Telgte
„Mein Ziel ist olympisches Gold“

Donnerstag, 29.11.2007, 19:11 Uhr

Ostbevern . Martin Richenhagen aus Ostbevern ist nach einer Entscheidung des DOKR zum Equipechef der deutschen Dressurmannschaft bei den Olympischen Reiterspielen 2008 in Hongkong gewählt worden. Mit dem Manager unterhielt sich unser Redakteur Thomas Biniossek über seine neue Aufgabe.

Herr Richenhagen, welche Voraussetzungen bringen Sie mit, um als Equipe-Chef der deutschen Dressurreiter bei Olympia tätig zu werden?

Martin Richenhagen: Als aktiver Dressurreiter konnte ich die Leistungsklasse 2 erreichen. Außerdem habe ich bereits als Student die Bereiterprüfung absolviert und habe mir mit der Ausbildung von Dressurpferden mein Studium finanziert. Seit einigen Jahren bin ich internationaler Grand-Prix-Richter der FEI.

Woher nehmen Sie sich die Zeit, neben Ihrem Beruf als Vorstandsvorsitzender des weltweit operierenden Landmaschinenkonzerns von AGCO einen solchen „Job“ zu machen?

Richenhagen: Die Zeit für diese neue Herausforderung gewinne ich dadurch, dass ich meine Richtertätigkeit ganz stark reduzieren werde, da sich dies schlecht mit der Aufgabe des Teamchefs verbinden lässt. Dressurpferde sind das große Hobby meiner ganzen Familie.

Was sind exakt die Aufgaben, die Sie als Equipe-Chef übernehmen?

Richenhagen: Der Equipe-Chef betreut und vertritt die deutsche Mannschaft bei großen Championaten. Mein erster Einsatz wird beim CHIO in Aachen sein.

Sie haben noch immer einen Wohnsitz in Ostbevern. Wie oft ist es Ihnen und Ihrer Frau möglich, in die Bevergemeinde zu kommen?

Richenhagen: Wir sind regelmäßig in Ostbevern und behalten so den Kontakt zu unseren vielen Freunden im Kreis Warendorf. Aus der Ferne erkennt man viel leichter die große Lebensqualität des schönen Münsterlands.

Sie sind der einzige Deutsche in der Funktion eines Vorstandsvorsitzenden einer der 500 bedeutensten US-Konzerne, nun kommt das Amt des Equipe-Chefs der deutschen Dressurreiter hinzu. Was folgt danach?

Richenhagen: Mit Engagement, messbaren Leistungen und dem notwendigen Glück konnte ich einiges erreichen. Nun gilt es, die Füße auf der Erde zu halten und nicht abzuheben. Mein nächstes Ziel ist, mit AGCO acht Milliarden Dollar Umsatz und mit dem Deutschen Dressurteam die Goldmedaille zu erreichen. Mit klassischem Reiten, feiner Hilfengebung, losgelassenen Pferden aus deutscher Zucht kann das deutsche Team aus eigener Kraft erfolgreich sein.

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