Fußball: Geht es vielleicht schon am 25. April wieder los?
Noch kein fixer Termin für Re-Start

Tecklenburger Land -

Ja, wann denn nu? In den vergangenen Tagen geisterte die Nachricht durch die Medien, dass am 2. Mai als fixer Termin der Re-Start der Fußballsaison für alle Spielklassen ab Oberliga abwärts erfolgen würde. Dem ist allerdings nicht so. Zumindest nicht ganz.

Freitag, 12.03.2021, 18:18 Uhr aktualisiert: 12.03.2021, 18:22 Uhr
Hoffnungsschimmer: Ab 25. April oder
Hoffnungsschimmer: Ab 25. April oder Foto: Uwe Wolter

„Der 2. Mai könnte ein Termin sein“, stellt Helmut Hettwer , Vorsitzender des Fußballkreises Tecklenburg, klar. „Er ist aber nicht in Stein gemeißelt und keineswegs festgelegt.“

In einer Videokonferenz der Oberliga-Vertreter am Dienstagabend hatte Manfred Schnieders , Vize-Präsident des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes, mit dem 2. Mai einen möglichen Wiedereinstiegstermin für den Amateurfußballgenannt. Voraussetzung dafür ist ein durchgängiger Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen unter 100 bis zum anvisierten Trainingsstart am 5. April. Stand jetzt sehen die geplanten Öffnungsschritte der Bundes- und Landesregierung vor, dass ab Ostermontag Kontaktsport im Freien wieder möglich ist. Kinder bis einschließlich 14 Jahre dürfen seit dem 8. März bekanntlich mit bis zu 20 Personen bereits wieder mit Kontakt trainieren.

In einer Videokonferenz der 29 Kreisvorsitzenden des FLVW am Donnerstagabend wurden alle Punkte für einen Re-Start noch einmal erläutert, nachzulesen auch auf der FLVW-Homepage. „Für uns hat sich dabei eigentlich nicht viel verändert“, versichert Hettwer.

Die Kreisvertreter waren sich einig, dass den Vereinen nach der langen dann über fünfmonatigen Zwangspause eine angemessene Zeit zum Training unter Wettkampfbedingungen – sprich: mit der gesamten Mannschaft und mit Kontakt – gewährt werden muss. Rund vier Wochen wurden dafür eingeräumt.

Die Vereinsdelegierten des Kreises Tecklenburg hatten sich dagegen jüngst auf eine Vorbereitungszeit von zwei bis drei Wochen geeinigt. Rein theoretisch könnte es demnach im TE-Land nach einem erfolgten regulären Trainingsstart am 5. Aprilalso schon am 25. April wieder losgehen.

„Das ist denkbar, ja“, sagt Hettwer, „aber darauf sollte uns niemand festnageln“, und verweist wieder auf die Inzidenzzahlen, die stabil unter 100 liegen müssen. Zudem stehe immer zu befürchten, dass einzelne Kommunen die Plätze eben nicht für den Spielbetrieb freigeben oder auch wieder schließen.

Weitere Informationen dürfte die Bund-Länder-Konferenz am 22. März ergeben, bei der Lockerungsschritte und Verordnungen gegebenenfalls angepasst werden sollen.

Wie der FLVW möchte auch der Fußballkreis Tecklenburg die Saison nicht vorzeitig abbrechen. Ziel bleibe es laut Helmut Hettwer weiterhin, zumindest die Hinrunde, also 50 Prozent der Spiele, zu absolvieren, um eine Wertung vornehmen zu können.Sollten gestiegene Infektionszahlen allerdings eine längere Pause erfordern, wird es problematisch, bis Ende Juni auf 50 Prozent der Spiele zu kommen.

Der FLVW wird auf keinen Fall die Saison über den 30. Juni hinaus verlängern, zumal am 5. Juli in Nordrhein-Westfalen bereits die Sommerferien beginnen. Manfred Schnieders begründet: „Da wäre zum einen die Vertragssituation. Verträge von Vertragsspielern laufen bis zum 30. Juni. Spielen diese Akteure auch noch im Juli für ihren Club, verlängert sich die Laufzeit automatisch.“ Außerdem soll die neue Spielzeit im August 2021 starten.

Der Niedersächsische Fußball-Verband (NFV) indes geht anders vor. Der hat vorsorglich eine Verlängerung der aktuellen Saison bis zum 22. Juli beschlossen. Erst dann beginnen in Niedersachsen die Sommerferien. Damit sorgt der NFV für einen Puffer. Gleichzeitig gehen die Fußballer im Nachbarland nach wie vor von einer Rückkehr zum Spielbetrieb bis spätestens Anfang April aus.

Ein vorzeitiger Saisonabbruch wie in anderen Sportarten ist allein aus juristischen Gründen nicht möglich. Die Organisation des Spielbetriebs ist satzungsgemäße Kernaufgabe des FLVW, weswegen der Verband – soweit es möglich ist – den Spielbetrieb für seine Mitgliedsvereine anbieten muss.

Auch wenn der Fußballkreis Tecklenburg nicht abhängig ist von den höheren Ligen und einen eigenen Terminplan verfolgen kann, wird es Absprachen mit den überkreislichen Staffelleitern geben. Helmut Hettwer bleibt in jedem Fall zuversichtlich,die Saison - zumindest zu 50 Prozent - zu Ende spielen zu können. „Und das planen wir ohne Mittwoch-Spiele“, macht der Kreisvorsitzende deutlich. Dafür sind aber alle Sonn- und Feiertage als Spieltermine gesetzt. Auch wenn der normale Spielbetrieb wieder in Gang kommen sollte, sämtliche Turniere bleiben bis zum 30. Juni untersagt.

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