Fußball-3. Liga: Osnabrücker Last-Minute-Erfolg
Nach drittem Sieg in Folge Dritter

Osnabrück -

Der VfL Osnabrück ist acht Spieltage vor Schluss dick im Geschäft um die Spitzenplätze in der 3. Liga. In einer dramatischen Schlussphase gegen Hansa Rostock kassierten die Lila-Weißen kurz vor Schluss den Ausgleich, erzielten aber in der Nachspielzeit doch noch das Tor zum hochverdienten 2:1-Sieg.

Sonntag, 02.04.2017, 21:04 Uhr

Michael Hohnstedt gelang in der Nachspielzeit noch der Siegtreffer,
Michael Hohnstedt gelang in der Nachspielzeit noch der Siegtreffer, Foto: Alfred Stegemann

Bis in die Schlussphase führten die Osnabrücker 1:0, alles sah nach einem verdienten Sieg aus. Doch dann rächte sich, dass die Mannschaft die Chancen zur Vorentscheidung ausgelassen hatte. Der Ausgleich fiel in der 89. Minute wie aus dem Nichts. Doch der VfL gab nicht auf und schaffte das 2:1 in der Nachspielzeit – eine Gemeinschaftsproduktion dreier Einwechselspieler: Nach einer abgewehrten Flanke von Bashkin Renneke brachte Ahmed Arslan den Ball erneut vors Hansa-Tor, wo „Joker“ Michael Hohnstedt mit Glück und Geschick einköpfte.

Während VfL-Trainer Joe Enochs die Startelf aufbot, die zuletzt zwei Siege gegen Chemnitz (3:0) und in Regensburg (2:1) eingefahren hatte, reagierte Hansa-Coach Christian Brand (1993/94 im Profikader des VfL) auf die jüngste Negativserie mit einigen Umstellungen.

Nach einer verhaltenen Anfangsphase nahm der VfL bald Tempo auf. Dass die Rostocker da schon in Führung hätten liegen können, war auf den Rängen schnell vergessen. Die größte Chance war ein Kopfball von Gebhart an die Latte (7.), beim Nachschuss verhinderte Groß den Rückstand, als er sich in den von Andrist abgefeuerten Ball warf.

Danach hatte der VfL das Heft in der Hand. Schnell und schnörkellos, mit gutem Flügelspiel (vor allem über die von Dercho beackerte linke Seite) und dem richtigen Zug zum Tor. Da verpasste Sangare und Wriedt (10.) eine flache Hereingabe von Dercho, dann verzog Sangare aus 16 Metern knapp. Immer wieder herrschte Alarmstufe im Rostocker Strafraum. In zwei Szenen forderte die Kulisse Elfmeter, doch sowohl beim Sturz von Heider (14.) noch bei dem von Reimerink (27.) war der Pfiff tatsächlich fällig.

Torjubel gab es dennoch – und das nach einem Treffer, der in mancherlei Hinsicht typisch war für den VfL an diesem Tag und über weite Strecken der Saison. Ballgewinn in der eigenen Hälfte, schnelles Umschalten, Steilpass in den Lauf von Dercho, dessen Flanke in höchstem Tempo gerade noch zur Ecke geklärt wird. Den Eckball von Reimerink erwischt Groß, im Durcheinander behält Syhre die Übersicht und drückt den Ball aus vier Metern über die Linie – nach 31 Minute hielt der VfL endlich die Führung in den Händen, die er sich verdient hatte.

Es dauerte, bis der VfL in der zweiten Halbzeit den Faden wieder aufnahm. Innerhalb von zwei Minuten hatten Syhre und Heider mit einem Volley die Chance zum 2:0, doch in beiden Szenen verhinderte das der Hansa-Schlussmann.

Die nächste Großchance verhinderte nicht Schuhen, sondern der Pfosten. Den traf Reimerink mit einem feinen Linksschuss (80.) Hier wurde das Spiel zur Zitterpartie. Und genauso kam es: Dennis Erdmann köpfte den Ball nach einer Kopfballverlängerung von Tobias Willers am langen Eck aus kurzer Distanz ein – unverdient, aber für den VfL gleichbedeutend mit dem Verlust zweier Punkte. Doch die Mannschaft wollte das nicht auf sich sitzen lassen und schaffte in der Nachspielzeit den Siegtreffer

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4743620?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57547%2F4846900%2F4894287%2F
Nachrichten-Ticker