Telgte
Kracher in der Beverhalle

Freitag, 30.07.2010, 14:07 Uhr

Ostbevern - An tollem Volleyballsport hat die Beverhalle ja schon so einiges gesehen. Nicht nur weil die BSV-Frauen unter Dominik Münch zwischenzeitlich auf Oberliganiveau spielten, sondern auch wegen der fruchtbaren Partnerschaft mit dem USC Münster, der regelmäßig Testspiele in der Bevergemeinde bestreitet. „Ein Kracher wie dieser ist aber bisher einmalig in der 37-jährigen Abteilungsgeschichte“, so Norbert Horstmann vom BSV. Am 15. August kommen die weiblichen U 19-Nationalmannschaften aus Deutschland und Russland nach Ostbevern, um hier ihren letzten von drei Ländervergleichen gegeneinander zu bestreiten. Knapp 20 Tage später - vom 3. bis 12. September - nehmen beide Teams an der Europameisterschafts-Endrunde in Serbien teil.

„Das wird eine 1A-Veranstaltung“, freute sich Bürgermeister Joachim Schindler bei der gestrigen Pressekonferenz, bei der auch der Vorsitzende des Westdeutschen Volleyballverbandes (WVV), Matthias Fell, und der Referent für Leistungssport beim Deutschen Volleyballverband (DVV), Gerhard Haßler , kräftig die Werbetrommel rührten.

„Das ist ein Gegner, der aufhorchen lässt. Russland ist im Volleyball immer noch eine Großmacht“, sagte Fell, der für den BSV reichlich Vorschusslorbeeren im Gepäck hatte: „Ostbevern stand schon lange auf unserer Liste für so ein Spiel. Das ist eine sehr ordentlich geführte, sehr leistungsorientierte Abteilung. Die Veranstaltungen sind hier immer tipptop organisiert.“ Nicht zu vergessen fanden die Testspiele des USC in Ostbevern auch stets vor vollem Haus statt

Im Blickpunkt des WVV bei der Wahl der Austragungsorte stand natürlich auch die Nähe zu Münster. Am Berg Fidel werden die Nationalmannschaften trainieren und am 13. August erstmals aufeinander treffen. In Gladbeck (14. August) und Ostbevern (15. August) werden dann die weiteren Testspiele ausgetragen.

Wie Gerhard Haßler vom DVV versicherte, erwartet die Zuschauer kein müdes Freundschaftsspiel, sondern eine Begegnung auf Topniveau mit zwei Mannschaften, die viel vorhaben. „Bundestrainer Han Abbing wird so kurz vor der Europameisterschaft nicht mehr experimentieren. Er wird sich schon vorher auf seinen zwölfköpfigen Kader festlegen, der dann auch nach Serbien mitreist.“

Derzeit trainiere die deutsche Mannschaft in Schwerin. Am 10. August kommt sie in Münster an, wo sie laut Haßler ein sehr gutes Umfeld für die Vorbereitungen vorfindet. „Alle Spielerinnen sind schon jetzt heiß auf die europäischen Titelkämpfe.“

Groß sind die Hoffnungen für das Turnier. Nicht nur, weil der aus den Niederlanden stammende Bundestrainer Han Abbing bereits mit der U 20 Weltmeister wurde. Es sind auch riesige Talente im Kader. „Der Trainer will in Serbien und bei der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr mindestens unter die letzten Vier“, so Haßler.

Bis dahin ist es natürlich noch ein weiter Weg. Nach den drei Begegnungen gegen die Russinnen reist die deutsche Auswahl nach Italien, wo sie auf einen weiteren großen Titelfavoriten trifft. Bürgermeister Joachim Schindler drückt dem Team die Daumen: „Es wäre doch toll, wenn die Mannschaft in Ostbevern die Erfahrung sammelt, wie man Europameister wird.“

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