Regionalliga: Lottes Trainer zieht positives Fazit nach 1:1 bei RWO
SF Lotte: Atalan sieht klare Fortschritte

Lotte -

Alles in allem war es ein leistungsgerechtes Ergebnis, das 1:1 der Sportfreunde Lotte bei Rot-Weiß Oberhausen. Doch im Nachhinein ärgerte sich vor allem einer über die vertane Chance, einen Sieg mitzunehmen.

Sonntag, 23.02.2020, 20:06 Uhr aktualisiert: 24.02.2020, 17:18 Uhr
Jegor Jagupov hatte in der 93. Minute Lottes Siegtreffer auf dem Fuß, doch er verzog knapp
Jegor Jagupov hatte in der 93. Minute Lottes Siegtreffer auf dem Fuß, doch er verzog knapp Foto: Manfred Mrugalla

Den Schlusspunkt beim 1:1 zwischen den Sportfreunden Lotte und RW Oberhausen in der Fußball-Regionalliga setzte SFL-Stürmer Jegor Jagupov. In der 93. Minute hatte der 24-Jährige die große Chance zum Siegtreffer. Doch aus elf Metern drosch er das Leder über das Tor. „Wir müssen das 2:1 machen“, ärgerte sich SFL-Trainer Ismail Atalan . „Du musst nur das Tor treffen.“ Einen Vorwurf wollte er Jagupov aber nicht machen. „Ich glaube, der Junge ärgert sich am meisten.“

Es waren jeweils die Minuten zu Beginn der Halbzeiten, in denen es besonders zur Sache ging und in denen auch die beiden Treffer fielen. Der Spielbeginn gehörte dabei den Sportfreunden. „Wir wollten hier in Führung gehen“, sagte Atalan. Eine Raute im Mittelfeld sollte für das nötige Überraschungsmoment sorgen. Der Plan ging auf. Lotte dominierte das Spiel zunächst und ging nach einem Foulelfmeter durch Timo Brauer in Führung (14.). „Wir haben in der ersten Halbzeit richtig gut gespielt“, sagte der Torschütze. „Oberhausen hatte keine Chance und wir sind verdient in Führung gegangen“. Doch Lotte verpasste es, einen weiteren Treffer nachzulegen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Oberhausen einen weiteren Stürmer und stellte Lottes Abwehrspieler mit langen Bällen vor Probleme. Der verdiente Ausgleich fiel schließlich in der 58. Minute, ebenfalls nach einem Foulelfmeter. RWO-Stürmer Raphael Steinmetz verwandelte. „Wir wussten, dass die Oberhausener primär lange Bälle spielen“, sagte Brauer nach dem Abpfiff und ärgerte sich über den Elfmeter. „Es war mal wieder ein blöder Fehler. Wir bestrafen uns eigentlich immer selber.“ Nachdem Atalan auf eine Dreierkette umgestellt hatte – Tim Wendel kam für Leon Demaj (63.) – verteidigte die Abwehr die langen Bälle besser und Lotte fand Lotte wieder ins Spiel. „Wir haben, was die Größe angeht, einen Nachteil“, sagte Atalan. „Ich hatte das Gefühl, die Oberhausener Stürmer werden immer größer.“ Trotz der vergebenen Topchance in der Nachspielzeit bewertete Atalan das Unentschieden gegen das Spitzenteam letztlich als gerecht. Seiner Mannschaft bescheinigte er eine „unfassbare Entwicklung. Es wird von Woche zu Woche immer besser“, sagte der 39-jährige Fußballlehrer mit Blick auf den Spielaufbau.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7287731?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57547%2F
Nachrichten-Ticker