Reiten: Wanderstandarte beim K+K-Cup
Nur Karin Schulze Topphoff siegt – RFV Gustav Rau Westbevern auf Platz drei

Westbevern -

Serien- und Rekordsieger RFV Gustav Rau Westbevern musste sich diesmal beim Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster mit Platz drei begnügen. Dafür gewann Karin Schulze Topphoff die Einzelwertung. Auch Vereinskollegin Marie Dartmann strahlte nach ihrem Debüt.

Sonntag, 13.01.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 20:06 Uhr
Glückliches Trio: Karin Schulze Topphoff gewann mit Riviera Maya die Einzelwertung. Daniela Beuing, die Besitzerin der Stute, strahlte mit.
Glückliches Trio: Karin Schulze Topphoff gewann mit Riviera Maya die Einzelwertung. Daniela Beuing, die Besitzerin der Stute, strahlte mit. Foto: Aumüller

Nach der Siegerehrung beim Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster ist es üblich, dass die Mannschaften ab Platz zwei nach einer Ehrenrunde schnell die Halle Münsterland verlassen und die Manege allein den Gewinnern überlassen. Die letzten sieben Jahre durfte sich die Equipe des RFV Gustav Rau Westbevern feiern lassen. Am vergangenen Samstag ritten die Dauer- und Rekordsieger ungewohnt früh nach draußen.

Nach einer spannenden dritten und letzten Teilprüfung bei diesem Mannschaftwettkampf auf A-Niveau triumphierte der RFV Nienberge-Schonebeck vor dem RV St. Georg Saerbeck. Westbevern wurde Dritter. Das war auch die Reihenfolge nach der Mannschaftskür am Donnerstag gewesen.

Wir haben die anderen unter Druck gesetzt.

Tanja Alfers

Im Springen legte der Titelverteidiger vor. Die Westbeverner übernahmen als drittletzte Starter mit vier Nullrunden die Führung. Karin Schulze Topphoff mit Riviera Maya, Annika Schnüpke mit Clio, Nina Stegemann mit Cimba Blue und Marie Dartmann mit Calimera As blieben ohne Fehler. Lucia Burlage mit Fürst Francisko und Christian Schulze Topphoff mit Ratatouille lieferten die Streichergebnisse. „Wir haben das Maximum herausgeholt und die anderen unter Druck gesetzt“, sagte Mannschaftsführerin Tanja Alfers. Da hatte sie noch Hoffnung, dass es wieder reichen würde.

Doch jeweils vier Reiter aus Saerbeck und zum Schluss aus Nienberge behielten die Nerven. Enttäuscht war Alfers nicht. „Es ist natürlich in Ordnung, dass auch mal ein anderer Verein gewinnt“, betonte sie. „Wir hatten aus den letzten zwei Jahren nur ein Paar dabei, die anderen Reiter und Pferde waren neu zusammengesetzt“, erklärte Alfers. Zudem sei das Team mit den Standarten-Debütantinnen Burlage und Dartmann sehr jung. „Sie haben es alle sehr gut gemacht. Wir sind zufrieden.“

Jetzt ist eigentlich Zeit aufzuhören.

Karin Schulze Topphoff

Ihren ersten Einsatz bei der Bauernolympiade wird Marie Dartmann nicht vergessen. Sie landete in der Einzelwertung auf dem vierten Platz. Noch besser war Karin Schulze Topphoff, die zum dritten Mal in ihrer Karriere den Solosieg feierte. „Jetzt ist eigentlich Zeit aufzuhören, aber das wird unsere Trainerin wohl nicht erlauben“, lächelte Schulze Topphoff. Sie hatte am Donnerstagnachmittag die zweite Abteilung der A*-Dressur gewonnen und sich in dem abschließenden Springen platziert.

Beide sind gelassen

„Bestimmt zehn Mal“ habe sie schon an dem Standartenwettkampf teilgenommen. Nervös war sie nicht mehr. Die 34-Jährige ritt Riviera Maya, die im Vorjahr Daniela Beuing gesattelt hatte. Die Besitzerin der zwölfjährigen Stute konnte als werdende Mutter diesmal nicht teilnehmen. „Sie hat schon jahrelang mitgemacht und kennt alles“, sagte Schulze Topphoff über Riviera Maya. Beide zeichnete in der Halle Münsterland große Gelassenheit aus.

Tanja Alfers blickte schon wieder nach vorne. „Natürlich werden wir im nächsten Jahr wieder angreifen“, versprach die Verantwortliche des RFV Gustav Rau. „Die Mannschaft hat schon gesagt, dass es ziemlich langweilig ist, nur eine Ehrenrunde zu reiten.“

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