Fußball: DFB-Stützpunkt-Trainer
Frank Plagge trainiert jetzt bei Preußen Münster

Telgte -

Nach den Regionalliga-Frauen der Warendorfer SU coacht DFB-Stützpunkt-Trainer Frank Plagge nun die U 12 von Preußen Münster, gemeinsam mit seinem Sohn Jan. Es ist die nächste von bislang vielen verschiedenen Stationen in der Karriere des Telgters.

Samstag, 07.10.2017, 10:10 Uhr

Seit dieser Saison trainiert der Telgter Frank Plagge mit seinem Sohn Jan auch den U 12-Nachwuchs des SC Preußen Münster.
Seit dieser Saison trainiert der Telgter Frank Plagge mit seinem Sohn Jan auch den U 12-Nachwuchs des SC Preußen Münster. Foto: Thomas Austermann

Das muss man zu Hause auch erst einmal durchboxen: Als Fußball-Nachwuchstrainer ist Frank Plagge in der Regel fünfmal pro Woche unterwegs. Der Familienvater aus Telgte macht es aber auch clever, um seine Gattin milde zu stimmen: Er begleitet seine Kinder. Bei den Frauen der Warendorfer SU gehörte im Vorjahr seine Tochter Ina zum Kader, jetzt steht er gemeinsam mit seinem Sohn Jan auf dem Übungsplatz. Es ist die nächste von bislang vielen Stationen in Frank Plagges Trainerkarriere.

Seit diesem Sommer bilden Vater und Sohn Plagge den jüngeren Nachwuchs des SC Preußen Münster aus. Gemeinsam coachen sie die U 12 (D II). Jan Plagge, Spieler bei der SG Telgte, ist schon in der dritten Saison als Co-Trainer in der SCP-Jugend tätig, er hat seinen alten Herrn zu den Adlerträgern gelotst. Zweimal in der Woche wird trainiert, samstags um Punkte gespielt. Frank Plagge ist parallel weiterhin als DFB-Stützpunkttrainer angestellt.

Man bekommt jedes Jahr neue Spieler, und die sind nicht nur talentiert, sondern in der Regel auch hochmotiviert.

Frank Plagge

Seit 2013 macht er diesen Job in der Nachwuchsförderung unter dem Dach des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW). Unter den Stützpunkt-Coaches im Kreis Münster hat er seit dieser Saison eine Sonderaufgabe: Er betreut die B-Regio-Auswahl. Bislang endete die Talente-Weiterbildung an den Stützpunkten nach der C-Jugend, nun werden auch U 17/U 16-Spieler gefördert. Plagge leitet die Einheiten alle 14 Tage in Senden mit den besten B-Junioren, die nicht in großen Vereinen kicken, aus den fünf Stützpunkten Münster, Steinfurt, Tecklenburg, Ahaus-Coesfeld und Unna-Hamm II (ehemals Lüdinghausen). Das Einzugsgebiet ist riesig, rund 35 Sichtungstermine pro Jahr stehen für den Telgter auf dem Plan.

In der trainingsfreien Woche der B-Regio-Auswahl greift er den Stützpunkt-Kollegen in Albersloh bei den Einheiten mit den jüngeren Kickern unter die Arme. „Die Aufgaben sind interessant“, sagt Plagge, Inhaber der DFB-Elite-Jugend-Lizenz. „Man bekommt jedes Jahr neue Spieler, und die sind nicht nur talentiert, sondern in der Regel auch hochmotiviert.“

Co-Trainer beim TuS Hiltrup

Nebenbei hat er in den vergangenen Jahren immer wieder auch andere Trainerposten übernommen. In der Vorsaison coachte Plagge mit André Kuhlmann die Frauen der Warendorfer SU in der Regionalliga, der dritthöchsten deutschen Klasse. Nach einem Jahr stieg er wieder aus. „Das war eine interessante Erfahrung, es hat auch Spaß gemacht“, sagt Plagge. „Aber wir hatten eine sehr junge Mannschaft, es war anstrengend. Das war mir zu viel, um das länger zu machen.“ Zuvor hatte er ein Jahr lang die Männer des SC DJK Everswinkel in der Kreisliga A gecoacht, Plagge war beim TuS Hiltrup Co-Trainer unter André Krup­hölter und Thomas Fuchtmann in der Landes- und Westfalenliga. In den unteren Klassen hatte er Fortuna Münster und den 1. FC Gievenbeck III betreut, und er war Übungsleiter der Mädchen-Kreisauswahl sowie einer Mädchenmannschaft des BSV Ostbevern.

Ob er auf längere Sicht am Stützpunkt und nebenbei eine Vereinsmannschaft übernimmt, weiß Plagge noch nicht. „Mal gucken, wie sich das entwickelt. Aber fünf Jahre werde ich das parallel wohl nicht mehr machen.“ Auf die Frage, ob er einen Trainertraum hat, den er sich unbedingt noch erfüllen möchte, antwortet der Telgter mit einem klaren Nein. Frank Plagge sagt: „Damenfußball, Herrenfußball, Jungen- und Mädchenfußball, Breitensport und leistungsorientierten Fußball – ich habe doch eigentlich schon alles gemacht.“

► Frank Plagge wohnt in Telgte. Der 49-Jährige, der mit Geburtsnamen Brockmann heißt, ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

► Plagge arbeitet beim Kreis Warendorf im Amt für Umwelttechnik als Umwelttechniker.

► Als Spieler hat er es nicht so hoch gebracht wie später als Trainer und Co-Trainer. Bei der SG Telgte hat Plagge in der zweiten und dritten Mannschaft gekickt sowie noch beim VfL Wolbeck.

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