Fußball: Kreisliga A Tecklenburg
BSV sorgt für Überraschung

Tecklenburger Land -

ein großer Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt gelang dem BSV Brochterbeck am Sonntag mit dem 3:1-sieg in Laggenbeck. Auch Westfalia Westerkappeln fuhr drei wichtige Punkte bei Schlusslicht Arminia Ibbenbüren 2 ein.

Sonntag, 17.04.2016, 00:04 Uhr

Dominik Pieper (rechts) erzielt das 1:0 für Westerkappeln bei Arminia Ibbenbüren 2. Am Ende siegte Westfalia mit 3:1.
Dominik Pieper (rechts) erzielt das 1:0 für Westerkappeln bei Arminia Ibbenbüren 2. Am Ende siegte Westfalia mit 3:1. Foto: Tobias Mönninghoff

Der BSV Brochterbeck hat im Kampf um den Klassenerhalt der Kreisliga A ein Ausrufezeichen gesetzt. Bei Cheruskia Laggenbeck siegte der Aufsteiger am Sonntag überraschend deutlich mit 3:0. Auch Westfalia Westerkappeln feierte mit dem wichtigen 3:1 im Kellerduell bei Arminia Ibbenbüren 2 einen echten „Big Point“. Dagegen bezog der VfL Ladbergen eine ebenso knappe wie ärgerliche 0:1-Niederlage bei Falke Saerbeck. Nicht unterkriegen ließ sich der TuS Tecklenburg beim 2:1-Triumph in Halverde. Zumindest in der Höhe unerwartet war auch der 5:0-Sieg des SC Hörstel gegen den SC Dörenthe.

Cheruskia Laggenbeck -

Brochterbeck 0:3 (0:2)

SVC-Trainer Heiko Becker übte nach dem Schlusspfiff harsche Kritik am Auftritt seiner Mannschaft: „Das war eine enttäuschende Leistung von allen. Der BSV Brochterbeck hätte noch deutlich höher gewinnen müssen, hätte uns schon in Durchgang Eins erschießen müssen.“ Gegen tief stehende Gäste fiel den Laggenbeckern offensiv rein gar nichts ein, zudem luden die Hausherren ihren Gegner immer wieder zum Kontern ein. Heiko Becker sah „Fehler ohne Ende“ bei seinen Mannen, „uns sind heute ganz klar unsere Grenzen aufgezeigt worden“ (Becker). Alle drei Treffer des BSV erzielten A-Jugendliche: Henrik Manecke traf doppelt, Pitt Hoge legte zum 3:0-Endstand nach.

Tore: 0:1, 0:2 Manecke (12., 24.), 0:3 Hoge (90.).

Arm. Ibbenbüren 2 -

W. Westerkappeln 1:3

Für die Reserve der DJK Arminia Ibbenbüren wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner. Im Kellerduell unterlag die Rohlmann-Elf auf dem Nebenplatz im Sportzentrum Schierloh Westfalia Westerkappeln mit 1:3 (0:1). In der Tabelle bleiben die Arminen somit Schlusslicht, haben nun drei Zähler Rückstand auf den Rivalen aus Westerkappeln.

Die Vorzeichen vor dem Abstiegskrimi standen gut für die DJK-Reserve, Trainer Georg Rohlmann standen mit Keeper Daniel Brügge, Henrik Sandherm, Steffen Fabian, Lennart Peters und Benny Basler gleich fünf Akteure der Ersten zur Verfügung. Sandherm und Basler standen dann nach acht Minuten gleich im Blickpunkt des Geschehens. Nach einem Foul an Sandherm gab es Strafstoß für die Arminen, Benny Basler scheiterte jedoch am stark reagierenden Westfalia-Schlussmann Kevin Junkermann.

In der Folge entwickelte sich ein verteiltes, zweikampfbetontes Spiel, in dem Georg Rohlmann seine Mannen „im Mittelfeld unterlegen sah“. Trotz einige Schwächen in der Zentrale hätten die Gastgeber zwischen der 35. und 38. Minute in Führung gehen können. Zunächst scheiterte Benny Basler nach einem langen Abschlag von Daniel Brügge nur haarscharf, dann setzte Lennart Peters einen Kopfball knapp neben den Pfosten, und schließlich verfehlte Sandherm mit einem Schlenzer das 1:0. Das Auslassen der Chancen rächte sich in der 45. Minute, als Dominik Pieper die Gäste überraschend in Führung brachte. Dem Treffer ging allerdings „ein ganz klares Foulspiel“ (Rohlmann) an Lennart Peters voraus.

Nach dem Seitenwechsel musste die DJK-Reserve dann den nächsten Nackenschlag hinnehmen, als Nico Kenning nach einer Ecke auf 2:0 erhöhte. Zwar verkürzte Lennart Ottenhaus nach einer Stunde noch einmal auf 1:2, doch spätestens nach dem 3:1 durch einen strittigen Handelfmeter von Dominik Pieper (65.) war die Westfalia obenauf. „Heute ist sehr vieles gegen uns gelaufen“, wirkte Georg Rohlmann nach Spielende ein wenig niedergeschlagen. Aufgeben kommt für den Trainer aber nicht infrage. „Wir waren heute sicher nicht die schlechtere Mannschaft, hatten auch viele Chancen.“

Tore: 0:1 Pieper (45.), 0:2 N. Kenning (52.), 1:2 Ottenhaus (60.), 1:3 Pieper (65., Handelfmeter). - Bes. Vork.: Benny Basler (Arminia) scheitert per Foulelfmeter an Kevin Junkermann.

SV Halverde -

Tecklenburg 1:2 (1:0)

Nach der frühen HSV-Führung durch Florian Siebelmeyer kämpfte sich der Aufsteiger zurück ins Spiel und wendete das Blatt in Durchgang 2 zu seinen Gunsten. Mathieu Chaillan und Daniel Kitroschat sorgten mit ihren Treffern für die Wende, beide Mannschaften hatten in einem offen geführten Duell weitere gute Gelegenheiten.

Tore: 1:0 F. Siebelmeyer (6.), 1:1 Chaillan (50.), 1:2 KItroschat (60.).

Falke Saerbeck -

VfL Ladbergen 1:0 (0:0)

Lange Zeit wehrte sich der VfL beim Tabellenzweiten in Saerbeck tapfer, ehe einmal mehr Felix Steuter zur Stelle war. Mit seinem 22. Saisontor bescherte der Goalgetter seinen Farben drei Punkte.

Tore: 1:0 Steuter (67.).

SC Halen -

A. Ibbenbüren 2:2 (1:0)

Gerrit Mahmutovic rettete dem Bezirksliga-Absteiger mit seinem Treffer eine Minute vor dem Ende zumindest einen Teilerfolg in Halen. Für DJK-Trainer Sebastian Ullrich am Ende „ein gerechtes Ergebnis“. Gegen defensiv agierende Halener leisteten sich die Gäste zu viele Ungenauigkeiten im Spiel nach vorne. „Wir haben es einfach nicht sauber gespielt“, lautete das Fazit Ullrichs.

Tore: 1:0 Jansson (34.), 2:0 Fried (51.), 2:1 Maxi Walkenhorst (70.), 2:2 Mahmutovic (89.).

Ibbenbürener SV -

Westfalia Hopsten 3:1

Eigentlich hätte ISV-Trainer Florian Lürwer nach dem 3:1 (3:0) seiner Elf gestern Nachmittag gegen Westfalia Hopsten mit dem Resultat zufrieden sein können. Doch so richtig glücklich wirkte er nicht, die Darbietung der zweiten 45 Minuten missfiel ihm völlig: „Die 2. Halbzeit kann ich nicht akzeptieren, darüber wird noch zu reden sein.“

Dabei sah es zunächst danach aus, als würde der Trainer den Weg nach Hause zufrieden antreten. Die Ibbenbürener begannen im Stile einer echten Spitzenmannschaft, setzten die Westfalia früh unter Druck und zogen ihr gewohntes Kombinationsspiel auf. „Wir haben uns viel bewegt, hatten ein gutes Passspiel, haben super angefangen“, war Lürwer zu diesem Zeitpunkt noch absolut einverstanden mit der Leistung. Im Nachsetzen markierte Kevin Hagemann das frühe 1:0, nur fünf Minuten darauf legte Sascha Pakularz zum 2:0 nach. Als Till Wienke in der 20. Minute gar auf 3:0 erhöhte, bahnte sich für die Gäste ein Debakel an.

Mit zunehmender Spieldauer wurde die ISV jedoch nachlässiger, sehr zum Unmut ihres Trainers. „Wir waren nach der Pause auf einigen Positionen sehr unkonzentriert, ich hätte locker vier, fünf Mal wechseln können“, haderte der ISV-Trainer. Als die Hopstener dann auch noch durch einen „absoluten Sonntagsschuss“ (Lürwer) von Marcel Krause auf 1:3 verkürzten, keimte kurzzeitig Hoffnung im Westfalia-Lager auf. Ernsthaft in Gefahr brachten die abstiegsgefährdeten Hopstener den Spitzenreiter aber nicht, „Hopsten kam für einen Punkt nie in Frage“ (Lürwer).

Für die ISV rückt durch den 21. Saisonerfolg der Titelgewinn immer näher, die Westfalia ist durch die Siege der Konkurrenz auf den vorletzten Platz der Tabelle abgerutscht.

Tore: 1:0 Hagemann (6.), 2:0 Pakularz (11.), 3:0 Wienke (20.), 3:1 Krause (60.).

SC Hörstel -

SC Dörenthe 5:0 (2:0)

DSC-Trainer Ralf Scholz sah starke erste 30 Minuten seiner Elf, „da hätten wir führen müssen“. Unter anderem hatten die Gäste Pech bei einem Lattentreffer von Jarmo Knüppe. In der 28. Minute ging Hörstel dann „aus dem Nichts“ (Scholz) durch Stefan Seiler in Führung, danach lief bei Dörenthe nur noch wenig zusammen. „Wir haben dann 60 richtig schlechte Minuten gespielt, sehr viele Fehler gemacht“, sah Scholz wenig Erbauliches. Hörstels Coach Bruno Kitroschat sah ebenfalls einen „hochverdienten Erfolg“ seiner Mannen gegen Dörenther, „die nach dem 0:2 eingebrochen sind“.

Tore: 1:0 Seiler (28.), 2:0 Niestegge (40.), 3:0 Albert Gashi (49.), 4:0 Seiler (66.), 5:0 Bösker (82.).

Schwarz-Weiß Esch -

Eintr. Mettingen 2:0 (1:0)

Eschs Co-Trainer Paul-Simon Eckeler sah einen verdienten Erfolg seiner Elf gegen eine Mettinger Mannschaft, die erst nach dem Pausentee aufwachte. „Da hatte Mettingen auch einige Möglichkeiten“, war Eckeler ehrlich. Die Eintracht nutzte ihre Chancen nicht, Stefan Brink markierte in der Schlussphase den Endstand.

Tore: 1:0 Rode (44.), 2:0 Brink (81.).

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3938610?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57547%2F4846904%2F4846913%2F
Preußen-Sportchef Metzelder stellt sich vor Interimstrio
Sportchef Malte Metzelder war nach dem 1:3 in Meppen ebenfalls schwer enttäuscht.
Nachrichten-Ticker