Fußball: Kreisliga A Münster
„Alles reine Psychologie“ beim TuS Altenberge

Altenberge -

Tabellenzweiter nach der Halbserie im vorigen Jahr, jetzt nur noch Sechster. Die Halbjahresbilanz des TuS Altenberge II fällt bescheiden aus.

Dienstag, 07.01.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 15:10 Uhr
In den ersten 17 Spielen der laufenden Saison lagen die Kicker des TuS Altenberge II (hier Kai Leutermann, r.) nach 90 Minuten zwar nicht ständig, aber doch oft am Boden und mussten die Punkte dem Gegner überlassen. Trainer Klas Tranow hat dafür nicht wirklich eine Erklärung gefunden.
In den ersten 17 Spielen der laufenden Saison lagen die Kicker des TuS Altenberge II (hier Kai Leutermann, r.) nach 90 Minuten zwar nicht ständig, aber doch oft am Boden und mussten die Punkte dem Gegner überlassen. Trainer Klas Tranow hat dafür nicht wirklich eine Erklärung gefunden. Foto: Thomas Strack

Es hat schon bessere Zeiten für den TuS Altenberge II in der Kreisliga A 2 Münster gegeben. Die ersten 17 Spiele der aktuellen Saison gehörten definitiv nicht dazu. Seit dem Aufstieg unter Serdar Hizlitürk als Trainer in der Spielzeit 2015/16 – mit sagenhaften 83 Punkten damals – gehörte die TuS-Reserve in der Endabrechnung immer zu den besten fünf Mannschaften. In der vergangenen Saison stand nach der Hinserie sogar der zweite Tabellenplatz mit 36 Punkten zu Buche.

Und jetzt? Rang sechs. Acht Siege, zwei Unentschieden, sieben Niederlagen, ein negatives Torverhältnis von 30:31 bei 26 Punkten. Auswärts hat die Elf von Trainer Klas Tranow in neun Begegnungen 17 Zähler einkassiert und 19:13 Tore erzielt. Auf eigenem Geläuf waren es in acht Spielen neun Punkte bei 11:18 Toren. Das bedeutet: fünf Mal mussten Höltje und Co. dem Gegner die den Sieg überlassen, drei Mal durften sie sie behalten.

„Die Ergebnisse der Hinrunde im vorigen Jahr waren für eine zweite Mannschaft schon außergewöhnliche“, erklärt der Coach. Es habe „gewisse Faktoren“ gegeben, die „uns in die Karten gespielt haben“, so Tranow weiter und führt Spielglück und frei von Verletzungen gewesen zu sein als Gründe an. Er will auch nicht verschweigen, dass sein Team mit Marcel Exner einen Torjäger in vorderster Reihe gehabt habe, der mit 22 Treffern massiv zum Erfolg beigetragen habe.

In der aktuellen Serie hatte die TuS-Elf viele Verletzte, und das über Wochen. Fünf bis sieben seien es gewesen, sagt Tranow und nennt als Beispiele Daniel Efker, Maxi Adler, Jan-Bernd Bröker und Gerome Hillenkötter. Im Nachsatz betont Tranow jedoch auch, dass dies keineswegs als Ausrede gelten solle, denn „wir haben einen breiten Kader“. Dass Toptorjäger Exner nunmehr für einen anderen TuS seine Tore schießt, muss Tranow nicht extra erwähnen.

„Wir hätten mehr Punkte holen können, das will ich nicht bestreiten. Aber wir wollen doch mal die Kirche im Dorf lassen: Wir sind eine zweite Mannschaft, mit allen Höhen und Tiefen. Und manchmal sind andere Dinge eben wichtiger als Fußball“, deutet der Altenberger Übungsleiter an, dass ab und zu Ausbildung, Studium, Beruf, Freundin oder auch Omas Geburtstag Vorrang haben können.

Über die Gründe für die Heimschwäche indes grübelt der Altenberger Coach immer noch: „Vielleicht war in manchen Spielen eine zu große Selbstsicherheit im Spiel. Nach dem Motto: Wir kennen den Court, soll wohl nichts schiefgehen. Auswärts haben wir uns früher oft schwergetan, jetzt fangen wir auf fremden Plätzen plötzlich an zu punkten. Das ist alles reine Psychologie“, glaubt Tranow, der jetzt im dritten Jahr für die Zweite des TuS verantwortlich ist.

► Trainingsstart der TuS-Reserve ist am 21. Januar (Dienstag). Folgende Testspiele hat Tranow geplant, alle an einem Samstag: 1. Februar, 14 Uhr, gegen Turo Darfeld; 8. Februar, 13 Uhr, gegen Ems Westbevern; 15. Februar, 14 Uhr, gegen Germania Hauenhorst und 22. Februar, 14 Uhr, bei Westfalia Kinderhaus II.

Wir hätten mehr Punkte holen können, das will ich nicht bestreiten.

Klas Tranow
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