Traum wahr werden.

Montag, 23.12.2019, 10:40 Uhr
Fabienne Heerdt spielt für Deutschland.
Fabienne Heerdt spielt für Deutschland. Foto: Matthias Beckonert

Weihnachtsgans und Silvesterkarpfen wird es jeweils noch im heimatlichen Wohnzimmer geben, doch ansonsten haben Deutschlands beste Wasserballerinnen die Zeit im Umfeld der Feiertage wie auch des Jahreswechsels streng verplant. Im Dauereinsatz ist dann auch die Borghorsterin Fabienne Heerdt , die mit der Frauen-Nationalmannschaft im Rahmen der EM-Vorbereitung zunächst von Freitag bis Montag zu einem Trainingslager im serbischen Becej gastiert.

Ob es am Ende für die in der Sportart beim SV Olympia Borghorst groß gewordene Angreiferin vielleicht sogar für eine Teilnahme an den Europameisterschaften in Budapest (12. bis 26. Januar) reicht, steht noch in den Sternen. Doch alleine das aktuelle Geschehen wirkt bereits elektrisierend. „Das ist schon ziemlich cool“, freut sich Heerdt, die in der Bundesliga für den Meisterschaftsdritten SV Nikar Heidelberg spielt. Noch zu Jahresbeginn war die 22-Jährige in keinem Kader des Deutschen Schwimm-Verbandes ( DSV ) notiert gewesen, auch Jugend-Länderspiele hatten zuvor nicht zu Buche gestanden. „Die hatte keiner auf der Liste“, freut sich ihr Vereinstrainer Dr. Kai van der Bosch über Heerdts Entwicklung.

Ihre bisherige Bilanz von bisher vier Länderspielen wird die Borghorsterin nach dem Jahreswechsel in jedem Fall aufbessern: Vom 4. bis 6. Januar folgt ebenfalls in Serbien als große Generalprobe ein Vier-Nationen-Turnier in Zrenjanin mit den drei EM-Teilnehmern Israel, Slowakei und Serbien, bei dem Heerdt nach den jüngsten Nominierungen ebenfalls zum 14-köpfigen DSV-Aufgebot gehört.

Eine EM-Nominierung wäre allerdings auch in anderer Hinsicht die ultimative Krönung: Im Lande des Rekordolympiasiegers Ungarn gilt Wasserball als Nationalsport. So gut wie alle wichtigen Spiele laufen dort live im Fernsehen, und auch das Ambiente der Partien wird beeindruckend sein. Die beiden EM-Turniere der Männer und Frauen kommen im täglichen Wechsel in der 5300 Zuschauer fassenden Duna Aréna zur Austragung, die bei der Schwimm-Weltmeisterschaft 2017 die ­Beckenwettbewerbe beherbergt hat. „Wenn Ungarn spielt, wird die Halle ausverkauft sein“, weiß der frühere Wasserballwart des SV Olympia, Matthias Beckonert, aus eigener Erfahrung zu berichten.

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