Fußball: 3. Liga
Spieler des VfL nach 0:2-Niederlage selbstkritisch

Osnabrück -

Trainer Daniel Thioune konnte mit der 0:2-Niederlage des VfL Osnabrück am Freitagabend gegen SGS Großaspach leben: „Die Jungs haben alles gegeben.“ Die Spieler hingegen gaben sich selbstkritisch.

Sonntag, 10.02.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 10.02.2019, 16:50 Uhr
Eine bittere Niederlage, erst die zweite in dieser Saison, musste der VfL Osnabrück mit Konstantin Engel (rechts), hier im Duell mit Großaspachs Julian Leist, am Freitagabend hinnehmen.
Eine bittere Niederlage, erst die zweite in dieser Saison, musste der VfL Osnabrück mit Konstantin Engel (rechts), hier im Duell mit Großaspachs Julian Leist, am Freitagabend hinnehmen. Foto: Tobias Mönninghoff

Die vermeintlich kleinen Gegner bieten die größte Fallhöhe: Ausgerechnet gegen den Drittletzten, die SG Sonnenhof Großaspach , kassierte der VfL Osnabrück seine zweite Saisonniederlage.

Das 0:2 soll die Laune nicht allzu lange dämpfen. In 17 Spielen vor der „Lila-weißen Nacht“ noch ungeschlagen, aktuell seit dem 15. September in 15 Saisonspielen ohne Niederlage – am Freitagabend um kurz vor 21 Uhr waren diese Erfolgsstrecken in einer großen Enttäuschung verpufft. Ausgerechnet zuhause kassierte der Tabellenführer seine zweite Niederlage – und das nicht wie im September gegen einen Aufstiegsanwärter vom Format des Karlsruher SC, sondern gegen den Tabellen-18. Ausgerechnet der bislang schlechteste Sturm der Liga überwand zweimal die bis dato beste Abwehr.

„Die Köpfe sind unten“, sagte Trainer Daniel Thioune , aber das 0:2 soll nicht vorschnell zur Sinnkrise führen. „Mit so einer Niederlage kann ich ganz gut leben, weil man gemerkt hat, dass meine Mannschaft gewinnen wollte“, sagte Thioune. Der VfL hatte früh Chancen. und versuchte im weiteren Spielverlauf alles, um zu einem Torerfolg zu kommen. Deshalb sparte Thioune auch mit Kritik: „Meine Spieler sind gelaufen und gerannt und sie hatten Möglichkeiten. Ich mache ihnen keinen Vorwurf. Wir arbeiten weiter. Uns hat nicht das Glück gefehlt. Uns hat ein Tor gefehlt. Es gibt solche Tage: Wir hätten noch anderthalb Stunden spielen können und hätten den Ball heute nicht im Tor untergebracht. Wir schütteln uns und sind bereit, eine Reaktion zu zeigen.“

Durchaus selbstkritisch gaben sich die Spieler. Allen voran Marcos Alvarez, der beim 0:1 einen Handelfmeter verschossen hat: „Ich muss ganz klar den Elfmeter reinschießen, dann steht es 1:1 – und Großaspach hätte wahrscheinlich noch weniger stattgefunden. Wir haben uns gerade in der ersten Halbzeit viel zu viel auf die Spielereien der Aspacher eingelassen – Rudelbildung, Rumgeschubse. So etwas brauchen wir nicht. Aber wir haben es zugelassen, in diesem Punkt müssen wir noch etwas reifen.“

Ähnlich bewertete VfL-Kapitän Marc Heider das Spiel: „Diese Niederlage tut natürlich weh. Aber irgendwie war für uns heute das Tor wie zugemauert.“ Es sei ja klar gewesen, „dass es uns irgendwann erwischt“. Die Mannschaft dürfe sich nun nicht lange mit diesem 0:2 befassen. „Wichtig ist, dass wir die richtigen Schlüsse ziehen. Nächste Woche im Derby in Münster wollen wir wieder drei Punkte einfahren.“

VfL-Torhüter Nils Körber räumte in seiner Analyse gleich ein, dass er an diesem 8. Februar 2019 sicher nicht sein bestes Spiel abgeliefert habe: „Das 0:1 fiel aus dem Nichts. Aber der Vitzthum trifft den Ball unglaublich.“ Bei diesem Tor habe er wohl nicht so gut ausgesehen, „aber es ist schwer, die Hand hochzubekommen“. Unterm Strich sei diesmal das Glück nicht auf der Seite des VfL gewesen. „Dazu hat Großaspach die Partie extrem gut runtergespielt. Trotzdem: Wenn wir das 1:2 gemacht hätten, wäre plötzlich noch alles möglich gewesen.“

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