Fußball: So läuft es bei dem Verein aus Steinfurts Partnerstadt Liedekerke
Auf geht‘s, ihr Blauen

Steinfurt -

Auch in Belgien hat Corona den Amateur-Fußballern einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht. Speziell den Kickern aus Steinfurts Partnerstadt Liedekerke. Der dortige Voetbalklub führte nämlich die Tabelle in seiner Liga verlustpunktfrei an.

Freitag, 26.03.2021, 12:40 Uhr aktualisiert: 30.03.2021, 13:28 Uhr
Die erste Mannschaft des Voetbalklubs Liedekerke spielt in der 1st Provinvciale.
Die erste Mannschaft des Voetbalklubs Liedekerke spielt in der 1st Provinvciale. Foto: VK Liedekerke

In Belgiens Amateurligen ist Schluss – die abgebrochene Saison wird nicht mehr fortgesetzt. Schade für den VK Liedekerke, denn die erste Mannschaft des Vereins aus Steinfurts belgischer Partnerstadt führte führte die Tabelle in der 1st Provinciale, der höchsten Liga der Provinz Flämisch-Brabant, an.

Jahrelang war der KFC Liedekerke in der 13 300 großen Gemeinde östlich von Brüssel tonangebend, bevor es zu einer im Nachhinein nicht passenden Fusion mit dem SK Lombeek kam. Aus dieser Ehe schieden die Liedekerker 2005 aus und riefen den Voetbalklub (VK) ins Leben. Beginnend in der untersten Liga, der 4st Provinciale, ging es wieder neu los.

„Wir sind ein durch und durch familiärer Verein. Uns zeichnet ein großer Zusammenhalt aus, auch auf dem Feld“, betont Ivan Wynant , seines Zeichens Vizepräsident und für den Online-Auftritt verantwortlich. Zwei Herrenteams, eine Damenmannschaft und 15 Jugendmannschaften ist der Verein stark. Und auf die Nachwuchsarbeit wird in Liedekerke eine Menge Wert gelegt. „Eines unserer großen Ziele ist es, junge Spieler mit Verbindung nach Liedekerke beziehungsweise aus dem Verein für die erste Mannschaft zu rekrutieren“, erklärt Wynant.

Je höher das Team, das komplett in den Vereinsfarben blau antritt, spielte, umso größer wurde das Einzugsgebiet. „Ich denke, es ist ganz normal, wenn jetzt auch ein paar Jungs aus den Nachbargemeinden für unsere erste Mannschaft aktiv sind“, so Wynant.

Trainiert wird das Team – eine gesunde Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Akteuren – von Ives Cordier . Kapitän ist der mittlerweile 40-jährige Stürmer Steve Desaeger, der seit sieben Saisons das Trikot des VK trägt. In dieser Funktion löste er Clublegende Lars Bronselaer ab, der 15 Jahre für die Blauen auflief und vor einer Saison seine Laufbahn beendet hat.

Mit fünf Siegen in den ersten fünf Partien legten die Liedekerker einen Traumstart hin. Doch nach dem deutlichen 4:0-Erfolg gegen Sporting Kampenhout sorgte die Corona-Pandemie für den Saisonabbruch in Belgien. Ärgerlich für den VKL, der somit den Grundstein für einen möglichen Aufstieg in die 3. Division Amateure gelegt hatte. In dieser Klasse waren die Blauen noch nie, und der Aufstieg ist auch kein Muss. „Wir setzen die Jungs nicht unter Druck. Aber wenn wir die Chance zum Aufstieg bekommen sollten, dann nehme wir sie auch wahr. Vorrangig ist jedoch, dass wir schönen Fußball anbieten“, betont Ivan Wynant.

In der Regel besuchen 250 Zuschauer die Heimspiele, die im Sportcentrum Heuvelkouter (vier Plätze) ausgetragen werden. Zu den Derbys, so wie gegen den KFC Warmbeek Ternat kommen mehr. Angepfiffen werden die Matches – genau wie in Deutschland – am Sonntag um 15 Uhr. Doch anders sind die Pausensnacks: Statt Bratwürstchen und Pommes werden beim VK Liedekerke Hamburger und Hot Dogs angeboten.

Die sollen den Fans wieder schmecken, wenn der Verband grünes Licht für den Re-Start gibt. Den sehnt auch Coach Cordier herbei: „Wir waren mit unserer Serie sehr zufrieden. Schade, dass alles auf null gestellt wurde. Hoffentlich bleibt der Kern der Truppe fit, damit wir in der nächsten Saison wieder angreifen können. Dann vielleicht mit ein paar neuen, jungen Spielern aus der Region.“

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