Motorsport: Peter Elkmann fährt Mitte April wieder Rennen
Busbetrieb statt Rennwagen

Burgsteinfurt -

Für Peter Elkmann aus Burgsteinfurt stehen aktuell die Räder still, allerdings nur die seines Superkarts. Der Rennfahrer aus Stemmert hat den Busbetrieb seines Vaters übernommen, bei dem die Räder natürlich rollen – und für ordentlich Arbeit bei Elkmann sorgen.

Dienstag, 16.03.2021, 15:10 Uhr aktualisiert: 17.03.2021, 12:09 Uhr
Noch steht sein Superkart abgedeckt in der Garage. Peter Elkmann kann – hoffentlich – im April sein erstes Rennen in Frankreich fahren. Abgesagt wurde jedenfalls noch nicht.
Noch steht sein Superkart abgedeckt in der Garage. Peter Elkmann kann – hoffentlich – im April sein erstes Rennen in Frankreich fahren. Abgesagt wurde jedenfalls noch nicht. Foto: Bernd Schäfer

Das Auto zugestaubt, der Rennanzug weit hinten im Schrank und der Helm im Keller eingelagert – auch für den Burgsteinfurter Peter Elkmann sind die Zeiten im pandemiebedingten Lockdown nicht einfach. Das vorerst letzte Rennen, das er mit seinem Superkart fahren konnte, fand im niederländischen Assen Mitte September 2020 statt. Seitdem muss er die Füße still halten und kann weder trainieren noch Rennen fahren.

Ganz so schlimm trifft ihn die Phase des Durchhaltens allerdings nicht, denn der Burgsteinfurter war keineswegs beschäftigungslos oder hatte Langeweile. „Ich habe ab dem 1. Januar den Busbetrieb übernommen und war dadurch ordentlich eingespannt“ musste sich der bald 40-Jährige mit beruflichen Dingen im väterlichen Betrieb auseinander setzen.

Dennoch trifft ihn die Tatsache, dass er seinen Sport nicht ausüben kann, genauso hart wie die vielen anderen Sportler, die aktuell zum Nichtstun oder Individualtraining verdammt sind. „Ich stelle mich auf einen mittelschweren Muskelkater ein, wenn ich das erste Mal wieder im Wagen sitze“, sagt er. Ohne Training im Fitnessstudio dürften sich die Muskeln im Nacken und Oberkörperbereich ein wenig zurückgebildet haben. „Wegen der enormen Fliehkräfte, die bei den Rennen auftreten, und da ich mich ja in einer liegenden Position im Auto befinde, ist diese Muskulatur besonders wichtig. Außerdem habe ich schon ein paar Kilo zugenommen“, hadert der Stemmerter mit der Kraft und seinem Gewicht.

Dass die Europameisterschaft im Oktober ausgefallen ist, schmerzt ihn besonders. Es hätte sein fünfter Titel werden können, vier Mal stand er bei diesem Wettkampf schon ganz oben auf dem Treppchen. „Dass die ausfällt, hat es in 30 Jahren Rennsport nicht gegeben. Überhaupt haben von den sieben Rennen nur zwei stattgefunden“, mussten die Superkartfahrer in 2020 häufig Däumchen statt Runden drehen. „Das beste Training ist immer noch das Fahren selbst. Das schärft die Sinne. Ich hoffe, dass Mitte April in Frankreich wenigstens gefahren werden kann“, will Elkmann vom 9. bis 11. April in der Nähe von Bordeaux beim ersten Lauf um die Französische Meisterschaft auf jeden Fall dabei sein. „Bis jetzt ist der noch nicht abgesagt worden. Ich muss dafür einen negativen PCR-Test vorlegen“, kommt er an einen Testung plus Befund nicht vorbei.

Derweil steht sein Auto abgedeckt in der Garage, allerdings ohne Motor. „Der kommt immer frisch vom Hersteller. Bei mir befindet sich nur das Fahrgestell. Da steht aber auch eine Menge Zeug drumherum. Das muss ich erstmal beiseite räumen“, dürfte dies das kleinste Problem sein. Ansonsten bleibt nur die Hoffnung, dass zügig geimpft wird und auch im Kartsport wieder „business as usual“ aufkommt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7869943?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57546%2F
Nachrichten-Ticker