Volleyball: Tecklenburger Land Volleys beenden die Spielzeit der 3. Liga als Tabellenfünfter
Keller findet Saisonabbruch richtig

Tecklenburger Land -

Die Tecklenburger Land Volleys beenden die Saison nach dem Abbruch der Spielzeit auf dem fünften Tabellenplatz. „Ob am Ende eine bessere Platzierung möglich gewesen wäre, darüber lässt sich nur spekulieren“, sagt Zuspieler Sebastian Gartemann.

Sonntag, 22.03.2020, 16:40 Uhr aktualisiert: 26.03.2020, 15:22 Uhr
Fabian Stroot (links) und die Tebu Volleys belegen nach Beendigung der Saison den fünften Platz in der 3. Liga.
Fabian Stroot (links) und die Tebu Volleys belegen nach Beendigung der Saison den fünften Platz in der 3. Liga. Foto: Stefan Daviter

Vier Spieltage in der 3. Volleyball-Liga hatten die Tecklenburger Land Volleys eigentlich noch zu absolvieren. Dazu kommt es bekanntlich nicht mehr, denn die Saison wurde aufgrund des Coronavirus vor einer guten Woche abgebrochen. Also beenden die Tebus eine Saison mit einigen Aufs und Abs und verhältnismäßig vielen Verletzungen auf dem fünften Tabellenplatz.

Als für die Tebus feststand, dass sie weder mit dem Auf- noch mit dem Abstieg etwas zu tun haben werden, setzten sie sich noch den dritten Tabellenplatz als Saisonziel.

Spekulation

„Ob am Ende eine bessere Platzierung möglich gewesen wäre, darüber lässt sich nur spekulieren“, sagt Zuspieler Sebastian Gartemann . Auf dem Programm standen noch die Heimspiele gegen den Tabellenzweiten Delbrück und das bereits als Absteiger feststehende Team von ART Düsseldorf sowie die Auswärtspartien beim Tabellenvierten SF Aligse und beim Tabellensiebten TV Hörde. Der Rückstand auf Aligse beträgt in der Tabelle drei Punkte, der auf den Dritten Köln sieben Zähler, wobei die Kölner ein Spiel mehr absolviert haben. „Letztlich kann man, so wie die Saison personell verlaufen ist, zufrieden sein“, sagt Sebastian Gartemann.

Lizenzgebühren

Nicht zufrieden damit, dass die Saison vorzeitig abgebrochen wurde, ist Tebu-Manager Karlo Keller . Zumindest aus finanziellen Gründen. Die Einnahmen aus den letzten beiden Heimspielen fehlen, während die Kosten, unter anderem für Trainer und gezahlte Lizenzgebühren, nicht weniger werden. „Volleyball ist eine Sportart, die sich über Zuschauer finanziert“, so Keller. Und anders als andere Vereine der 3. Liga können sich die Tebus über mangelndes Zuschauerinteresse nicht beklagen.

Dennoch steht natürlich auch Karlo Keller voll und ganz hinter der Entscheidung, die Saison zu beenden: „Ich finde es richtig, dass man das konsequent und sofort gemacht hat.“ Ein Saisonabbruch sei auch besser, als gegebenenfalls ohne Zuschauer zu spielen. Zwar habe man bei den Tebus kurzzeitig überlegt, „Geisterspiele“ im Netz zu übertragen, aber: „Es gehört einfach Atmosphäre dazu.“

Absteiger

Was der Saisonabbruch für die Auf- und Abstiegsregelungen in den verschiedenen Ligen bedeutet und wie die 3. Liga in der kommenden Saison aussieht, dazu kann Karlo Keller noch nichts sagen. Sicher ist, dass die Tebus als Tabellenfünfter auch in der kommenden Saison in der 3. Liga spielen. Aufsteiger dürfte der Tabellenzweite DJK Delbrück sein, der als einziger die Lizensierung für die 2. Liga beantragt hatte. Mit ART Düsseldorf, dem VfL Lintorf und den Solingen Volleys standen die drei Absteiger aus der 3. Liga zwar eigentlich schon fest, das ist in anderen Ligen aber nicht der Fall. Daher könnte Karlo Keller sich vorstellen, dass es keine Absteiger gibt und die Ligen aufgestockt werden, was in der darauffolgenden Saison dann einen vermehrten Abstieg zur Folge haben könnte.

Die Planungen für die kommende Saison laufen bei den Tebus bereits seit Ende Dezember. Zurzeit geht Karlo Keller davon aus, dass alle Spieler der jetzt beendeten Saison auch in der kommenden wieder zur Verfügung stehen: „Ich habe noch von keinem gehört, dass er nicht weitermacht.“ Zurzeit sei aber erst einmal „Ruhe im Karton“, wie der Manager sagt: „Wir werden erst einmal bis nach Ostern warten und uns dann noch mal zusammensetzen.“

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