Regionalliga West: Sportfreunde Lotte gegen Alemannia Aachen
Die Flut an Gegentoren eindämmen

Lotte -

Die Sportfreunde Lotte geraten im Kampf um den Klassenerhalt immer stärker unter Zugzwang. Gegen Ende der Hinrunde werden die Aufgaben nicht leichter. Am Mittwochabend geht es Alemannia Aachen.

Dienstag, 24.11.2020, 15:04 Uhr
Lang ist es her: Zuletzt hatten die Sportfreunde Lotte nach dem 3:2-Sieg gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach am 17. Oktober Grund zum Jubeln. Stellt sich am Mittwochabend im Spiel gegen Alemannia Aachen endlich wieder ein Erfolgserlebnis ein?
Lang ist es her: Zuletzt hatten die Sportfreunde Lotte nach dem 3:2-Sieg gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach am 17. Oktober Grund zum Jubeln. Stellt sich am Mittwochabend im Spiel gegen Alemannia Aachen endlich wieder ein Erfolgserlebnis ein? Foto: Manfred Mrugalla

Fußball in der Regionalliga West – für die Sportfreunde Lotte ist es in zunehmendem Maße ein schwieriges Geschäft. Fünf Spiele bleiben dem Team noch, um in der Hinrunde der 4. Liga das rettende Ufer nicht aus den Augen zu verlieren. Doch die Her­ausforderungen werden anspruchsvoller. Am Mittwoch stehen die Blau-Weißen im Heimspiel gegen Alemannia Aachen vor einer weiteren Herkulesaufgabe.

Die Sportfreunde hatten nicht viel Zeit, die Ursachen für die am vergangenen Samstag erlittene 0:2-Niederlage beim Wuppertaler SV aufzuarbeiten. Eine verschlafene erste Halbzeit brachte den heimischen Viertligisten rasch auf die Verliererstraße, und die Erkenntnisse, die Imke Wübbenhorst aus diesem Auftritt zog, waren so neu nicht. „Wenn jeder Einzelne von uns einen guten Tag hat, sind wir konkurrenzfähig“, sagte die SF-Trainerin. „Wenn aber auch nur zwei nicht bei 100 Prozent sind, dann reicht es nicht.“

So stereotyp diese Analyse auch klingt – sie trifft den Kern. Es ist eine Frage der Einstellung, aber auch der Qualität, die sich bei den Sportfreunden stets aufs Neue stellt. Einiges haben sie schon probiert in den 15 Punktspielen dieser in jeder Hinsicht schwierigen Saison. Mal versuchten es die Lotteraner mit Angriffspressing, dann mit einer defensiveren Ausrichtung – mal schickte die Trainerin ihre Elf mit einer Viererkette ins Spiel, dann mit einer Dreierkette mit drei Innenverteidigern, die durch zwei Außenverteidiger zu einer Fünferkette ergänzt wurde. Sämtliche Varianten brachten keinen nachhaltigen Erfolg. 35 kassierte Treffer zeigen das grundlegende Problem auf, das die Sportfreunde bis heute nicht in den Griff bekommen haben. Das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft ist im Moment die größte Baustelle. Der Schlüssel zum Klassenerhalt liegt vornehmlich darin, diese zu beseitigen.

Bezüglich der taktischen Ausrichtung scheint das Blatt ausgereizt. Es bleibt noch die Chance, mit Personalwechsel an der einen oder anderen Stellschraube zu drehen. In dieser Hinsicht schöpfen die Sportfreunde immerhin aus dem Vollen. In Wuppertal verzichtete die Trainerin auf Sertan Yegenoglu, Bennet van den Berg und Exauce Andzouana, die nicht im Kader standen. Wübbenhorst wollte sich erst nach dem Abschlusstraining am Dienstagabend entscheiden, welches Personal sie aufbietet. „Der komplette Kader steht zur Verfügung“, sagt die Trainerin.

Tatsächlich wird es darauf ankommen, gegen Alemannia Aachen sämtliche Kräfte zu bündeln. Der Traditionsverein verzeichnete zuletzt in den Vergleichen gegen Fortuna Köln (0:1) und die U 23 des 1. FC Köln (0:0) zwar keinen Torerfolg. Doch vor der Niederlage gegen Fortuna blieben die Aachener in sieben Spielen unbesiegt. Da die Alemannia bislang nur zehn Pflichtspiele absolviert hat, bietet sich ihr in den bevorstehenden Nachholspielen tabellarisch die Chance, das Feld von hinten aufzurollen. Mit Simon Seferings und Oguzhan Aydogan gaben vor einer Woche zwei Neuzugänge ihr Debüt am Tivoli.

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7692570?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57547%2F
Nachrichten-Ticker