Handball TV Friesen
Ballbeherrschung geht verloren

Telgte -

Das war sicherlich nicht der Saisonabschluss, den sich Friesen-Trainer Christian Meermeier erhofft hatte.

Montag, 15.05.2017, 06:05 Uhr

Kam nicht wie gewohnt zum Zug: Nils Flothkötter erzielte gegen Gremmendorf/Angelmodde nur einen Treffer. Die Konkurrenten trennten sich am Ende mit einem 22:22-Unentschieden.
Kam nicht wie gewohnt zum Zug: Nils Flothkötter erzielte gegen Gremmendorf/Angelmodde nur einen Treffer. Die Konkurrenten trennten sich am Ende mit einem 22:22-Unentschieden. Foto: Biniossek

Das war sicherlich nicht der Saisonabschluss, den sich Friesen-Trainer Christian Meermeier erhofft hatte. Seine Handballer mussten sich in der Begegnung gegen die HSG Gremmendorf /Angelmodde mit einem mageren 22:22 begnügen und verschafften dem Schlusslicht und in die Bezirksliga abgestiegenen Team noch ein kleines Erfolgserlebnis. „Nein, wirklich gut war das nicht“, sagte der Übungsleiter aus der Emsstadt nach einer recht zerfahrenen Begegnung mit vielen vergebenen Torchancen und etlichen technischen Fehlern.

Das allerdings war auch dem geschuldet, dass die Friesen mit einem ungeharzten Ball spielen mussten. Selbst so sichere Schützen wie Niklas Erpenbeck , Raphael Petzold oder Nick Kukuk vergaben in aussichtsreicher Position, brachten das Spielgerät nicht wirklich unter Kontrolle. „Das war schon augenfällig“, sagte Männerwart Andreas Krause. Hinzu kamen zwei Unparteiische, die nicht gerade ihren stärksten Tag erwischt hatten und etliche unverständliche und fragwürdige Entscheidungen trafen.

Spannend war die Partie dennoch, weil sich Gremmendorf richtig ins Zeug legte und ganz offensichtlich die 21:41-Schmach vom Hinspiel vergessen machen wollte. So ging das Gastgeberteam etwas überraschend mit 2:0 in Führung (5.), ehe die Telgter durch Jan Philipp Kortenbrede, Maximilian Luft und Philipp Dichtler den Spieß zum 3:2-Vorsprung umdrehten. Wirklich absetzen konnten sich die Meermeier-Schützlinge jedoch nicht, schafften in der torarmen Begegnung lediglich eine 13:10-Pausenführung.

Auch nach Wiederanpfiff hatten die Friesen mit sich selbst und dem Spielgerät mehr zu kämpfen als mit dem Konkurrenten. Die Abwehr stand zwar ordentlich, doch im Angriff fanden die Telgter nie zu ihrem gewohnt sicheren Spiel, ließen weiter viele beste Tormöglichkeiten ungenutzt und hielten so die Handballspielgemeinschaft aus Gremmendorf im Match. Bei der 18:15-Führung zehn Minuten vor dem Spielende schien es dann allerdings, als ob die Emsstädter den Sack zumachen würden.

Das taten sie dann aber nicht. Gremmendorf setzte auf Konter, nutzte die ausgelassenen Torchancen der Gäste und hatte zwischen den Pfosten zudem einen gut aufgelegten Lukas Kümper, der etliche freie Würfe der Friesen abgriff.

Sekunden vor dem Abpfiff, beim Stand von 21:22, gab es dann erneut eine mehr als fragwürdige Siebenmeter-Entscheidung der Unparteiischen. Diese letzte Chance ließ sich der Absteiger nicht nehmen und verwandelte gegen den gut aufgelegten Tim Materna zum Ausgleich. Überzeugend war der Auftritt von Neuzugang Sebastian Chojnacki, der vier Treffer erzielte.

TV Telgte I: Jan Philipp Kortenbrede (6), Sebastian Chojnacki (4), Niklas Erpenbeck, Philipp Dichtler (je 3), Tim Materna, Nils Flothkötter, Maximilian Luft, Nick Kukuk, Maximilian Krause, Maximilian Hoffmann (je 1).

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