Fußball: 2. Bundesliga
Die nächste Heimniederlage für den VfL

Osnabrück -

Der VfL Osnabrück bleibt im Jahr 2020 weiter ohne Sieg in der 2. Fußball-Bundesliga. Die Lila-Weißen unterlagen dem 1. FC Nürnberg mit 0:1. Eine verdiente Niederlage für einen viel zu passiv auftretenden Gastgeber.

Sonntag, 09.02.2020, 17:58 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 11:44 Uhr
Moritz Heyer (links), hier im Zweikampf mit Nürnbergs Tim Henry Handwerker, vergab nach einer Ecke den möglichen Ausgleich für den VfL.
Moritz Heyer (links), hier im Zweikampf mit Nürnbergs Tim Henry Handwerker, vergab nach einer Ecke den möglichen Ausgleich für den VfL. Foto: Tobias Mönninghoff

Gegenüber dem Auftritt beim SV Darmstadt 98 hatte VfL-Trainer Daniel Thioune seine Startelf ein wenig verändert. David Blacha fehlte nach seiner Gelb-Roten-Karte sowieso, und Felix Agu musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Dafür rückten Kevin Wolze und Lukas Gugganig ins Startaufgebot. Auf der Torwartposition entschied sich das Trainerteam erneut für Nils Körber. Auf den weiteren Positionen sah es taktisch wie folgt aus: In der 4-2-3-1-Grundordnung bildeten Bashkim Ajdini, Gugganig, Joost van Aken und Wolze die Viererkette in der Defensive. Auf den Sechserpositionen starteten Ulrich Taffertshofer und Moritz Heyer . Anas Ouahim, Niklas Schmidt , Marcos Álvarez und Benjamin Girth waren für die Abteilung „Attacke“ zuständig. Und ja: „Sheriff“ Taffertshofer trug diesmal die Kapitänsbinde (Marc Heider auf der Bank, Blacha gesperrt).

In den ersten Minuten lief der Ball meistens durch die Reihen im Mittelfeld, gegenseitiges Neutralisieren war angesagt. Die erste Torchance durften die Chronisten in der 14. Minute notieren. Eine Mini-Chance: Nürnbergs Oliver Sorg zog aus 18 Metern ab – kein Problem für Körber. Vier Minuten später versuchte es van Aken in der Box des Gegners mit einem Schuss aus der Drehung – drüber. Ansonsten? weiter viel Leerlauf und gegenseitiges Lauern auf Fehler. Die erste große Chance verbuchte dann der VfL in der 30. Minute: Ajdini-Vorarbeit für Schmidt, Schuss aus 16 Metern – knapp vorbei. Die Gäste verbuchten in der 35. Minute einen gefährlichen Standard für sich: Der Freistoß von Johannes Geis aus 25 Metern landete knapp neben dem Osnabrücker Tor. Das Spiel nahm nun etwas Fahrt auf. Ajdini legte für Girth auf, der wie in Darmstadt mit der Brust vollstrecken wollte – diesmal aber am Pfosten scheiterte (37.). Das war‘s dann aber auch schon wieder. 0:0 zur Halbzeit.

Nach der Pause sollte sich zunächst nur wenig ändern: kaum Torraumszenen, das Motto auf beiden Seiten: Zurückhaltung und da sein, wenn der Gegner Fehler macht. Nun ja, und die VfL-Defensive patzte nach einer Stunde mit empfindlichen Folgen: Fabian Nürnberger konnte ungehindert flanken, Hanno Behrens war per Kopf zur Stelle und markierte das 1:0 für den FCN. Die Quittung für Osnabrücker Passivität. Thioune reagierte nach 67 Minuten: Für Schmidt kam Neuzugang Assan Ceesay. Neuer Angriffsschwung? Fehlanzeige. Der VfL fand weiter keine geeigneten Mittel gegen die keineswegs souverän auftretenden Nürnberger. Viel Stückwerk, keine zündenden Ideen. Vielleicht ein gefährlicher Standard? Nach einer Ecke von Álvarez stand Heyer passend, sein Kopfball strich aber am Nürnberger Tor vorbei (74.). Wieder nichts. Nürnbergs Robin Hack hatte in der Schlussphase zwei gute Gelegenheiten, dem VfL den endgültigen K. o. zu versetzen. Kurzum: eine verdiente Niederlage.

„Die erste Halbzeit hatten wir den Gegner im Griff, wir haben wenig zugelassen und hatten selbst zwei Chancen, um in Führung zu gehen. Die zweite Halbzeit verlief ausgeglichen - und abgesehen von den Kontern am Ende hatte Nürnberg eigentlich nur eine Halbchance, aber die dann genutzt“, meinte VfL-Spieler Moritz Heyer. „Für uns ist es wichtig, dass wir jetzt langsam mal wieder dreimal punkten, idealerweise schon am nächsten Sonntag in Karlsruhe.“

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