TV Telgte Handball Junioren
Leistungsliga knapp verpasst

Telgte -

Die A-Jugend aus Telgte schaffte die Hürde zur Handball-Landesliga nicht und muss in dieser Saison in der Kreisliga antreten. Beim ersten Turnier auf Kreisebene konnte sich der älteste Friesen-Nachwuchs hinter dem ASV Senden als zweitbeste Mannschaft im Handballkreis Münster für die weitere Qualifikation um eine Spielklasse im Leistungsbereich zwar durchsetzten, doch das Team von Trainer Frank Schlögl scheitere bei den folgenden Turnieren.

Freitag, 17.07.2015, 13:07 Uhr

Gegen Konkurrenten aus anderen Handballkreisen wurde die direkte Qualifikation für die Landesliga knapp verpasst. Nach einem Unentschieden gegen Ochtrup fehlte ein Punkt (WN berichteten). Hier zeigte sich, dass andere Handballkreise mit der Bildung von Jugendspielgemeinschaften die leistungsorientierten Spieler zentrieren und so einfacher Mannschaften und Spieler im Leistungsbereich der Landesliga oder Oberliga platzieren können.

Die Jugendspielgemeinschaften aus Nettelstedt und Hesselteich-Loxten sowie die Spieler von Arminia Ochtrup qualifizierten sich vor den Friesen direkt für einen Landesligaplatz. Das Schlögl-Team konnte zwar nachfolgend in der zweiten Qualifikationsrunde in Vreden das abschließende Ranglistenturnier erreichen, musste dann aber erkennen, dass andere Handballkreise besser organisiert sind.

Bei der abschließenden dritten Runde in Porta Westfalica trafen die Telgter wieder auf starke Jugend- oder Handballspielgemeinschaften. Die JSG Möllbergen/Barkhausen konnte das Turnier für sich entscheiden und den letzten freien Platz in der Landesliga ergattern.

Die Telgter sind natürlich enttäuscht, auf weil sie wissen, dass nur die Teilnahme an einer Leistungsspielklasse optimal auf den Seniorenbereich vorbereitet. Jährlich bieten die Friesen Nachbarvereinen Konzepte an, um jungen Spielern die Möglichkeit zu geben, den Breitensportbereich zu verlassen. Auf eine vereinsübergreifende Jugendspielgemeinschaft will sich aber kein Verein wirklich einlassen. „Das Ergebnis ist erschreckend“, sagte Ludger Langenberg. Bei der A-Jugend musste sogar der ASV Senden seine Bundesliga- und Oberligaambitionen frühzeitig aufgeben.

„Im Vergleich mit anderen Kreisen ist das Niveau im Handballkreis Münster erschreckend schlecht“ so Männerwart und Vorstandsmitglied Andreas Krause, der ebenfalls beim kreisweiten Nachwuchs beobachtet, dass zwar in vielen Vereinen tolle und ambitionierte Spieler nachwachsen, diese aber in der Menge der Breitensportler untergehen und nicht passend gefördert werden.

Nur neun Vereine aus dem Handballkreis Münster, dem immerhin 34 Vereine angehören, hatten das Ziel ausgegeben, sich bei der A-Jugend für die Bundes-, Ober- oder Landesliga zu qualifizieren. Nur der ASV Senden konnte letztlich die Landesliga erreichen.

„Wir haben probiert, mit talentierten Spielern aus Telgte , Warendorf und Rheine in einer inoffiziellen Spielgemeinschaft an das Niveau der anderen Handballkreise heranzukommen, es aber leider nicht geschafft“, so Jungenwart Frank Börger. „Junge Spieler haben trotz Widerstand aus dem eigenen Verein den Schritt mit Telgte gewagt und wurden leider nicht für den mutigen Versuch belohnt“, so Börger weiter.

Trainer Schlögl gibt zu bedenken, dass unter diesen Bedingungen zum Saisonwechsel immer erst sechs Wochen vor den Turnieren neue Mannschaften gebildet werden können. Neben den individuellen Fehlern fehlte der Mannschaft in den entscheidenden Spielsituationen dann die Erfahrung und Routine. In vereinsübergreifenden Spielgemeinschaften kennen sich die Spieler länger und können eingespielt in den Turnieren ihre Leistung bringen.

In Zusammenarbeit mit den Trainern der Herren, Alpár Jegenyés und Christian Meermeier, wird den Jugendspielern mit dem Doppelspielrecht nun die Möglichkeit gegeben, mehr Erfahrungen im Seniorenbereich zu sammeln.

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