Borghorster FC unterliegt Borussia Emsdetten im Elfmeterschießen
Ein fast magischer Pokalabend

Borghorst -

Beste Unterhaltung lieferten am Donnerstagabend der Borghorster FC und Borussia Emsdetten in der ersten Runde des Kreispokals. Nach torreichen 90 Minuten ging es in das Elfmeterschießen, das für den Außenseiter kein gutes Ende nahm. Dabei stand der BFC ganz kurz vor den Überraschung.

Dienstag, 22.09.2020, 22:12 Uhr
Der Borghorster Mittelstürmer Paul Teupe (r.) erzi
Der Borghorster Mittelstürmer Paul Teupe (r.) erzi Foto: Thomas Strack

Viel fehlte nicht, und der Borghorster FC hätte an einem aus seiner Sicht beinahe magischen Pokalabend für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Erst im Elfmeterschießen musste sich der Bezirksligist dem Westfalenligisten Borussia Emsdetten geschlagen geben, nachdem es nach 90 turbulenten Minuten 4:4 gestanden hatte.

Die Partie ging für die Hausherren schon charmant los, als Paul Teupe in der 18. Minute den Außenseiter in Führung brachte. Doch das kitzelte die Gäste, die das Tempo anzogen und die BFC-Hintermannschaft zu Fehlern verleiteten. „Da waren wir zu passiv und haben bei den Gegentoren gepennt“, kritisierte das Borghorster Trainerduo Florian Gerke/Michael Straube. Niklas Melzer (25./41.) und Henrik Möllers (31.) sorgten für eine standesgemäße 3:1-Pausenführung der Emsdettener.

In der Halbzeit deutete nichts auf eine Wiederauferstehung des BFC hin, doch ein Handelfmeter, den Paul Teupe zum Anschlusstreffer nutzte (51.), gab den Hausherren neuen Schwung. „Borghorst hat danach viel Druck gemacht, und bei uns ging das Kopfkino los“, ärgerte sich Borussen-Coach Roland Westers, dass seine Elf nach einer guten ersten Hälfte auf einmal viel zu luftig verteidigte.

Als zündende Idee stellte sich der Dreifachwechsel der Gastgeber heraus. Einer Co-Produktion der beiden Joker Lars Brechler (Flanke) und Ricardo Bredeck (Kopfball) entsprang das 3:3 (61.), dem der ebenfalls eingewechselte Alexander Wehrmann 120 Sekunden später sogar das 4:3 folgen ließ.

Danach hatten sich die Jutestädter wieder gesammelt und ihren Kompass neu eingestellt. Karl Hoffmann verpasste zwei Mal das 4:4, das dann in der 81. Minute fiel. Max Rengers hatte Hoffmann gefoult und sah dafür die Ampelkarte. Den fälligen Freistoß setzte Melzer in die Mauer, doch den Abpraller donnerte Moritz Uphoff aus knapp 25 Metern per Aufsetzer in die Maschen – 4:4.

„Total ärgerlich“, kommentierte Gerke. „Danach ist es zu einer Abwehrschlacht geworden.“ Die überstanden die Borghorster ohne weiteren Schaden, um dann im Elfmeterschießen den Kürzeren zu ziehen. Während alle Borussen verwandelten, scheiterten auf der Gegenseite Gregorij Krumme (Latte) und Nils Schemann (gehalten von Niclas Kock).

„In der zweiten Hälfte haben wir das wirklich sehr gut gemacht. Schade, dass wir ausgeschieden sind, aber aus diesem Auftritt ziehen wir eine ganze Menge Selbstvertrauen für die nächsten Spiele“, waren Gerke und Straube stolz auf ihre Truppe.

Borghorster FC: Schooß – Schemann, Markfort, Pöhlker, Hermeling – Krumme, Rengers – T. Rausch (60. Bredeck), Karatop­rak (60. Brechler), M. Thoms (60. Wehrmann) – Teupe (84. L. Rausch).

Tore: 1:0 Teupe (18.), 1:1 Melzer (25.), 1:2 Möllers (31.), 1:3 Melzer (41.), 2:3 Teupe (51., Handelfmeter), 3:3 Bredeck (61.), 4:3 Wehrmann (63.), 4:4 Uphoff (81.).

Elfmeterschießen: 1:0 Brechler, 1:1 Möllers, 2:1 Markfort, Krumme schießt an die Latte, 2:3 Klöpper, 3:3 Brechler, 3:4 Uphoff, Kock hält gegen Schemann.

Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote gegen Borghorsts Rengers (80., wdh. Foulspiel).

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