Fußball-3. Liga: Sportfreunde gehen vor Paderborn-Spiel die Spieler aus
SFL-Coach Atalan zählt seine Schäfchen

Lotte -

Mit dem personell letztem Aufgebot machen sich die Sportfreunde Lotte am Samstag auf den Weg nach Paderborn. Trotzdem will die Atalan-Elf dort die letzten Zweifel am Liga-Erhalt beseitigen.

Freitag, 21.04.2017, 16:04 Uhr

Im Hinspiel war Kevin Freiberger (rechts) kaum zu bremsen. Er traf ebenso wie André Dej und Bernd Rosinger, die diesmal beide ausfallen, zwei Mal beim bisher höchsten Sieg in der 3. Liga (6:0) der Sportfreunde.
Im Hinspiel war Kevin Freiberger (rechts) kaum zu bremsen. Er traf ebenso wie André Dej und Bernd Rosinger, die diesmal beide ausfallen, zwei Mal beim bisher höchsten Sieg der Sportfreunde in der 3. Liga (6:0). Foto: Mrugalla

Alles andere als üppig gefüllt wird am heutigen Samstag in Paderborn (Anstoß 14 Uhr) die Ersatzbank der Sportfreunde Lotte sein. Kurzfristig muss Trainer Ismail Atalan auch noch auf Jaroslaw Lindner verzichten, dem beim Training das Trommelfell geplatzt ist. Marcel Kaffenberger hatte sich vor einer Woche beim 2:1-Sieg gegen den FSV Zwickau die Achillessehne gerissen, so dass für ihn die Saison beendet ist.

Damit ist die erfolgreiche „Boygroup“ gleich wieder auseinandergefallen. Atalan ist erneut gezwungen eine andere Startelf aufzubieten. Definitiv stehen neben den bekannten Langzeitausfällen Pires-Rodrigues und Gorschlüter in der Paderborner Benteler-Arena auch Langlitz, Rosinger und Dej nicht zur Verfügung. Auch Innenverteidiger Matthias Rahn (Knieprobleme) ist fraglich, immerhin kommt Tim Wendel nach überstandenem grippalen Infekt wieder dazu. „Wir sehnen das Saisonende richtig herbei“, gibt Lottes Trainer unumwunden zu.

Wir sehnen das Saisonende herbei.

Ismail Atalan

Angesichts der zahlreichen Ausfälle entscheidet sich erste kurzfristig, welche SFL-Formation beginnen wird. „Wir müssen abwarten, wer alles zur Verfügung steht“, so Atalan. Auf jedem Fall werden wohl wieder zwei Torhüter (Buchholz uns Zummack) auf der Bank Platz nehmen. Doch nicht nur die personelle Situation macht die Aufgabe für die Sportfreunde beim Tabellenvorletzten schwer. „Das wird ein heißer Tanz für uns“, erwartet Ismail Atalan nach dem Trainerwechsel in Paderborn. Nach der 0:4-Pleite zuletzt in Aalen hat Steffen Baumgart den glücklosen Stefan Emmerling dort abgelöst. Am vergangenen Mittwoch hatte der neue Mann den SCP beim Westfalenpokalspiel gegen die TSG Sprockhövel zum ersten Mal gecoacht. Mit viel Mühe setzte sich der Gastgeber gegen das Regionalligaschlusslicht mit 2:1 nach Verlängerung durch.

„Die werden alles geben, um zu punkten. Da ist für sie fast schon die letzte Chance“, sagt Atalan. „Das Hinspiel müssen wir total vergessen“, empfiehlt er. Damals gewannen die Sportfreunde zu Hause mit 6:0. Am nächsten Tag durfte der damalige SCP-Coach René Müller seine Sachen packen. „Paderborn ist eine sehr erfahrene Truppe mit vielen ehemaligen Erst- und Zweitligaspielern. Die sind alle sehr clever in den Zweikämpfen und strahlen auch eine gewisse Ruhe aus.“

Auch Atalans neuer Kollege in Paderborn rechnet mit einem heißen Tanz. „Wenn wir nicht um jeden Ball fighten, werden wir große Probleme bekommen,“ sagte Baumgart in der Pressekonferenz des SCP vor dem Spiel. „Das kann nicht sein, dass jeder Spieler vier, fünf Fehler im Spiel macht,“ fand er deutliche Worte zum Pokalauftritt. „Wenn wir gegen Lotte nicht die notwendige Präsenz auf dem Platz haben, wird das ein böses Erwachen geben“, versuchte er seine Mannschaft aufzurütteln. „Wir müssen das Spiel anders angehen, als am Dienstag. Wir müssen dann auch eine andere Körpersprache haben.“ Der SCP müsse seine Hausaufgaben machen und am besten damit gegen Lotte anfangen.

Trotz der eigenen Probleme können die Sportfreunde nach dem Sieg gegen Zwickau jedoch gelassen nach Paderborn fahren. Wenn die Mannschaft die Leistung abrufen könne, die sie vor allem in der zweiten Halbzeit gegen Zwickau gezeigt habe, „dann können wir auch in Paderborn gestehen“, erhofft sich Lottes Coach.. Sollten die Sportfreunde einen Sieg landen, dann wären rein rechnerisch die letzten Zweifel zum Klassenerhalt beseitigt. Für Paderborn aber würde der dritte Abstieg in Folge immer wahrscheinlicher.

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