Fotoserie: „Die gute, alte Zeit“
Nach Holperstart bis ins Finale gestürmt

borghorst -

Dass Frauen auch Fußball spielen können, bewies eine Mannschaft der KLJB Borghorst, die 1992 den Kreispokal der Landjugend holte.

Montag, 01.02.2021, 12:42 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 16:00 Uhr
Zur damaligen Mannschaft zählten (o.v.l.) Barbara Tiemann Specker (Tiemann), Martina Terwort (Westers), Elke Bauland (Minnebusch), Ulla Sanderink (Tiemann), Karin Potthoff, Veronika Hille (Spinne), Heike Konermann (Stöppler) sowie (u.v.l.) Christa Lübberding (Krumbeck), Christel Blankemeyer, Anja Löbbert (Wessling), Gudula Frieler, Petra Bilke (Enting), Doris Blankemeyer (Pries), Jutta und Elke Dieckmann
Zur damaligen Mannschaft zählten (o.v.l.) Barbara Tiemann Specker (Tiemann), Martina Terwort (Westers), Elke Bauland (Minnebusch), Ulla Sanderink (Tiemann), Karin Potthoff, Veronika Hille (Spinne), Heike Konermann (Stöppler) sowie (u.v.l.) Christa Lübberding (Krumbeck), Christel Blankemeyer, Anja Löbbert (Wessling), Gudula Frieler, Petra Bilke (Enting), Doris Blankemeyer (Pries), Jutta und Elke Dieckmann Foto: privat

Als Petra Bilke in den Westfälischen Nachrichten auf die Fotoserie von der guten, alten Zeit aufmerksam wurde, dachte sie sofort: „Das ist was für uns.“ Der Grund: Mit der KLJB Borghorst hat sie, damals noch als Petra Enting , 1992 den Kreispokal der Landjugend gewonnen – ein Turnier, das von Juli bis Ende September lief und seinen Sieger am zweiten Oktoberwochenende beim Bezirkslandjugendfest groß feierte. Das Besondere daran: Es war der erste – und letzte – Sieg bei diesem Landjugendturnier, das meistens von den Vertretungen aus Wettringen oder Ochtrup gewonnen wurde.

„In der Vorrunde spielten wir nach einem 1:1 gegen die KLJB Ochtrup gegen Wettringen, unseren Angstgegner. Aber wir hatten alle das Gefühl ‚heute kann‘s klappen‘“, erinnert sich Petra Bilke, Jahrgang 1966, noch genau. Borghorst war überlegen, doch beim Stand von 1:1 musste die Partie wegen eines Gewitters abgebrochen werden. Im Wiederholungsspiel lief alles schief, was schief laufen konnte, und die Begegnung ging nach zweimal 40 Minuten mit 1:5 in die Hose. Ob‘s an der Abwesenheit von der urlaubenden Petra Bilke lag oder einer neu ausgedachten Taktik, ist dabei nur Spekulation.

Gegen Nordwalde musste jetzt ein hoher Sieg her, sonst wäre der Pokalgewinn in weite Ferne gerückt. Mit 5:1 lief alles für Borghorst, und auch im Entscheidungsspiel gegen Wettringen hießen diesmal Enting und Co. mit 1:0 die Sieger. „Ich glaube, Ulla Tiemann aus Nordwalde hat die meisten Tore geschossen. Sie war einfach unsere beste Stürmerin. Aber so ganz genau weiß ich das nicht mehr“, sind einige Erinnerungen bei Petra Bilke mittlerweile verblasst.

Die Ergebnisse hatte sie – sehr zum Erstaunen ihrer damaligen Mannschaftskameradinnen – noch parat. „Die hatte ich mir damals notiert“, mussten hier schriftliche Aufzeichnungen nachhelfen.

Im Halbfinale gegen die KLJB Horstmar gab es einen deutlichen 5:0-Erfolg, womit das Ticket fürs Finale gebucht war. „Das war keineswegs Holperfußball. Es gab schon immer Fußballmannschaften bei der KLJB. Ich gehörte mit 26 schon zu den älteren Semestern. Wir hatten auch 16-Jährige dabei. Zwei spielten sogar bei Preußen Borghorst“, lag das Niveau bei diesem Turnier keineswegs bei „Not gegen Elend“.

Im Endspiel gegen die Och­truper Vertretung gelang den Borghorsterinnen unter den Augen zahlreicher mitgereister Fans und Zuschauer ein klarer 5:2-Erfolg, der anschließend noch getoppt wurde durch den Finalsieg der Borghorster Männer. Die Pokalübergabe und -feier fand nach Erntedank in Borghorst statt.

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