Wasserball: Borghorster Trio spielt bei der Doppelendrunde um den DSV-Pokal mit
Titelchancen? Eher gering

Borghorst -

Im Berliner Schwimmbad Schöneberg gehen am Wochenende die Endspiele um den Deutschen Wasserball-Pokal über die Bühne. Mit von der Partie sind drei Sportler aus Borghorst – und nur ein einziger Fan.

Donnerstag, 24.09.2020, 13:56 Uhr aktualisiert: 27.09.2020, 13:38 Uhr
Mit Bastian Schmellenkamp, Fabienne Heerdt (kl. Bild, l.) und Svenja Bordewick (kl. Bild, r.) spielen am Wochenende drei ehemalige Borghorster Wasserballer um den Deutschen Wasserball-Pokal.
Mit Bastian Schmellenkamp, Fabienne Heerdt (kl. Bild, l.) und Svenja Bordewick (kl. Bild, r.) spielen am Wochenende drei ehemalige Borghorster Wasserballer um den Deutschen Wasserball-Pokal. Foto: nn

Drei Mal Borghorst in Berlin, drei Mal SV Olympia in der Hauptstadt: Was Fußballern aus Steinfurt bislang nicht gelang, haben nun drei Wasserballer aus Borghorst geschafft. Mit Fabienne Heerdt und Svenja Bordewick sowie Bastian Schmellenkamp stehen am Wochenende drei ehemalige Spieler des SV Olympia in der Doppelendrunde um den Deutschen Wasserball-Pokal. Am Samstag um 13.45 und um 19 Uhr werden in der Schwimmhalle Schöneberg beim Ausrichter Spandau 04 die Halbfinals ausgetragen, und Sonntag ab 10 Uhr folgen die Begegnungen um Platz drei sowie die Endspiele bei den Frauen und Männern.

Bordewick und Heerdt treten im ersten Halbfinale mit ihrem Verein Nikar Heidelberg gegen Spandaus Frauen an, Schmellenkamp spielt im Team des ASC Duisburg das Halbfinale ebenfalls gegen Gastgeber Spandau 04.

War beim Wasserball bis in den August hinein aufgrund der Bäderproblematik an zahlreichen Standorten bundesweit komplett Pause angesagt, startet der Deutsche Schwimmverband (DSV) mit Verzögerung jetzt durch. Die für Anfang Mai in Duisburg vorgesehene Pokalendrunde ist an Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 neu vergeben worden, während die beiden Bundesligen zugunsten einer neuen deutschen Meisterschaft auf Meldebasis komplett abgebrochen wurden. Die Männer haben ihre Titelträger bereits ermittelt, die Frauen werden ab Oktober mit einem Qualifikationsturnier in Bochum und anschließenden Play-offs folgen.

Bei den Finals in Berlin sind 300 Zuschauer zugelassen, und die Trauben hängen für das SVO-Trio hoch: Bei den Männern gelten die Champions League-Teams von Meister Waspo Hannover und Spandau als Favoriten, wobei Duisburg bereits im Halbfinale auf den Ausrichter trifft. Die Rheinländer enttäuschten zudem bei der in den vergangenen fünf Wochen ausgespielten Meisterschaft als Fünfter, wobei der im Kampf um Platz drei als Dauerrivale geltende OSC Potsdam einen deutlich besseren Eindruck hinterließ. Doch das stachelt Bastian Schmellenkamp umso mehr an: „Wir haben in den letzten Wochen hart trainiert und werden mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein in das Final Four gehen.“

Der Vorjahresdritte Nikar Heidelberg trifft im Halbfinale auf Titelverteidiger Spandau. Auch die weiteren Endrundenteilnehmer Bayer Uerdingen und Waspo Hannover scheinen besser über die Corona-Pause gekommen zu sein: „Wir sind erst seit drei Wochen wieder im Mannschaftstraining“, berichtet Nikar-Trainer Kai van der Bosch von erheblichen Einschränkungen. Einen besonderen Grund zum Freuen hat allerdings Svenja Bordewick: Für sie wird es das erste Spiel nach einem beim Betriebsfußball erlittenen Kreuzbandriss sein. Heerdt rechnet nach der langen Pause mit einem „Überraschungsturnier“: „Ich freue mich darauf, endlich wieder mit meiner Mannschaft zusammenspielen zu können, und bin gespannt zu sehen, was dort für eine Platzierung möglich sein wird.“

Einziger Unterstützer vom SVO wird Matthias Beckonert sein – der beschränkten Zuschauerzahl wegen.

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