Fußball: 3. Liga
Kreativabteilung der Sportfreunde Lotte fehlt gegen VfR Aalen komplett

Lotte -

Nach fünf sieglosen spielen ohne eigenen Treffer wollen die Sportfreunde am Samstag im eigenen Stadion gegen VfR Aalen nicht nur wieder einen Treffer erzielen, sondern auch die drei Punkte am Ort behalten. Allerdings fällt die komplette Kreativabteilung aus.

Freitag, 31.03.2017, 00:03 Uhr

Hinter Andre Dej (links) steht ein großes Fragezeichen. Ob er dabei ist oder nicht, wird sich erst ganz kurzfristig entscheiden.
Hinter Andre Dej (links) steht ein großes Fragezeichen. Ob er dabei ist oder nicht, wird sich erst ganz kurzfristig entscheiden. Foto: Mrugalla

Nach außen hin lässt er sich nichts anmerken. Er scheint die Ruhe selbst. Doch innerlich brodelt es in ihm. Fünf Spiele ohne Sieg und Torerfolg nagen an Ismail Atalan. Dennoch ist der Trainer der Sportfreunde Lotte davon überzeugt, dass seine Jungs das wegstecken. „Das Selbstvertrauen leidet nicht darunter“, sagt der Coach. „Die Jungs wissen, was sie können. Gegen Kiel sind wir kaum zum Torabschluss gekommen, deshalb müssen wir daran arbeiten, wieder Chancen zu kreieren.“

Atalan wünscht sich, dass die Mannschaft das schon heute umsetzt. Ab 14 Uhr ist der VfR Aalen im Frimo-Stadion zu Gast. Dann sollen wieder Tore fallen und die drei Punkte an Ort und Stelle bleiben.

Allerdings wird das mit dem Chancen herausspielen gar nicht so einfach werden. Ähnlich wie Kiel stellt auch Aalen eine der besten Abwehrreihen der 3. Liga. Und bei den Sportfreunden fällt die komplette Kreativabteilung aus. Kevin Pires-Rodrigues muss wegen des Innenbandrisses sicher passen. Womöglich auch André Dej. Sein Faserriss ist noch nicht ganz abgeklungen. Ein Risiko will Atalan nicht eingehen. Es sieht nach einer Punktlandung aus, ob er dabei ist, oder nicht. Auch Tim Wendel (Gelbsperre) und Tim Gorschlüter (Hüfte) müssen zuschauen. Da zudem Moritz Heyer für den Rot-gesperrten Matthias Rahn in die Innenverteidigung rückt, fällt das komplette Mittelfeld aus. „Da müssen wir uns etwas einfallen lassen“, war der Lotter Coach gestern ein wenig ratlos. Wohl erst heute werden er und seine Trainerkollegen sich auf eine endgültige Aufstellung festlegen.

Während die Abwehr steht und im Mittelfeld Improvisation gefragt ist, scheint es auch in der Offensive zu passen. Vieles deutet wie gegen Kiel auf ein 4:2:3:1-System hin. Nach seiner guten Leistung dürfte Luca Tankulic vor den beiden möglichen Sechsern Dennis Brock und Marcel Kaffenberger die Zehner-Position besetzen. Die geringsten Sorgen hat das Trainergespann auf den Außenbahnen. Hier spricht einiges für Kevin Freiberger und Philip Steinhart sowie der einzigen Spitze Bernd Rosinger. Um der fehlenden Kreativität im Mittelfeld zu trotzen, wäre ein schnelles Überbrücken über Außen oder lange Bälle ein probates Mittel. „Wir haben verschiedene Möglichkeiten im Kopf", will sich Atalan nicht in die Karten schauen lassen. „Auf jeden Fall wollen wir wieder gewinnen“, stellt Freiberger klar.

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Ballverluste in der Vorwärtsbewegung dürfen sich die Sportfreunde allerdings nicht erlauben, da eine der Aalener Stärken das schnelle Umschaltspiel ist. „Eine ganz gefährliche Mannschaft“, ist Ismail Atalan überzeugt, die sich nicht durch den möglichen Neun-Punkte-Abzug des DFB aus dem Konzept bringen lassen werde.

SF Lotte: Fernandez - Langlitz, Heyer, Nauber, Neidhart - Kaffenberger (Dej), Brock - Freiberger, Tankulic, Steinhart - Rosinger.

VfR Aalen: Bernhardt - Traut, R. Müller, Geyer, Menig - Welzmüller, Stanese - T. Schulz, Preißinger - Wegkamp, Morys.

Schiedsrichter: Henry Müller (Cottbus). Der 28-Jährige leitete bisher sechs Drittliga- und 36 Regionalliga-Nord-Spiele, aber noch nie eine Partie mit Lotter Beteiligung.

Zuschauer: 1600 werden erwartet.

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