Basketball
Vier Telgter sind Deutscher Meister Ü 50

Telgte -

Vordere Platzierungen sind schon öfter rausgesprungen, aber der ganz große Wurf blieb ihnen bislang vorenthalten. Nun hat es endlich geklappt: Vier Ü 50-Basketballer aus Telgte dürfen sich nun Deutscher Meister nennen.

Donnerstag, 07.06.2018, 06:00 Uhr

Die Telgter (v.l.) Jörg Schulte, Thomas Hoffmann, Volker Gerstner und Jörg Hesselink waren beim nationalen Titelgewinn dabei.
Die Telgter (v.l.) Jörg Schulte, Thomas Hoffmann, Volker Gerstner und Jörg Hesselink waren beim nationalen Titelgewinn dabei. Foto: TV Friesen

Sport ist nicht immer logisch: Da verliert die Basketballmannschaft bestehend aus Ü 50-Spielern des BB Boele-Kabel und der SG Telgte/Wolbeck gegen den USC Freiburg im Vorrundenspiel sang- und klanglos mit 18:32. Und etwa 24 Stunden später klingen dann die Gesänge „Wir sind Deutscher Meister“ durch die Halle. Nach einem 41:36-Erfolg im Endspiel gegen eben diesen starken USC Freiburg wurde nach einem klasse Auftritt der nationale Titelgewinn gefeiert.

Nach sieben gemeinsamen Anläufen, einem dritten Platz 2014 und einem zweiten Rang 2016 gelang jetzt der ganz große Triumph. Ein starker Auftritt von 16 eingesetzten Spielern, wobei die lange Bank und der große Zusammenhalt im Team ausschlaggebende Faktoren waren. Bei zwei Vorrundensiegen wurden die Kräfte der stärksten Mitspieler geschont. Am Ende waren es dann genau diese Leistungsträger, die ihr Team bis ganz nach oben brachten.

Beim 36:22-Erfolg in der Vorrunde gegen die BG Zehlendorf (Berlin) kristallisierte sich schnell heraus, dass die SG Boele/Telgte als Sieger vom Feld gehen würde. Coach Kosta Fillipou (Leihgabe vom Regionalligisten BG Hagen) lernte dabei seine Akteure erst richtig kennen.

Den SV Germering bezwang die Spielgemeinschaft anschließend mit 39:19. Die körperlichen Vorteile der Boeler und Emsstädter, aber auch die überlegene Spielstärke waren deutlich erkennbar. Platz zwei in der Vorrunde sowie die Qualifikation fürs Viertelfinale und die Deutsche Meisterschaft 2019 waren geschafft.

Im dritten Vorrundenmatch gegen den USC Freiburg ging es um den wichtigen ersten Platz in der Gruppe C, um im Überkreuzvergleich dem Gewinner der Gruppe D aus dem Weg zu gehen. Aber was irgendwie daneben gehen konnte, ging daneben. Schlechtes Zusammenspiel, eine mäßige Wurfausbeute und kaum Erfolge in der Abwehrarbeit. Der USC Freiburg als reines Vereinsteam präsentierte sich eingespielt, treffsicher und war einfach besser.

Im Viertelfinale ging‘s dann gegen die Spielvereinigung Feuerbach/Echterdingen. Beim 47:22-Erfolg zeigte sich die SG Boele/Telgte von der ersten Minute an hellwach. Beim Zwischenstand von 28:3 waren schon längst die Seiten gewechselt. Die eigenen Größenvorteile wurden genutzt, Körbe des Gegners gab es zunächst nahezu gar nicht. Alle zwölf Spieler hatten ihren Anteil am Kantersieg.

Im Halbfinale am Sonntag wartete die BG Göttingen. Die Samstagabend-Party hatte der Kontrahent scheinbar mühelos weggesteckt. Fehlwürfe der Göttinger waren so gut wie Fehlanzeige. SG-Coach Fillipou versuchte seine Mannen zu beruhigen. Und tatsächlich, die Trefferquote der Göttinger sank, die der Korbjäger aus Boele und Telgte gestaltete sich hingegen immer besser. So wurde der zwischenzeitliche Neun-Punkte-Rückstand gekontert. Im zweiten Durchgang folgte eine Dreierserie. Noch zehn Sekunden und Ballbesitz für Boele/Telgte bei einem Punkt Vorsprung. Die BG Göttingen musste foulen und schaffte dies noch satte viermal. Die abschließenden Freiwürfe verwarf die SG absichtlich und erreichte mit einem knappen 33:32 das Finale der 36. Deutschen Meisterschaft für Ü 50-Basketballer.

Dort wartete wiederum der USC Freiburg. Und diesmal gelang beim 41:36 die Revanche. Die SG Boele/Telgte setzte dabei vor allem auf die langen Center und nutzte die Größenvorteile. Nachdem eine Führung her­ausgespielt war, verschaffte der Coach durch geschickte Spielerwechsel immer wieder Spielpausen für seine stark auftretende Fünf. Freiburg hielt zwar dagegen, aber der Vorsprung betrug regelmäßig zwischen fünf und sieben Punkten.

Kurz vor Ende der Begegnung war sogar ein Abstand von zwölf Zählern erreicht. Der USC probierte noch einmal alles, verteidigt sehr offensiv und provozierte ein paar Fehlpässe der Gastgeber aus Hagen-Boele und Telgte/Wolbeck. Plötzlich waren es lediglich noch fünf Zähler Vorsprung bei zwei Minuten auf der Anzeigetafel. Die Kräfte der Freiburger ließen nach und der Jubel der SG Boel-Kabel/Telgte kannte anschließend keine Grenzen mehr. Zudem durften sie sich über riesigen Applaus der fast 200 fachkundigen Zuschauer freuen.

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