Fußball - 3. Liga
Lottes Belastung macht sich bemerkbar

Lotte -

Die Sportfreunde Lotte können durchatmen. Die Englischen Wochen, zumindest in der Meisterschaft sind seit Mittwoch vorbei. Im Verbandspokal wird die Mannschaft von Trainer Ismail Atalan weiterhin beansprucht. Die Belastung bleibt also hoch.

Donnerstag, 06.04.2017, 00:04 Uhr

Trost konnten die Sportfreunde Lotte am Mittwoch gut gebrauchen. Den spendete Preußen-Trainer Benno Möhlmann (rechts) seinem Kollegen Ismail Atalan.
Trost konnten die Sportfreunde Lotte am Mittwoch gut gebrauchen. Den spendete Preußen-Trainer Benno Möhlmann (rechts) seinem Kollegen Ismail Atalan. Foto: Jürgen Peperhowe

Puhhh, durchatmen. Die Englischen Wochen sind vorbei. Endlich. Allerdings, so ganz nun doch nicht. Mitte nächster Woche steht ja noch das Nachholspiel im Verbandspokal beim FC Gütersloh für die Sportfreunde Lotte an. Sollten sie siegreich bleiben, wird das Halbfinale gegen SC Rödinghausen zeitnah angesetzt, vielleicht sogar schon in der Woche nach Ostern . Die Spiele im Samstag-Mittwoch-Samstag-Rhythmus gehen also weiter. „Wir kommen einfach nicht zur Ruhe“, stöhnt Trainer Ismail Atalan . Die mit 0:1verlorene Partie am Samstag bei Preußen Münster war das zehnte Spiel seit dem 4. März. Der Auftritt am Ostersamstag, 15. April, gegen FSV Zwickau wird der 13. binnen sechs Wochen sein. Keine andere deutsche Mannschaft war in dieser Zeit einer derart großen Belastung ausgesetzt.

Was nicht ohne Folgen geblieben ist. Physisch und psychisch merkt man der Mannschaft die zuletzt kraftraubenden Wochen an. „Wir haben in Münster ja sehr gut hinten rausgespielt“, meinte Ismail Atalan. „Nach vorne hin fehlt dann die Konzentration.“ Das sei einer der Hauptgründe für die bereits 665 Minuten währende Torflaute. Seit dem 2:0-Sieg gegen Hansa Rostock am 11. März hat Lotte nicht mehr gewonnen und in sechs Punktspielen sowie dem DFB-Pokalduell gegen Borussia Dortmund keinen Treffer mehr erzielt. In der Drittliga-Tabelle seit dem 26. Spieltag nehmen die Sportfreunde entsprechend den vorletzten Tabellenplatz ein. Noch schlechter steht nur die U23 von Werder Bremen da, die in dieser Zeit allerdings auch zwei Spiele weniger absolviert hat.

Wie kann sich die Mannschaft aus der Talsohle befreien? „Es gab ja kaum ein Spiel, in dem wir klar schlechter waren“, blickt der SFL-Coach zurück. „Wir können also mithalten, immer noch. Deshalb heißt es für uns, weiter arbeiten, immer weiter arbeiten. Die hohe Belastung nimmt jetzt ein wenig ab. Wir müssen also den Kopf frei bekommen und weiter arbeiten. Dann wird es bald auch wieder besser laufen.“

Ob das schon am Samstag bei Fortuna Köln (14 Uhr Südstadion) der Fall ist, da will sich Atalan nicht festlegen. „Aber“, so ist er überzeugt, „wir haben auf jeden Fall das Zeug dazu, dort etwas mitzunehmen.“

Dann eine Pause gönnen darf sich Nico Neidhart, der in Münster die zehnte gelbe Karte sah. Eine Pause hätten sicher auch Torhüter Benedikt Fernandez, Innenverteidiger Gerrit Nauber und Angreifer Kevin Freiberger nötig, die während der englischen Woche in jeder Minute dabei waren.

Dass sich neben der hohen Belastung der vergangenen Wochen auch das Glück von den Sportfreunden abgewendet hat, lässt sich daran erkennen, dass ausgerechnet Jeron Al-Hazeimeh das entscheidende Tor für die Preußen markierte - in der 87. Minute. Der Linksfuß trug in der vergangenen Saison noch das SFL-Trikot und feierte seinen Treffer nur mit verhaltenem Jubel. „Aus Respekt vor meinem Ex-Club“, betonte er. Gefallen ist das Gegentor wie so oft in den vergangenen Wochen nach einem Standard. „Das ist extrem bitter“, war Kapitän Gerrit Nauber schwer enttäuscht. „Da müssen wir einfach konzentrierter sein.“ Also bleibt der Mannschaft nur, so wie es Ismail Atalan fordert, immer und immer weiter zu arbeiten.

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