Telgte
Spitzenspiel über fünf Sätze

Sonntag, 15.08.2010, 23:08 Uhr

Ostbevern - Von den ersten beiden Testspielen hatte jede Mannschaft eines gewonnen. In der Beverhalle ging es also um den Sieg des dreitägigen Ländervergleichs zwischen den U 19-Volleyballnationalmannschaften aus Deutschland und Russland - gleichzeitig einer der letzten Tests, bevor beide Teams an der Europameisterschaft in Serbien teilnehmen. An der Organisation war nichts zu mäkeln, die Halle gut besucht und die Stimmung hoffnungsvoll. Die Bühne war demnach bereitet für ein Volleyballfest, das es in Ostbevern so schnell nicht wieder geben wird. Nur die deutsche Nationalmannschaft wollte in den ersten beiden Sätzen nicht so recht mitziehen und ließ sich Zeit, bis sie warm wurde.

Dann aber kam sie mit Macht, und die sportbegeisterten Fans durften doch noch ein Volleyballspiel auf Spitzenniveau genießen, das zudem über die volle Distanz ging. Kleiner Wermutstropfen: Das bessere Ende für sich hatten die Gäste aus Russland, die den Tie-Break knapp mit 15:13 gewannen und somit das dritte Duell an diesem Wochenende mit 3:2 für sich entschieden (25:16, 25:21, 13:25, 23:25, 15:13).

Das aber drückte allenfalls ein bisschen auf die Stimmung. Schließlich stehen die Spiele, auf die es wirklich ankommt, erst bei der kommenden Europameisterschaft an. Die Zuschauer in der Beverhalle durften sich dagegen über eine gute Generalprobe ihrer deutschen Mannschaft freuen. Wenngleich die mit dem Verlust der ersten beiden Sätze einen klassischen Fehlstart hinlegte. Das Team von Bundestrainer Han Abbing kam zu Beginn der Partie nicht so recht aus den Socken, so schien es. Während die Russinnen vom Start weg einen sicheren Eindruck hinterließen und insbesondere bei den Blocks auf dem Posten waren, schlichen sich bei den Deutschen etliche Fehler ein. Beim Stand von 15:8 für die Gäste war klar, dass die Russinnen den ersten Satz deutlich gewinnen würden. Das gleiche Bild im zweiten Durchgang: Mit 3:11 lagen die Gastgeberinnen bereits hinten, als sie endlich den roten Faden in ihrem Spiel fanden. Immerhin auf 20:22 kamen sie noch heran, ehe das Team von Vadim Kiryanov abermals den Sack mit dem ersten Satzball zu machte.

Immerhin wussten Abbings Schützlinge danach, was sie besser machen mussten, und wirkten im dritten Durchgang deutlich stabiler. Nicht nur die Blocks standen plötzlich, auch die Angriffe waren mit einem Mal viel knackiger und daher auch erfolgreicher. Die überraschten Russinnen fanden kein Mittel und schenkten den Satz ab.

Mehr Gegenwehr gab es im vierten, als beide Teams auf Augenhöhe spielten und sich einen sehenswerten Schlagabtausch lieferten - erneut mit dem besseren Ende für Abbing und seine Volleyballerinnen.

Im Tie-Break war die Partie endgültig auf Spitzenniveau angekommen, und die begeisterten Zuschauer erlebten ständig wechselnde Führungen. Am Ende hatten die Russinnen die etwas besseren Nerven und gewannen.

Beide Trainer waren mit der Begegnung aber äußerst zufrieden. „Das war sehr eng“, konstatierte Abbing, der seinem Team einen Platz unter den besten vier bei der EM zutraut, während sein Kollege Kiryanov das „wertvolle Spiel auf höchstem Niveau“ lobte.

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