Fußball: HKM in Warendorf
SG Telgte bezwingt den Killerwal aus Milte

Kreis Warendorf -

„Wir sind vom Goldfisch im Haifischbecken zum Killerwal geworden“, jubelte Volker Hoffmann, Trainer der DJK RW Milte, nach der Hallenkreismeisterschaft in Warendorf. Diesen Killerwal bezwang nur die SG Telgte.

Montag, 08.01.2018, 19:00 Uhr
Eine Szene aus dem Halbfinale, als die SG Telgte den VfL Sassenberg (rechts Emir Peci) zu Fall brachte. Zum Telgter Team gehörten Can Cevik (l.) und Björn Busch (M.), beide aus der zweiten Mannschaft.
Eine Szene aus dem Halbfinale, als die SG Telgte den VfL Sassenberg (rechts Emir Peci) zu Fall brachte. Zum Telgter Team gehörten Can Cevik (l.) und Björn Busch (M.), beide aus der zweiten Mannschaft. Foto: René Penno

Die SG Telgte gewann am Sonntag in Warendorf die Hallenkreismeisterschaft im Fußball (WN berichteten). Im Finale besiegte der A-Kreisligist die DJK RW Milte mit 4:2. Im Halbfinale hatte die SG den Bezirksligisten VfL Sassenberg mit 5:2 ausgeschaltet.

Milte war das Überraschungsteam der 30. HKM. Der B-Ligist aus dem Warendorfer Vorort sorgte dafür, dass die Stimmung am Finaltag so toll wie lange nicht mehr war – weil das neutrale Publikum nun mal immer für den Außenseiter ist.

4:0-Führung verspielt

Doch schon in der Vorrunde hatte das kleine Wunder von Milte begonnen, als der krasse Außenseiter in letzter Sekunde einen Punkt gegen Rinkerode und einen gegen Titelanwärter Drensteinfurt holte. Weiter ging es in der Endrunde, die mit einer 1:5-Klatsche gegen Sassenberg begann. Dann folgte das nächste denkwürdige Match, als die DJK eine 4:0-Führung gegen Sendenhorst in fünf Minuten verspielte und das erwartete Aus nahe war.

Gegen die Warendorfer SU machte Milte in der letzten Minute aus einem 2:3-Rückstand einen 4:3-Sieg, ehe das historische Neunmeterschießen gegen Freckenhorst den Sprung ins Endspiel einbrachte.

Diesen Tag werden wir alle nicht so schnell vergessen.

Volker Hoffmann

„Wir sind vom Goldfisch im Haifischbecken zum Killerwal geworden – egal wie das Finale ausgeht“, jubelte Miltes Übungsleiter Volker Hoffmann , dessen Team, besser gesagt Keeper Daniel Frank, gleich vier Matchbälle des TuS abgewehrt hatte. Im Finale war dann Schluss, die clever aufspielenden Telgter siegten verdient mit 4:2. „Das war eine herausragende Vorstellung, diesen Tag werden wir alle nicht so schnell vergessen“, versicherte Vizemeister-Trainer Hoffmann.

„Miltes Auftritt und Abschneiden war sicherlich der Höhepunkt der 30. Auflage. Das Team hat bewiesen, dass auch ein B-Ligist mit jedem mithalten kann“, freute sich Cheforganisator Manfred Krieg. Das letzte Mal war mit GW Harsewinkel 1990 einem B-Ligisten der Sprung ins Endspiel gelungen.

Abschied vom Fußball

Ansonsten lobte er die Fairness: „Es gab seit 2005 zum ersten Mal keine Rote Karte. Zum einen, weil das Grätschen verboten ist. Zum anderen, weil die Spieler inzwischen genau wissen, dass ein Handspiel im Strafraum einen Platzverweis nach sich zieht. Und Rangeleien oder auch Schiedsrichter-Beleidigungen blieben aus.“

Einer wurde am Sonntag nach 30 Jahren verabschiedet – allerdings in aller Stille und ohne Feierlichkeiten: der Fußball. Er wird bei der 31. HKM durch den sprungreduzierten Futsal ersetzt. „Auch das dürfte kein Problem sein, bei der Stadtmeisterschaft in Münster hat sich das neue Spielgerät in der vergangenen Woche bereits bestens bewährt“, erklärte Krieg.  

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