Fußball: 3. Liga
SF Lotte gegen Halle: Nur 45 Minuten zum Kennenlernen

Lotte -

Zum sechsten Mal stehen sich in der 3. Liga am Samstag (14 Uhr) der Hallesche FC und die Sportfreunde Lotte gegenüber. In den bisherigen fünf Spielen gab es erst einen Sieg für die Blau-Weißen. Im Hinspiel (0:1) sprang Klaus Bienemann als Interimscoach bei den Blau-Weißen ein.

Donnerstag, 14.02.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 21:48 Uhr
Im Hinspiel coachte Klaus Bienemann (links) zusammen mit Andy Steinmann die Sportfreunde gegen Halle. Trotz Leistungssteigerung der Blau-weißen nahm der Gast aber die Punkte mit.
Im Hinspiel coachte Klaus Bienemann (links) zusammen mit Andy Steinmann die Sportfreunde gegen Halle. Trotz Leistungssteigerung der Blau-weißen nahm der Gast aber die Punkte mit. Foto: Jörg Wahlbrink

Den Siegtreffer zum 2:1 am 29. September 2017 erzielte im Frimo-Stadion Moritz Heyer kurz nach der Pause. Heyer wechselte im vergangenen Sommer von Lotte zum kommenden Gegner. Am fünften Spieltag der aktuellen Saison kehrte Heyer dann mit Halle schon wieder zurück nach Lotte, um am 26. August mit einem 1:0-Sieg (Tor: Mai) die Rückfahrt mit drei Punkten im Gepäck anzutreten.

Das Hinspiel stand seinerzeit unter besonderen Vorzeichen. Nach der Pokalpleite in Rödinghausen und der anschließenden Suspendierung von vier Stammspielern durch Trainer Matthias Maucksch drohte die Situation in Lotte zu eskalieren. Schließlich musste der erst zu Saisonbeginn gekommene Trainer gehen. Klaus Bienemann , Nachwuchskoordinator bei den Sportfreunden, coachte für das erste Spiel nach Maucksch interimsweise die Mannschaft. Alle suspendierten Spieler waren rehabilitiert. Trotz deutlicher Steigerung im Vergleich zu den vorausgegangenen Spielen mussten Bienemann und sein Assistent Andy Steinmann, Trainer der U 19, eine Niederlage in Kauf nehmen. Ein paar Tage später war Bienemanns Kurz-Engagement wieder beendet und Nils Drube und Sven Hozjak übernahmen die Verantwortung.

Das wäre nämlich sportlicher Suizid gewesen.

Klaus Bienemann

„Mittags um Eins bin ich am Freitag gefragt worden, ob ich es mache“, erinnert sich Klaus Bienemann an das Hinspiel., „Um 13.45 Uhr habe ich dann das erste Mal vor der Mannschaft gestanden.“ Als Bedingung für seinen Kurzzeitjob hatte Bienemann die Aufhebung der Suspendierungen verlangt. „Das wäre nämlich sportlicher Suizid gewesen.“ Außerdem erbat er sich die Hilfe von Andy Steinmann. Alles wurde vom Club genehmigt. „Die Mannschaft wollte zeigen, dass sie Fußball spielen will und das Niveau für die 3. Liga hat“, sagt Bienemann zurückblickend. Noch heute ärgert sich Bienemann über einen nicht gegebenen Elfmeter. „Das hat ,man im Fernsehen gesehen. Und drei Minuten später macht dieser Spieler, der Hand gespielt hat, das Tor.“ Angst vor der Aufgabe habe er nie verspürt, merkt er noch an. Heute rund ein halbes Jahr später ist Bienemann erfreut, wie sich die Dinge entwickelt haben. „Das Team ist auf einem guten Weg“, blickt er optimistisch nach vorne,

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