Aufstiegsregelung im Nachwuchsbereich
Zwei Teams dürften sich freuen

steinfurt -

Im Bereich der A- und D-Junioren sind sich die Verantwortlichen des BFC sicher, bei der B-Jugend müssen sie noch abwarten. Hier ist der FSV Ochtrup noch mit im Boot. Aufstiege in die Bezirksliga wird es aber ganz sicher geben.

Donnerstag, 14.05.2020, 16:15 Uhr aktualisiert: 20.05.2020, 14:50 Uhr
Stadtmeister waren die B-Junioren JSG Borghorst/Wilmsberg bereits, Ob sie in der nächsten Fußballsaison auch in der Bezirksliga antreten können, steht noch in den Sternen.
Stadtmeister waren die B-Junioren JSG Borghorst/Wilmsberg bereits, Ob sie in der nächsten Fußballsaison auch in der Bezirksliga antreten können, steht noch in den Sternen. Foto: Jan Gudorf

Aufstiegsfeiern mit Cola und Spezi wird es wohl nicht geben. Dennoch dürfte eine gewisse Freude bei den Nachwuchskickern, ihren Trainern und dem Vorstand des Borghorster FC aufkommen angesichts dreier möglicher Aufstiege ihrer Mannschaften in die Bezirksliga . „Bei den A-und D-Junioren sind wir uns sicher, bei der B-Jugend ist die Sachlage noch unklar“, erläutert Stefan Albers , der beim neu gegründeten BFC für den Juniorenbereich zuständig ist.

Gemäß den kürzlich getroffenen Entscheidungen des Verbands-Fußballausschusses für den Seniorenbereich (VFA) hinsichtlich der Aufstiegsregelung zeichnet sich auch im Nachwuchsbereich jetzt eine Regelung ab; denn die Fußballjugend folgt dem Votum der Vereine. Der Verbands-Jugendausschuss (VJA) des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) schlägt in seiner Empfehlung den Abbruch der Saison vor. Bis zum 9. Juni soll der außerordentliche Verbandsjugendtag darüber entscheiden.

„Am Dienstag haben wir die Beschlussvorlage für den Saisonabschluss 2019/2020 an die Delegierten des außerordentlichen Verbandsjugendtages verschickt“, informiert Harald Ollech , Vorsitzender des Verbands-Jugendausschusses.

Folgende Grundsätze enthält die Beschlussvorlage:

Aufgrund der Covid-19-Pandemie und der strikten Umsetzung behördlicher Anordnungen ist eine ordnungsgemäße Austragung aller offenen Meisterschaftsspiele und gegebenenfalls erforderlicher Entscheidungsspiele 2019/2020 nicht mehr umsetzbar.

Im Falle des Saisonabbruchs werden in der Saison 2019/2020 in den Jugendspielklassen keine sportlichen Absteiger ermittelt.

Für die Ermittlung von Aufsteigern findet grundsätzlich die Quotientenberechnung wie folgt Anwendung: 1. Erzielte Punkte geteilt durch Anzahl der Spiele (mit drei Nachkommastellen); 2. Tordifferenz geteilt durch Anzahl der Spiele (mit drei Nachkommastellen).

Welche Spiele in die Berechnung mit einfließen, ist abhängig vom jeweiligen Spielsystem: Insbesondere ist zwischen „klassischem“ Auf- und Abstieg mit Hin- und Rückrunde und „zweigeteilter“ Saison mit zum Beispiel Qualifikationsrunden/Findungsrunden und einer Meisterrunde zu unterscheiden.

Bei der klassischen Spielrunde werden alle ausgetragenen und in der aktuellen Wertung (13. März) befindlichen Spiele in die Berechnung einbezogen. Innerhalb der überkreislichen Spielklassen gibt es für die „Quotienten-Herbstmeister“ eine Härtefallregelung. Ausgenommen hiervon ist der mögliche Aufstieg in Spielklassen des DFB beziehungsweise WDFV.

Auf Kreisebene werden bei einer zweigeteilten Saison grundsätzlich die Spiele der Qualifikationsrunde staffelübergreifend gewertet.

„Eine Vermischung von Qualifikations- und Meisterrunden ist nicht zielführend, da oftmals Mannschaften der Meisterrunden noch gar kein Spiel dieser Runde ausgetragen haben“, erläutert Ollech den Sonderfall.

„Die Aufstiegsrunden zu den A-, B, C- und D-Junioren sowie B-Juniorinnen-Bezirksligen entfallen 2019/2020 und jeder Kreis kann einen Direktaufsteiger melden“, erläutert Stefan Korweslühr, Koordinator Spielbetrieb im Verbands-Jugendausschuss, die Grundausrichtung. Bei den B-Juniorinnen gilt aufgrund des kreisübergreifenden Spielbetriebes das Aufstiegsrecht für die jeweilige Staffel.

Die Ermittlung der Aufsteiger erfolgt durch die Quotientenberechnung und unter Berücksichtigung des Spielsystems durch den jeweiligen Kreis-Jugend-Ausschuss. „Gerade aufgrund der unterschiedlichen Spielsysteme ist eine zusätzliche Härtefallregelung für ‚Herbstmeister‘ und den Aufstieg in die Bezirksligen nicht möglich“, macht Stefan Korweslühr deutlich, dass der direkte Aufstieg bereits eine absolute Ausnahmeregelung im Jugendspielbetrieb darstellt.

Beim Spielbetrieb der E-Junioren bis C-Juniorinnen gibt es im Regelfall keine Auf- und Abstiegsregelung. Daher wird dem Kreisjugendausschuss empfohlen, eine Neuplanung der Saison 2020/2021vorzunehmen.

Die A-Junioren der JSG Borghorst/Wilmsberg liegen nach zwölf Spielen mit 31 Punkten an der Tabellenspitze der Kreisliga A, gefolgt von Altenrheine mit 29 Punkten. die B-Jugend der JSG und der FSV Ochtrup haben nach vier ausgetragenen Partien der Meisterrunde jeweils zwölf Punkte auf ihrem Konto. Somit ist hier noch unklar, wer nun eine Liga hochgeht. Die D-Junioren der JSG sind in der Kreisliga A nach elf Spieltagen mit 33 Punkten ebenfalls Tabellenführer.

„Wir haben mit allen beteiligten Trainern gesprochen. Bei der A- und D-Jugend sind wir uns sicher, dass sie sich in der Bezirksliga halten können. Das trauen wir den Mannschaften zu“, sagt Albers. Björn Gedenk und Wolfgang Brosig, die zuletzt die B-Jugend betreut haben, werden als neue Coaches die A1 übernehmen. Pascal Hille und Jürgen Schaa sind als neue Trainer in der kommenden Saison für die D-Junioren zuständig. Beide haben zuletzt die E-Jugend trainiert.

„Ob die B-Jugend ebenfalls aufsteigt, hängt von der Frage ab, welche Regelung angewendet wird“, steht für den Borghorster Jugendkoordinator noch keineswegs fest, dass der Jahrgang der 15. und 16-Jährigen (B) in der Bezirksliga spielen wird.

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