Fotoserie: „Die gute alte Zeit“
Preußen Borghorst: Diese verflixte dritte Runde

borghorst -

Es kann nicht immer klappen: Das musste die A-Jugend des SC Preußen Borghorst in den Jahren zwischen 1975 und 78 leidvoll erfahren. Zwei Mal spielten sie im Westfalenpokal mit – beide Male war in der dritten Runde Feierabend. Trotzdem hatten sie jede Menge Spaß und waren ein gutes Team, auch heute noch.

Donnerstag, 03.12.2020, 11:10 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 13:38 Uhr
Die A-Jugend des SC Preußen Borghorst aus der Saison 1978/79: (stehend v.l.) Kreisjugendobmann Hermann Brüning, Jugendobmann Franz-Josef Dinkhoff, Ralf Gözze, Trainer Willi Hüsers, Reinhard Rotterdam, Martin Topp, Manfred Thiemann, Martin Hüsers, Thomas Spin, Betreuer Karl Tesker, (sitzend v.l.) Friedhelm Wies, Jürgen Hüsers, Stefan Elpers, Dietmar Mader, Ulrich Minnebusch, Ralf Trapmann, Klaus Westermann, Stefan Tasler. Folgende Spieler waren in der Saison 1977/78 an den Erfolgen beteiligt: Hubertus Brinkhaus, Joachim Straube, Hubert Haas, Michael Groll, Winfried Berghaus
Die A-Jugend des SC Preußen Borghorst aus der Saison 1978/79: (stehend v.l.) Kreisjugendobmann Hermann Brüning, Jugendobmann Franz-Josef Dinkhoff, Ralf Gözze, Trainer Willi Hüsers, Reinhard Rotterdam, Martin Topp, Manfred Thiemann, Martin Hüsers, Thomas Spin, Betreuer Karl Tesker, (sitzend v.l.) Friedhelm Wies, Jürgen Hüsers, Stefan Elpers, Dietmar Mader, Ulrich Minnebusch, Ralf Trapmann, Klaus Westermann, Stefan Tasler. Folgende Spieler waren in der Saison 1977/78 an den Erfolgen beteiligt: Hubertus Brinkhaus, Joachim Straube, Hubert Haas, Michael Groll, Winfried Berghaus Foto: privat

Zum ganz großen Coup wie bei der A-Jugend des SuS Neuenkirchen hat es nicht gereicht. Zwei Mal hintereinander stand diese Mannschaft mit Albert Hüwe, Hanne Weiner, Jupp Goers und anderen im Finale des Westfalenpokals und hat den Platz in den Jahren 1969 und 70 als Sieger verlassen. Bei den Borghorster Preußen war zwei Mal in Folge jeweils nach der dritten Runde Schluss. Zu gerne hätten sie noch gegen Schalke oder Dortmund gespielt, aber dafür sind sie Meister geworden und in die Bezirksliga aufgestiegen.

„Wir haben über vier Jahre fast immer mit derselben Mannschaft gespielt. Der ein oder andere hat vielleicht aufgehört“, erzählt Dietmar Mader , die Stammbesetzung blieb aber dieselbe. 1975/76 war Rolf Viefhues in der B-Jugend der Trainer, als das Team in einem Endspiel gegen den VfB Rheine Meister wurde. Die Saison 1976/77 endete für die B-Jugend mit dem Gewinn des Kreispokals, diesmal musste Eintracht Rheine die Überlegenheit der Preußen anerkennen (2:0 im Finale).

In der Saison 1977/78 übernahm Willi Hüsers die Mannschaft und holte ebenfalls den Kreispokal, diesmal als A-Jugend und mit 3:1 gegen Borussia Emsdetten.

Als Vertreter des Kreises Steinfurt auf Westfalenebene wurde in der ersten Runde SuS Stadtlohn mit 2:1 geschlagen. In der zweiten musste SV Ahlen mit 3:2 dran glauben. Das Aus kam in der dritten Runde durch eine 1:2-Niederlage gegen Paderborn. Dafür holte die A-Jugend aber die Meisterschaft in der Leistungsklasse Süd, verlor jedoch das Entscheidungsspiel um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde gegen den ständigen Gegner Borussia Emsdetten mit 2:3.

Ein Jahr später, in der Saison 1978/79, wurde die immer noch von Willi Hüsers trainierte Preußen-A-Jugend durch einen 2:0-Sieg im Endspiel gegen den zwei Klassen höher spielenden VfB Rheine Kreispokalsieger. Wieder ging es in den Westfalenpokal , erneut waren in Runde eins und zwei (VfB Altstätte 1:0, VfL Sassenberg 4:1) die Gegner unterlegen, und in Runde drei kam das Aus. Allerdings nur knapp, denn Westfalenligist Neheim-Hüsten gewann erst nach Elfmeterschießen.

In der Meisterschaft indes wurden die Preußen mit 47:5 Punkten und einem Torverhältnis von 112:11 Meister und qualifizierten sich direkt für die Aufstiegsrunde. Nach einem 0:0 gegen Mettingen, einem 3:0 gegen Osterwick und 2:1 gegen Beelen war der Aufstieg in die Bezirksliga perfekt. „Sowas geht nur, wenn man eine gute Kameradschaft hat. Wir treffen uns heute noch und reden über diese Zeit“, erinnert sich Dietmar Mader – und weiß noch genau, dass „wir nach dem Spiel gegen Paderborn erst im Hellen nach Hause gefunden haben und am nächsten Morgen gegen Burgsteinfurt spielen mussten.“ Das Spiel haben die Preußen dann sogar wieder gewonnen.

  • Wer Mannschaftsbilder, die mindestens 15 Jahre alt sind und dazu noch ein paar passende Informationen oder Anekdoten auf Lager hat, der darf sich gerne mit der Sportredaktion der Westfälischen Nachrichten in Verbindung setzen. Die Adressen: (redaktion.bor@wn.de oder sport.ochtrup@wn.de).
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