Fußball: 3. Liga
Derby in Münster: Leidenschaft und Gier sind gefragt

Osnabrück -

„Wir sind uns einig, dass Münster beim 0:1 in Lotte sicher nicht das stärkstes Spiel gezeigt hat. Deshalb erwarten wir einen viel besseren und leidenschaftlicheren Gegner.“ Daniel Thioune geht fest davon auf, dass seine Mannschaft am heutigen Samstag ein richtig dickes Brett zu bohren hat.

Samstag, 16.02.2019, 05:00 Uhr
Leidenschaft und Kampf wird im heutigen Derby vonnöten sein, so wie Münsters Dominik Lanius (Nr. 36)) und vor allem Doppeltorschütze Marcos Alvarez im Hinspiel zeigten.
Leidenschaft und Kampf wird im heutigen Derby vonnöten sein, so wie Münsters Dominik Lanius (Nr. 36)) und vor allem Doppeltorschütze Marcos Alvarez im Hinspiel zeigten. Foto: Tobias Mönninghoff

Der Trainer des VfL Osnabrück weiß aber auch, dass ein Sieg im Derby beim SC Preußen Münster auf jeden Fall machbar ist.

Dabei will er sich auch nicht unbedingt mit einem Zähler zufrieden geben. „Wir fahren schon dahin, um drei Punkte zu holen“, stellt er klar, schließlich sind die Lila-Weißen in der Fremde in dieser Saison noch ungeschlagen. Der SC Preußen auf der anderen Seite ist hochmotiviert, den langjährigen Rivalen so richtig zu ärgern. Durch das Unentschieden des Karlsruher SC am Dienstag in Zwickau ist der KSC bis auf drei Zähler an den VfL herangerückt und würde vorbeiziehen, wenn er heute gegen Kaiserslautern gewinnt und Osnabrück eben in Münster verlieren sollte.

Abgehakt sei die Niederlage gegen Sonnenhof Großaspach, sagte Thioune , auch wenn die Aufarbeitung durchaus das Wochenende in Anspruch genommen habe. „So eine Niederlage tut nie gut und ist für nix gut“, entgegnete der Trainer auf die Frage, ob sie vor dem Derby vielleicht zum richtigen Zeitpunkt gekommen sei. Dennoch habe man auch gegen Großaspach einiges richtig gemacht: „In der zweiten Halbzeit haben wir immer versucht, dranzubleiben“, so Thioune. Dennoch erwartet er von seinem Team nun eine Leistungssteigerung in puncto Ballbesitz, Passqualität vor allem im letzten Drittel sowie im Umschalten Richtung eigene Defensive.

Eine VfL-Delegation weilte am Montagabend im Frimo-Stadion. Die Sportfreunde haben es vorgemacht, wie der SC Preußen zu knacken. Das haben die Osnabrücker Kiebitze registriert.

„Wir haben in der Trainingswoche probiert, das umzusetzen, was die Trainer vorgegeben haben: Für uns vorne speziell gilt es, wieder mehr Durchschlagskraft zu zeigen“, meinte Stürmer Benjamin Girth. „Derbys sind immer was besonderes. Oft spielt der große Fußball nicht so die entscheidende Rolle: Wer mehr Leidenschaft an den Tag legt, wird am Ende das Spiel gewinnen“, glaubt der Stürmer, der gegen Großaspach erstmals in seinen drei Einsätzen im VfL-Trikot kein Tor erzielen konnte.

„Wir erwarten einen hochmotivierten Gegner, der gegen uns was gutzumachen hat“, sagt Thioune mit Blick auf den 3:0-Erfolg an der Bremer Brücke im Hinspiel, bei dem die Preußen aber zumindest in der ersten Halbzeit „sicher nicht die schlechtere Mannschaft“ gewesen seien.

In Lotte trumpfte Münster mit drei relativ zentral agierenden Offensivleuten auf, die die Sportfreunde mit einem defensiv agierenden Sechser zwischen den beiden Innenverteidigern (Michael Schulze) begegnete. Da allerdings Mittelfeldstratege René Klingenburg nach überstandener Verletzung, wieder in die Startelf zurücken dürfte, könnte ein Stürmer geopfert werden. „Wir legen vor allem Wert auf unsere stabile Struktur“, sagte Thioune, der zudem überlegt, am Samstag spontan auf die Aufstellung der Preußen taktisch zu reagieren.

Als Mutmacher nach der zweiten Saisonniederlage am vergangenen Freitag taugt dem VfL die Reaktion auf die erste Pleite zu Hause gegen den Karlsruher SC. „Damals haben wir danach in Zwickau unsere Serie gestartet, mit einer starken Auswärtsleistung und einem verdienten Sieg“, erinnerte sich Thioune, der auf den gleichen Kader bauen kann wie zuletzt.

So wollen sie spielen:

Preußen Münster: Schulze-Niehoff - Schweers, Kittner, Scherder - Menig, Rodrigues Pires, Klingenburg, Heidemann - Kobylanski - P. Hoffmann, Akono

VfL Osnabrück: Körber - Renneke, Susac, Trapp, Engel - U. Taffertshofer, Blacha - Heider, Alvarez - Farrona Pulido - Girth

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