Fußball: 3. Liga
Preußen als Aufbaugegner für Lotte?

Lotte -

Sechs Spiele ohne Sieg und eigenen Treffer. Für die Sportfreunde Lotte wird es langsam Zeit, den Hebel wieder umzulegen. So schnell wie möglich. Am besten schon am Mittwoch bei Preußen Münster. Die letzten drei Pflichtspiele haben die Sportfreunde gegen die Ader-Träger gewonnen.

Montag, 03.04.2017, 18:04 Uhr

Mit ganzer Power und voller Kraft wollen sich die Sportfreunde Lotte (von links): Benedikt Fernandez, Alexander Langlitz, Gerrit Nauberm Moritz heyer, Luca Tankulic, Saliou Sané und Dennis Brock im Münsterland-Derby am Mittwoch gegen eine erneute Niederlage stemmen.
Mit ganzer Power und voller Kraft wollen sich die Sportfreunde Lotte (von links): Benedikt Fernandez, Alexander Langlitz, Gerrit Nauberm Moritz heyer, Luca Tankulic, Saliou Sané und Dennis Brock im Münsterland-Derby am Mittwoch gegen eine erneute Niederlage stemmen. Foto: Mrugalla

Bis zum ersten Abstiegsplatz sind es zehn Punkte Vorsprung. Das ist ein sattes Polster und sollte zum Klassenerhalt reichen. Allerdings trumpften die Sportfreunde Lotte am Samstag beim 0:2 gegen VfR Aalen wie ein Absteiger auf. Die Mannschaft spielte ohne Esprit, ohne echte Einsatzbereitschaft und ohne den letzten Willen. So könnte es nach hinten heraus bei noch acht ausstehenden Punktspielen doch noch eng werden. Deshalb ist die Marschroute für den Rest der Saison klar. Es mus sich einiges ändern. Und zwar gewaltig.

Vielleicht kommt da so ein Gegner wie der SC Preußen Münster gerade recht. In der Hinrunde schien die Mannschaft von Trainer Ismail Atalan nach drei nicht gewonnenen Spielen ebenfalls in eine Krise zu driften, legte mit einem überzeugenden 1:0-Erfolg dann aber den Hebel um. Ohnehin haben die Sportfreunde die letzten drei Pflichtspiele gegen den Münsterland-Rivalen gewonnen. Vor dem 1:0-Hinspielerfolg setzte sich Lotte im zweiten Verbandspokal-Runde der vergangenen Saison daheim mit 3:1 durch. Im Halbfinale des Westfalenpokals 2014/15 siegten die Sportfreunde in Münster mit 1:0 und holten sich später den Pott.

Die Sportfreunde sind nach sechs sieglosen Spielen und 575 torlosen Minuten natürlich angeschlagen, unter größerem Druck aber steht der SC Preußen. Durch die Last-Minute-Niederlage am Sonntag beim SV Wehen Wiesbaden nach einem Eigentor des Ex-Lotters Jeron Al-Hazeimeh sind die Preußen nach zuvor drei Siegen in Serie im Abstiegskampf wieder arg in die Bredouille geraten.

„Gegen Aalen am Samstag hat einiges nicht gepasst. Da müssen wir uns alle an die eigene Nase fassen“, meint Mittelfeldspieler Moritz Heyer und fordert: „Gegen Münster am Mittwoch müssen wir alle an unsere Leistungsgrenze gehen.“ Dann wird Tim Wendel nach abgesessener Gelbsperre wieder dabei sein, so dass Atalan mehr Alternativen zur Verfügung hat. Der SFL-Coach hat eine Preußen-Vergangenheit, kennt sich bestens aus im SCP-Stadion und würde liebend gerne etwas Zählbares mit auf die Heimreise nehmen. Dafür, das weiß er genau, ist ein anderer Auftritt vonnöten als am Samstag. „Gegen Aalen war es ein Freundschaftsspiel von uns. Wir haben ohne Körperkontakt gespielt“, blickt er mit großem Unmut zurück. Gleichzeitig stellt mit Blick auf Mittwoch klar: „Ich bin immer noch schwer enttäuscht. Ich erwarte mehr von meinen Spielern.“

Noch immer wartet Ismail Atalan auf seinen ersten Sieg als Fußballlehrer. Seitdem der 37-Jährige das Diplom in der Tasche hat, hat seine Mannschaft nicht mehr gewonnen. Nach sechs sieglosen Spielen wird es wieder Zeit. Ein Erfolg beim Münsterlandrivalen schmeckt da natürlich noch süßer.

Allerdings besteht so gut wie gar keine Möglichkeit eines normalen Trainings, um eventuell auch neue Varianten einzustudieren. Durch die vielen Englischen Wochen war zwischen den Spielen im Drei-Tages-Rhythmus vornehmlich Regenration angesagt. Zwei reelle Trainingstage in Folge hatten die Sportfreunde schon seit Wochen nicht mehr. „Das ist natürlich auch ein großer Nachteil für uns“, stellt Atalan klar.

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