Fußball-3. Liga: Angriffsflaute bei den Sportfreunden Lotte
Die Stürmer treffen nicht mehr

Lotte -

Seit dem 2:0-Sieg gegen Hansa Rostock haben die Stürmer der Sportfreunde Lotte nicht mehr getroffen. Das ist jetzt schon mehr als sechs Wochen her. Zum Glück übernahm das zuletzt die Defensivabteilung. Wann platzt bei Freiberger und Co. wieder Knoten?

Montag, 24.04.2017, 17:04 Uhr

Seit seinem zehnten Tor herrscht bei Kevin Freiberger (rechts) und seinen Kollegen in der Offensivabteilung der Sportfreunde regelrecht Flaute. Seit gut sechs Wochen gab es kein Stürmertor mehr zu notieren..
Seit seinem zehnten Tor herrscht bei Kevin Freiberger (rechts) und seinen Kollegen in der Offensivabteilung der Sportfreunde regelrecht Flaute. Seit gut sechs Wochen gab es kein Stürmertor mehr zu notieren.. Foto: Mrugalla

Die Torflaute bei den Sportfreunden Lotte ist zwar beendet. Im dritten Spiel in Folge gelang der Mannschaft von Trainer Ismail Atalan mindestens jeweils ein Tor, wie auch bei der 1:3- Niederlage am Samstag im Punktspiel beim SC Paderborn. Dennoch stellte SFL-Innenverteidiger Matthias Rahn am Samstag in Paderborn zu Recht fest: „Nach vorne läuft es bei uns nicht.“ Damit legte Rahn, der am Samstag wegen Kniebeschwerden geschont wurde, die Finger in die Wunde.

Lottes bisher erfolgreichster Torschütze ist Kevin Freiberger . Zehn Tore hat der Stürmer in der laufenden Saison bisher erzielt. Das bislang letzte schoss Freiberger am 11. März beim 2:0-Sieg der Sportfreunde Lotte gegen Hansa Rostock . Seitdem herrscht ihm und allen anderen nominellen Offensivkräften Flaute. Auch als die schon fast nervenzermürbende Nullserie (acht Pflichtspiele in Folge traf Lotte danach nicht ins gegnerische Gehäuse) beim Westfalenpokalspiel am 12. April in Gütersloh endlich ad acta gelegt werden konnte, waren die Stürmer an keinem der beiden Treffer beteiligt. Und im darauffolgenden wichtigen 2:1-Sieg gegen den FSV Zwickau mussten es die Mittelfeld- oder Defensivkräfte richten.

Zwar war in diesem Spiel der Torschütze zum 1:0, Dennis Engel, von Trainer Atalan im Angriff eingesetzt worden, doch eigentlich ist Engel eher ein Abwehrspieler. Das 2:0 erzielte Moritz Heyer, auch kein Stürmer. Am Samstag in Paderborn egalisierte Abwehrchef Gerrit Nauber mit einem herrlichen Treffer die Paderborner Führung. Zu mehr sollte es nicht reichen. Die Sportfreunde gerieten durch eine Fehlentscheidung des Unparteiischen (was dieser später nach intensiven TV-Studium zugab und sich dafür entschuldigte), der ein Handspiel von André Dej gesehen haben will, per Strafstoß auf die Verliererstraße.

Obwohl sich die Blau-Weißen redlich mühten gegen keineswegs überragende Platzherren, Freiberger und Co. schafften es im Angriff nicht einmal, auch nur etwas ähnliches wie Torgefahr zu erzeugen. Kevin Freiberger, der fast im Dauereinsatz ist, scheint etwas die Kraft ausgegangen zu sein. Bernd Rosinger ist verletzt, wann er wieder fit ist, bleibt offen. Winterneuzugang Saliou Sané, hat – bis auf wenige Ausnahmen – noch nicht wirklich überzeugen können. Nico Granatowski, der sein vielleicht bestes Spiel im SFL-Dress im Aufstiegsspiel in Mannheim absolviert hat, konnte seit seiner schweren Verletzung zum Saisonauftakt nie wieder diese Klasse unter Beweis stellen.

Die nächste Gelegenheit für Lottes Offensivabteilung ihr Können unter Beweis zu stellen, bietet sich schon am Mittwochabend. Dann gastiert im Westfalenpokal-Halbfinale Regionalligist SV Rödinghausen im Lotter Frimo-Stadion (19 Uhr). Als der SVR am 8. September 2015 in der ersten Pokalrunde in Lotte antreten musste, gewannen die Sportfreunde nach Verlängerung mit 1:0. Das Tor schoss übrigens Linksverteidiger (!) Felix Frank (112.), der später in der Winterpause zurück nach Rödinghausen ging.

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