Fußball - 3. Liga: VfL Osnabrück - Chemnitzer FC
VfL muss endlich wieder punkten

Osnabrück -

Unbeidngt wieder dreifach punkten muss der VfL Osnabrück nach zuletzt fünf Niederlagen in sechs spielen. Am Samstag ist der Chemnitzer FC zu Gast an der Bremer Brücke. die Lila-Weißen zeigen großen Respekt vor dem Gegner, glauben aber an ihre Chance.

Freitag, 17.03.2017, 00:03 Uhr

Bastian Schulz (rechts) und Anthony Syhre sind nach abgesessenen Sperren heute gegen Chemnitz wieder mit von der Partie.
Bastian Schulz (rechts) und Anthony Syhre sind nach abgesessenen Sperren heute gegen Chemnitz wieder mit von der Partie. Foto: Mareike Stratmann

Es sei eine äußerst schwierige Situation, stellt Joe Enochs fest. „Wir haben in den letzten Wochen immer wieder Rückschläge erlitten. Da kommt man nicht so einfach raus“, weiß der Trainer des VfL Osnabrück . Fünf Niederlagen aus den letzten sechs Spielen fuhren die Lila-Weißen ein, so dass auch an ihm die Kritik immer lauter wird. Noch hat der Rekordspieler des VfL einen gewissen Kredit bei den Fans, aber auch er wird an Erfolgen gemessen. Die sollten sich schleunigst einstellen. Möglichst schon heute Nachmittag, wenn ab 14 Uhr der Chemnitzer FC an der Bremer Brücke gastiert.

Durch die Misserfolgsserie wurden die Osnabrücker von Rang zwei bis auf Platz neun durchgereicht. Um allen Beteiligten die Augen zu öffnen, nahm Enochs daraufhin sogar das Wort „Abstieg“ in den Mund, was sicher nicht allen gefallen haben dürfte. Sicher muss der VfL auch nach unten schauen, trotz der Misserfolgsserie sind es allerdings auch nur zwei Zähler bis Rang drei. Den nimmt aktuell der VfR Aalen ein, dem aber nach einem DFB-Urteil noch neun Punkte abgezogen werden könnten. Auf der anderen Seite haben die Sportfreunde Lotte noch zwei Nachholspiele. Sollten sie die gewinnen, lägen sie rein rechnerisch sieben Zähler vor den Lila-Weißen.

Der Nachbar aus Westfalen hat beim 3:0-Erfolg vor gut drei Wochen allerdings vorgemacht, wie dem CFC beizukommen ist. Mit einer kompakten Defensive und schnellen Vorstößen ließen sie die Gäste seinerzeit alt aussehen. VfL-Verteidiger Alexander Dercho ist entsprechend zuversichtlich: „ Chemnitz spielt mit, das kommt uns entgegen. Ich erwarte einen offenen Schlagabtausch.“

Die Sachsen haben einen Punkt mehr auf dem Konto und finden sich auf Rang vier wieder. Dennoch läuft es auch bei ihnen nicht ganz rund, so dass auch dort der Cheftrainer angezählt wird. Sven Köhler werden zahlreiche Versäumnisse vorgeworfen. Er habe es insbesondere in der Rückrunde nicht geschafft, aus dem hervorragend besetzten Kader die maximale Leistungsstärke herauszukitzeln. Nicht wenige behaupten, dass er noch vor Saisonende wird gehen müssen. In Osnabrück muss er auf die gesperrten Björn Jopek (Gelb-Rot), Dennis Mast (Rot) und Fabian Stenzel (5. Gelbe Karte) verzichten. Auch Winterneuzugang Berkay Dabanli, der beim 2:1-Sieg gegen den SC in der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden musste, muss wegen einer Oberschenkel-Zerrung passen.

Beim VfL fallen die Angreifer Robert Kristo und Halil Savran bis Saisonende aus. Fraglich ist der Einsatz von Marcel Appiah, der sich in Erfurt bei einem Zusammenprall mit dem Ex-Osnabrücker Sebastian Tyrala eine leichte Gehirnerschütterung zuzog. Wieder zur Verfügung stehen nach ihren abgesessenen Sperren Anthony Syhre und Bastian Schulz. Sollte Appiah passen müssen, werden wohl Syhre oder Konstantin Engel in die Innenverteidigung rücken. Das entscheidet sich kurzfristig. Ansonsten wird Trainer Joe Enochs gegenüber dem enttäuschenden Auftritt in Erfurt wohl eher wenig wechseln.

VfL Osnabrück: Gersbeck - Sangaré, Engel, Willers, Dercho - Renneke, Syhre, C. Groß, Reimerink - Heider, Wriedt.

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