2. Liga: Enttäuschendes 0:0 gegen Erzgebirge Aue
VfL Osnabrück nur 0:0 gegen Aue

Osnabrück -

Der VfL Osnabrück tritt auf der Stelle in der 2. Bundesliga. Gegen den FC Erzgebirge Aue reichte es am Freitagabend nur zu einem mageren 0:0-Remis. Dabei ergab sich dem VfL wenige Augenblicke vor dem Abpfiff die riesengroße Chance auf den Sieg.

Freitag, 21.02.2020, 21:56 Uhr
Dimitrij Nazarov (links) und der Osnabrücker Marc Heider besaßen Einschussmöglichkeiten, ins Schwarze trafen sie wie ihre Kollegen in einem schwachen Spiel aber auch nicht.
Dimitrij Nazarov (links) und der Osnabrücker Marc Heider besaßen Einschussmöglichkeiten, ins Schwarze trafen sie wie ihre Kollegen in einem schwachen Spiel aber auch nicht. Foto: dpa

Die guter Nachricht vorab: Der VfL Osnabrück hat das Spiel am Freitagabend gegen Erzgebirge Aue von 14014 Zuschauern an der Bremer Brücke mit elf Spielern beendet. Das war ja zuletzt in vier von fünf Partien nicht so. Aber die Lila-Weißen können anscheinend auch nicht mehr gewinnen. 0:0 trennte sich die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune von den Sachsen und ist damit seit sechs Spielen ohne Sieg.

Einen Gewinner hätte die Partie auch nicht verdient gehabt. Nach einer insgesamt ereignislosen ersten Halbzeit wurde es im zweiten Durchgang zwar ein wenig abwechslungsreicher, fußballerische Feinkost wurde den Zuschauern aber nicht geboten. „Wir wollten nichts ins offene Messerlaufen, haben deshalb sehr kompakt gestanden“, gab der ehemalige Osnabrücker Pascal Testroet aus Auer Sicht zu Protokoll. Der Wille war den Hausherren gewiss nicht abzusprechen, aber vor dem gegnerischen Tor fehlten dem VfL die zündenden Ideen. „Es war auch unsere eigene Dummheit“, nahm Marcos Alvarez kein Blatt vor den Mund. „Bei uns hat der letzte Pass gefehlt und auch die Kaltschnäuzigkeit vor des Gegner Tor.“

Der VfL legte mit zwei Veränderungen in der Startelf gegenüber dem 1:1 vor einer Woche in Karlsruhe los. Für den rotgesperrten Ceesay spielte Alvarez in vorderster Front. van Aken hatte sich in Baden eine Gehirnerschütterung zugezogen und wurde durch Maurice Trapp ersetzt.

Beide Mannschaften waren in 2020 nicht gerade vom Glück verfolgt und waren noch sieglos. Entsprechend fehlte das Selbstvertrauen. Die Gäste zogen einen Abwehrriegel auf und schienen das 0:0 von Beginn an halten zu wollen.

Da Aue zudem die Räume und Passwege geschickt dicht machte und dem VfL die zündenden Ideen fehlten, entwickelte sich eine zähe Partie mit wenigen Höhepunkten. Spektakulärste Aktion war noch der Versuch von Marc Heider, den Ball nach Pass von Moritz Heyer mit der Hacke über die Linie zu befördern. Die Lila-Weißen waren die aktivere Mannschaft, ohne aber wirklich für Gefahr zu sorgen. Aue fand offensiv so gut wie gar nicht statt.

Im zweiten Durchgang ging es durchaus furios los. Ein Freistoß für Aue direkt an der Strafraumgrenze sorgte für Gefahr vor dem Tor von VfL-Keeper Philip Kühn. Der parierte den Freistoß von Nazarov jedoch glänzend. Danach verfielen beide Mannschaften wieder in die vor der Pause an den Tag gelegte Lethargie. Torraumszenen oder gar zwingende Chancen gab es nicht, obwohl Trainer Daniel Thioune mit Benjamin Girth für Ulrich Taffertshofer und Enes Ouahim für Gugganing jeweils offensiv wechselte. Wirklich warm konnte es den Zuschauern nicht werden, dabei gaben die lila-weißen Zuschauer alles und sorgten für gute Stimmung.

Um ein Haar wäre die VfL-Glückseligkeit dann doch noch hochgeprescht. In der Nachspielzeit tankte sich Felix Agu auf der linken Seite durch und passte zu Girth. Der tauchte völlig frei im Auer Strafraum auf und brauchte nur noch einzuschieben. Der Mittelstürmer scheiterte jedoch an Gäste-Keeper Männel. Diese Szene passte zum gestrigen Abend, an dem dem VfL nicht wirklich etwas gelingen wollte.

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