Fußball: Romanus Krick archiviert alle Zeitungsartikel über Münsters Fußballer
Preuße mit Sammelleidenschaft

Borghorst -

Der eine sammelt Briefmarken, der andere Bierdeckel – Romanus Krick hat es mit Ausschnitten, Zeitungsausschnitten. Aber nicht irgendwelchen, nein, es geht um Preußen Münster, ausschließlich. Alles, was mit den Domstadt-Kickern zu tun hat, wandert in seine Ordner.

Dienstag, 02.02.2021, 14:50 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 13:06 Uhr
Gerade füllt Romanus Krick den 127. Ordner mit Zeitungsartikeln über den SC Preußen Münster.
Gerade füllt Romanus Krick den 127. Ordner mit Zeitungsartikeln über den SC Preußen Münster. Foto: Marc Brenzel

Romanus Krick liebt den SC Preußen Münster . Die Zuneigung für seinen Lieblingsverein kennt keine Grenzen. Oder besser gesagt keine Papiergrenzen, denn der 75-Jährige sammelt jeden Schnipsel, der über die Fußballer aus der Domstadt geschrieben wird.

126 DIN-A-3-Ordner hat der Borghorster schon zusammengetragen. Egal, ob Spielbericht, Kommentar, Kolumne, Interview oder noch so kleine Meldung – alles mit Preußen-Bezug wird von Krick ausgeschnitten, aufgeklebt und abgeheftet. Diese Leidenschaft macht ihn zum „Archivar des SCP“.

Seit seiner Kindheit ist der Rentner Fan der Adlerträger. Schon damals zog ihn alles in den Bann, was grün-weiß-schwarz war. 1986 entschloss sich Krick, sein privates Zeitungsarchiv anzulegen. „Das erste Spiel in meiner Sammlung war eine Oberliga-Partie beim VfL Reken, die mit 2:0 gewonnen wurde. Gisbert Paus erzielte beide Tore“, blickt Krick auf die Anfänge zurück. Etwas mehr als vier Jahrzehnte später wurde die umfangreiche Sammlung im mittlerweile 127. Ordner mit den Artikeln über das Auswärtsspiel beim SV Bergisch Gladbach aktualisiert.

Krick geht bei seiner Passion proaktiv vor. Er schreibt alle Redaktionen an, die an dem jeweiligen Spieltag über seinen SC Preußen berichten und bittet um Übersendung der Zeitungsexemplare mit den Vor- und Nachberichten. Fast alle kommen dem Wunsch nach, und so füllen sich seit Jahren Ordner um Ordner. „Es ist immer interessant zu lesen, wie die auswärtigen Zeitungen die Partien und Ergebnisse kommentieren“, freut sich Krick jedes Mal aufs Neue, wenn er Nachschub für seine Sammlung bekommt.

Von 1972 bis 2000 arbeitete der gebürtige Steinfelder (liegt bei Vechta, Anm. d. Red.) im Presseamt der Stadt Münster, wo es seine Aufgabe war, Presseartikel zu bearbeiten. „Wenn man so will, ist das, was ich jetzt im Zusammenhang mit den Preußen mache, die Fortführung meiner beruflichen Tätigkeiten. Es macht mir einfach Spaß zu lesen und zu sammeln“, erklärt Krick, der Schriftsetzer gelernt hat.

Früher benötigte der umtriebige Pensionär, der sich 40 Jahre lang ehrenamtlich beim Krankenhausfunk des Hiltruper Herz-Jesu-Krankenhauses als Moderator einer Sendung engagierte, drei Monate um einen seinen Ordner komplett zu befüllen. „Das hat sich mittlerweile geändert, jetzt brauche ich vier, fünf Monate. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die Bild-Zeitung nach dem Abstieg aus der 3. Liga nicht mehr über den SC Preußen Münster berichtet“, bedauert Krick. Um so mehr hofft er darauf, dass seine Lieblingsmanschaft so schnell wie möglich wieder eine Klasse aufsteigt.

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