2. Bundesliga: VfL-Stürmer Grot muss noch warten
Offensivspieler Amenyido: Schritt für Schritt zurück

Osnabrück -

Beim Karlsruher SC, dem kommenden Gegner des VfL Osnabrück, sorgte am Dienstag die Nachricht eines positiven Corona-Tests zwischenzeitlich für Unruhe. Am Nachmittag gab es Entwarnung in Form eines negativen Nachtests.

Mittwoch, 31.03.2021, 17:32 Uhr aktualisiert: 01.04.2021, 21:54 Uhr
Etienne Amenyido (am Ball) will nach langer Verletzunspause wieder
Etienne Amenyido (am Ball) will nach langer Verletzunspause wieder Foto: Tobias Mönninghoff

Dessen ungeachtet, bereiten sich die lila-weißen Zweitliga-Fußballer auf die am Samstag (13 Uhr) anstehende Aufgabe beim Tabellenfünften in Baden vor – und ein Duo könnte schon wieder helfen, den Abwärtstrend zu stoppen.

Ein alleiniger Heilsbringer werde Jay-Roy Grot nicht sein, bremste VfL-Trainer Markus Feldhoff bereits vergangene Woche nach dem Testspiel gegen Viktoria Köln (3:3) die Erwartungen und bescheinigte dem Stürmer zwar „Riesenpotenzial“, aber nach gesundheitlichen Rückschlägen auch noch einen längeren Genesungsweg. „Wenn er uns irgendwann helfen kann, ist das super“, hatte Feldhoff erklärt.

Der 23-jährige Niederländer, der Anfang Februar von Leeds United zum VfL gewechselt war und mit seinen 1,93 Meter für zusätzliche Präsenz im Angriff sorgen soll, sagte auf Anfrage, das Testspiel gegen Köln sei mit „gemischten Gefühlen“ verbunden gewesen: „Ich war sehr froh, dass ich wieder mal auf dem Feld gestanden habe, aber es war auch ein ungewohntes Gefühl, an das ich mich erst wieder gewöhnen muss. Mein letztes Spiel ist über ein Jahr her.“ Er müsse nach der langen Wettkampfpause noch „von Woche zu Woche gucken, wie es geht und wie ich auf die Belastung reagiere“. Deshalb wisse er auch noch nicht, wann es für einen Einsatz in der 2. Bundesliga reicht. „Ich glaube nicht, dass ich schon im nächsten Spiel dabei sein kann. Das wäre ein bisschen zu früh. Ich muss leider noch etwas warten.“

Weiter sind die wieder genesenen David Blacha und Etienne Amenyido, die nach rund einem (Blacha) beziehungsweise fast zwei Monaten Verletzungspause (Amenyido) wieder Akzente setzen könnten. Offensiv wäre das vor allem ein Auftrag für Amenyido, der vor seinem Ausfall jedoch nicht in Topform war. „Es lief nicht so berauschend für mich, aber daran denke ich gar nicht mehr viel. Ich gucke nur nach vorne“, sagte der 23-Jährige, der mit zwei Toren und drei Vorlagen in den ersten neun Spielen noch auffällig in Erscheinung getreten war.

Nach dem Spiel in Hannover Anfang Februar stoppte ihn eine Adduktorenverletzung. Auch das Schambein sei betroffen gewesen. „Da muss man aufpassen, dass man in der Reha und bei der Rückkehr auf den Platz nicht zu schnell zu viel macht. Vielleicht hätte ich schon beim letzten Ligaspiel gegen St. Pauli dabei sein können, aber das Risiko wäre noch zu hoch gewesen. Es war gut, dass ich das Testspiel gegen Viktoria Köln hatte, um es noch mal anzutesten“, sagt Amenyido, der neben der Reha in Osnabrück auch in Rostock und Berlin zur ärztlichen Behandlung war. „Danach hatte ich keine Probleme mehr, aber man darf nicht gleich von Null auf 100 belasten. Ich habe mich Schritt für Schritt steigern müssen“, sagt er. Aktueller Stand: „Es fühlt sich wirklich gut an.“

Auch im Kampf um den Klassenerhalt ist Amenyido zuversichtlich. „Wenn man die letzten Spiele gesehen hat, hat man vor allem auch gesehen, dass sich die Mannschaft nie aufgegeben hat. Man merkt die Intensität auch im Training: Jeder ist gewillt, in der Liga zu bleiben.“

Solche Sorgen gibt es beim Tabellenfünften in Karlsruhe derzeit nicht, und auch die Corona-Unruhe legte sich am Dienstag schnell wieder. Nach einem positiven Schnelltest hatte sich der betroffene Spieler in häusliche Quarantäne begeben, bevor ein negativer Nachtest Klarheit brachte. Statt zu trainieren, wurde das gesamte Team am Dienstagmorgen getestet – mit ebenfalls negativen Befunden. Unabhängig vom Verdachtsfall beim KSC müssen alle Erst- und Zweitligisten ab Donnerstag an jedem Trainingstag Schnelltests absolvieren.

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