Fußball: SG Telgte
Sabrina Konrad und ihre späte Liebe zum Fußball

Telgte/Westbevern -

Sabrina Konrad ist bei der SG Telgte Jugendtrainerin, Spielerin und Co-Trainerin der zweiten Damenmannschaft. Die fünffache Mutter ist ganz spät zum Fußball gekommen - und wurde erst belächelt.

Sonntag, 16.09.2018, 17:26 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 15.09.2018, 08:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 16.09.2018, 17:26 Uhr
Mittendrin: Co-Trainerin Sabrina Konrad (vorne) mit den U 15-Juniorinnen der SG Telgte.
Mittendrin: Co-Trainerin Sabrina Konrad (vorne) mit den U 15-Juniorinnen der SG Telgte. Foto: Franziska Ix

„Sie haben gesagt, dass sie es cool finden, aber die Reaktion im ersten Moment war nur: haha!“, erzählt Sabrina Konrad schmunzelnd. Die 39-jährige Mutter von fünf Kindern entschied sich vor gut zwei Jahren einfach mal eben, mit dem Fußballspielen anzufangen. Jetzt ist die Westbevernerin in der zweiten Saison bei der zweiten Damenmannschaft der SG Telgte in der neuen Kreisliga B tätig, als Spielerin und als Co-Trainerin von Chefcoach Jörg Theres.

Wie es dazu kam, war relativ simpel und trotzdem überraschend für die Familie, denn Sabrina Konrad hatte zuvor noch nie Fußball gespielt. Sie tanzte früher mal, mit dem Ballsport hatte sie aber nichts am Hut. Alles fing damit an, dass sie von Siggi Springmeier, Jugendobmann der SG Telgte, angesprochen wurde, ob sie nicht bei den U 13-Mädchen Betreuerin werden könnte. Sie war sowieso oft am Platz, und ihr Mann Patrick Konrad war damals Trainer der U 13.

Ich musste erst mal Fußball spielen lernen, bevor ich trainieren konnte.

Sabrina Konrad

Heute coacht er die U 15 in Telgte, in der auch seine Töchter Kim und Lea aktiv sind. Kim könnte noch in der U 13 kicken, wurde aber hochgezogen. Die dritte Tochter Julia spielt seit zwei Jahren ebenfalls Fußball, nun in der U 11.

Patrick Konrad übernahm dann die U 15 und seine Frau die U 13. „Aus der Betreuerin wurde die Trainerin“, lacht Sabrina Konrad. Einer der Gründe: „Ich musste erst mal Fußball spielen lernen, bevor ich trainieren konnte.“

Was mach’ ich hier eigentlich für einen Mist?

Sabrina Konrad

Als Sabrina Konrad vor ungefähr zwei Jahren zum ersten Mal selbst die Fußballschuhe schnürte, war ihr erster Gedanke: „Was mach’ ich hier eigentlich für einen Mist?“ Bei ihrem ersten Training war sie noch zuversichtlich. „Da dachte ich: ,Ach, das bekommst du schon hin.’ Aber beim ersten Spiel habe ich wirklich gezittert und gedacht, ich falle tot um“, erinnert sie sich. Aber alles ging glatt, der Fußball-Neuling fand seinen Platz in der Mannschaft.

Schwerer verletzt hat die Westbevernerin sich bis jetzt noch nicht. Sie hatte mal eine Zerrung, aber das war es dann auch. Nur als sie den Lehrgang zum Trainerschein absolvierte, zog sie sich einen Muskelbündelriss zu und durfte sechs Wochen keinen Sport treiben.

Im ersten Moment musste ich wirklich lachen.

Patrick Konrad

„Es tut gut und man kann Stress abbauen. Außerdem kann man auch Ausdauer aufbauen“, sagt Sabrina Konrad über den Fußball. Spaß macht ihr das Kicken sowieso – ob sie nun selbst am Ball ist oder am Rand steht.

Heute ist Sabrina Konrad Co-Trainerin der U 15 und des zweiten Telgter Damenteams. Dort steht ihr Mann Patrick, Coach der U 15, als Betreuer zur Verfügung. Ihr Hobby beansprucht viel Zeit. „Man muss es eben gut organisieren und timen“, sagt Sabrina Konrad.

Patrick Konrad war vor zwei Jahren sehr überrascht über die fußballerischen Ambitionen seiner Frau. „Im ersten Moment musste ich wirklich lachen“, erinnert er sich. „Aber ich habe ihr gesagt, dass ich dahinterstehe und sie unterstütze.“ Das hat er dann auch getan.

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