Fußball: 2. Bundesliga
VfL Osnabrück: Voller Fokus auf Kiel

Osnabrück -

Den VfB Stuttgart geschlagen (1:0), den Hamburger SV geschlagen (2:1) – dem VfL Osnabrück liegen die großen Namen in der 2. Fußball-Bundesliga.

Dienstag, 03.12.2019, 19:00 Uhr
David Blacha (Mitte) freut sich über sein Tor gegen den HSV – ein Duell mit Pokalspielcharakter für Blacha. Am kommenden Samstag will der VfL in Kiel nachlegen.
David Blacha (Mitte) freut sich über sein Tor gegen den HSV – ein Duell mit Pokalspielcharakter für Blacha. Am kommenden Samstag will der VfL in Kiel nachlegen. Foto: Mareike Stratmann

„Klar, es ist viel ekliger, gegen Wiesbaden zu spielen als gegen den HSV , aber wir versuchen, alle gleich anzunehmen“, betonte Innenverteidiger Adam Sušac, dass die Lila-Weißen nicht nur gegen die Topteams fokussiert sein wollen.„Ein Duell mit dem HSV hat Pokalspielcharakter“, sagte Kapitän David Blacha , „aber wir haben es uns in der vergangenen Saison erarbeitet, dass wir nicht nur im Pokal auf solche Gegner treffen, sondern dass wir uns in der Liga mit ihnen messen können“. Beim Mittelfeldspieler schwang der Stolz über das erreichte Niveau mit, aber auch eine andere Botschaft schimmerte durch: Der „große HSV“ ist zwar ein besonderer Gegner, aber „es war tatsächlich ein Spiel um drei Punkte“, betonte Blacha. Und um die geht es auch in den kommenden Spielen – auch wenn die Gegner dann vielleicht etwas weniger prestigeträchtige Namen haben.

„Wenn wir die gleiche Arbeit abliefern wie gegen den HSV, haben wir auch in Kiel Chancen, das Spiel zu gewinnen. Aber wir starten wieder bei Null“, war sich Joost van Aken bewusst. Der Innenverteidiger sieht keine Gefahr, dass der VfL nach zwei Heimspiel-Feiertagen den Fokus verlieren könnte. „Das ist in unserer Mannschaft kein Problem. Wir stehen mit beiden Füßen auf dem Boden.“

Diese Einstellung ist ganz nach dem Geschmack von VfL-Sportdirektor Benjamin Schmedes , der für den Klassenerhalt eine „imaginäre 40-Punkte-Marke am Ende der Saison“ im Hinterkopf hat: „Mit jedem Sieg – egal gegen wen – kommen wir dieser Marke näher. Von daher nehmen wir die Punkte gern.“ Es sei „natürlich gut“, dass der VfL kurz vor dem Ende der Hinrunde schon 20 Zähler gesammelt habe, „aber wir fahren jetzt nach Kiel und wollen da wieder was Zählbares mitnehmen. Und dann haben wir Dresden zuhause und haben noch Heidenheim. Da wollen wir alles mitnehmen, was wir noch kriegen können. Wir werden das jetzt nicht einstellen, weil wir die Hälfte der Miete im Sack haben.“

Angesichts der Ausgeglichenheit müsse man sowieso „fragen, ob am Ende 40 Punkte reichen bei der Ausgeglichenheit der Liga“, sagte Schmedes und folgerte gewohnt nüchtern: „Wir tun gut daran, jeden einzelnen Punkt mitzunehmen.“

Bei der Mannschaft ist diese Botschaft längst angekommen. „Wir müssen Hamburg ernst nehmen, aber auch Kiel, und wenn dann Dresden kommt, ist es wieder ein genauso schweres Spiel“, sagte Torwart Philipp Kühn. Seit sechs Partien ist der Aufsteiger in der 2. Bundesliga ungeschlagen, aber das und alle öffentliche Euphorie nach dem Sieg gegen den HSV sollen in Kiel nicht zum Leichtsinn verleiten. Es sei auch gar nicht so schwer, sich nun wieder auf eine vermeintlich leichtere Aufgabe zu konzentrieren, versicherte Kühn und hatte dabei ganz bodenständige Ziele im Hinterkopf: „Wir wollen auswärts nicht nur einen, sondern auch mal wieder drei Punkte holen.“

Amenyido fällt lange aus

Er war zuletzt wichtiger Bestandteil des Teams, stand bei den Siegen gegen den VfB Stuttgart und am vergangenen Freitag gegen den Hamburger SV sowie beim 1:1 in Bochum in der Startelf des VfL Osnabrück – aber jetzt fällt er erst einmal aus. Etienne Amenyido wird im Jahr 2019 voraussichtlich nicht mehr für die Lila-Weißen auflaufen können.Zu Beginn der zweiten Halbzeit gegen den Hamburger SV hatte sich der 21-Jährige in einem Zweikampf um den Ball verletzt und konnte trotz mehrerer Versuche nicht mehr weiterspielen. Untersuchungen des linken Fußes ergaben am Montag als Diagnose einen Anriss des linken vorderen Syndesmosebandes. Eine schmerzhafte Verletzung, die Amenyidos Rückkehr in diesem Kalenderjahr laut Vereinsmitteilung wohl unmöglich macht.Demnach fällt der dribbelstarke Offensivspieler für die Zweitliga-Partien in Kiel am kommenden Samstag, im Heimspiel gegen Dresden am 15. Dezember sowie in Heidenheim am letzten Wochenende vor Weihnachten aus.Amenyido war zuletzt ein wichtiger Faktor im VfL-Spiel: Mit seiner Dribbelstärke und seinem Tempo prägte er wichtige Umschaltmomente gerade gegen die Topteams. Nun ist Ruhe für seinen Fuß erforderlich, um schnell die volle Bewegungsfähigkeit im Fußgelenk zurückzuerhalten.

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