Fußball: Preußen Münster
Stadiondiskussion: Falk Dörr hat eine klare Meinung

Telgte -

Falk Dörr hat für Preußen Münster in der Bundesliga gespielt. Der 77-Jährige ist noch nah dran an seinem alten Verein. Zur Stadiondiskussion hat der Telgter eine klare Meinung.

Samstag, 01.12.2018, 08:00 Uhr
Der Telgter Falk Dörr hat von 1959 bis 1973 für Preußen Münster gekickt. Er gehörte 1963/64 zur Bundesliga-Mannschaft des SCP.
Der Telgter Falk Dörr hat von 1959 bis 1973 für Preußen Münster gekickt. Er gehörte 1963/64 zur Bundesliga-Mannschaft des SCP. Foto: Aumüller

Falk Dörr ist kein Typ, der mit lockerer Zunge vorschnell urteilt. „Man muss sich immer alle Argumente anhören und dann abwägen“, sagt der Telgter. So hat er das auch in der Stadiondiskussion von Preußen Münster gemacht. Trotzdem ist er zu der Meinung gekommen, die er von Anfang an hatte.

„Es ist eine sehr schlechte Idee, woanders hinzugehen“, meint Dörr zu den Umzugsplänen nach Bösensell und Greven. Umso erleichterter war er, dass die jetzt vom Tisch sind und das baufällige Preußenstadion an der Hammer Straße saniert wird. „Platz ist genug da. Man kann auch am alten Standort noch sehr viel machen“, erklärt er. „Und ein Stadion mit einem Fassungsvermögen von 40 000 Zuschauern ist nicht nötig.“

Man muss auch die Tradition wahren.

Falk Dörr

Außerdem betont der 77-Jährige: „Man muss auch ein bisschen die Tradition wahren.“ In diesem Punkt ist er allerdings befangen wie nur wenige andere. Von 1959 bis 1973 trug Dörr das Adler-Trikot. Er gehörte 1963/64 in der einzigen Bundesliga-Saison der Preußen zur Mannschaft und schoss im August 1963 das 1:0-Führunsgtor im ersten Spiel gegen den Hamburger SV mit Uwe Seeler (Endstand 1:1).

Aufstieg? Warum nicht!

Dörr ist noch regelmäßig Gast im Preußen-Stadion – nur in dieser Saison bislang nicht so häufig wie erhofft. „Es stehen zu oft andere Termine an, meistens mit den Enkelkindern“, sagt der Opa. „Ich verfolge die Preußen-Spiele aber sehr intensiv auf allen Kanälen.“ Angenehm überrascht sei er von dieser Saison. Nach 16 Spieltagen steht der SCP in der 3. Liga auf Platz zwei, einem Aufstiegsrang. „In den letzten Jahren habe ich eine gewisse Konstanz vermisst. Das scheint in dieser Saison hinzuhauen“, sagt Dörr. „Einige Siege waren etwas zäh, aber ich könnte mir vorstellen, dass der Mannschaft am Saisonende die große Überraschung gelingt.“ Die ersten zehn Teams in der 3. Liga seien „sehr, sehr ausgeglichen“.

Überrascht von Benno Möhlmann

Preußen-Trainer Marco Antwerpen kennt er persönlich nicht. „Er macht auf mich einen sehr guten Eindruck. Er scheint eine gute Mischung in der Mannschaft gefunden zu haben.“ Deutlich besser kennt Dörr Antwerpen-Vorgänger Benno Möhlmann, mit dem er in den 1970er-Jahren noch zusammen an der Hammer Straße gekickt hat. „Er war ein sehr sympathischer Typ. Ich hätte aber nie gedacht, dass er mal Trainer wird, weil er als Spieler so zurückhaltend war“, schmunzelt Dörr. „Schade, dass er in Münster nicht den gewünschten Erfolg hatte.“

Mit Drewes und Gerstner

Bis zum Tod des früheren Preußen-Torwarts Herbert Eiteljörge haben sich die Spieler der Bundesliga-Truppe regelmäßig getroffen. Nun ist das ein bisschen eingeschlafen. Heute unternimmt Dörr noch viel mit seinen ehemaligen Mitspielern Dagmar-Ernst Drewes und Bernd Gerstner. Selbst kickt der Telgter nicht mehr, er hält sich mit Tennis, Radfahren und Power-Walking fit.

Das Heimspiel des SC Preußen am heutigen Samstag gegen Halle kann Falk Dörr wahrscheinlich nicht sehen. Er hat versprochen, mit seinem Enkel zu einem Fußballturnier nach Nienberge zu fahren. „Ich habe mir aber fest vorgenommen, demnächst wieder öfter hinzugehen.“

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