Fußball: Wechselfrist
Toni Kroos nach Vadrup: Die Trainer dürfen träumen

Telgte/Westbevern/Ostbevern -

Mal angenommen, es kommt ein schwerreicher Scheich und macht ein Angebot: Er kauft einen Spieler nach Wahl – alles ist möglich, Geld spielt keine Rolle. Die WN haben mit den Fußballtrainern der heimischen Vereine herumgesponnen und gefragt, wen sie nehmen würden.

Samstag, 02.02.2019, 08:00 Uhr
An diesen Stars hätten die Trainer der heimischen Vereine ihren Spaß: (v.l.) Marco Reus, Thomas Müller, Toni Kroos und Jadon Sancho.
An diesen Stars hätten die Trainer der heimischen Vereine ihren Spaß: (v.l.) Marco Reus, Thomas Müller, Toni Kroos und Jadon Sancho. Foto: Witters / Collage: Schriever

Nicht nur im Profifußball, auch bei den Amateuren endete am 31. Januar die Wechselfrist für die Rückrunde. Mal angenommen, es kommt ein schwerreicher Scheich und macht ein Angebot: Er kauft einen Spieler nach Wahl – alles ist möglich, Geld spielt keine Rolle. Die WN haben mit den Fußballtrainern der heimischen Vereine herumgesponnen und gefragt, wen sie nehmen würden.

Interessant: Drei der vier Coaches beschränken sich auf die Bundesliga, drei wählen deutsche Kicker, keiner einen Abwehrspieler. Und sie entscheiden nicht nur nach rein fußballerischen Fertigkeiten, sondern auch danach, ob der Star vom Typ her in ihre Mannschaft passen würde.

Gefühl für Räume

Mario Zohlen hätte großen Spaß an Marco Reus. „Er hat einfach eine wahnsinnige Qualität“, sagt der Übungsleiter der SG Telgte über den Nationalspieler und Kapitän des Bundesliga-Spitzenreiters Borussia Dortmund. Zohlen schwärmt über den Offensivmann: „Enge Ballführung bei höchstem Tempo, überragendes Potenzial. Und er hat ein super Gefühl für gefährliche Räume.“

Hätte der Trainer des Bezirksligisten nicht einen noch aktiven Kicker auswählen müssen, hätte er sich für einen echten Typen entschieden: für Stefan Effenberg. „Er ist ein guter Fußballer, aber vor allem ein Leader nach außen und auch nach innen“, sagt Zohlen über „Effe“.

Toni Kroos neben Hannes John

Andrea Balderi von Ems Westbevern findet Toni Kroos „einfach sensationell – nicht nur als Fußballer, sondern auch, weil er keinen Heckmeck in den Medien macht“. Was er an dem Dirigenten der deutschen Nationalmannschaft so schätzt: „Alles! Wie er ist, wie er spielt. Er übernimmt Verantwortung, er hat Mut und Entschlossenheit. Und er spielt seit Jahren auch bei Real Madrid seinen Part.“ Balderi denkt zudem ganz pragmatisch. „Bei uns im Mittelfeld könnte Toni Kroos sehr gut Hannes John unterstützen. Er würde unserer Mannschaft auf jeden Fall ein bisschen weiterhelfen“, scherzt der Verantwortliche des A-Kreisligisten.

Mit 18 schon ganz groß

Für Matthias Greifenberg ist Jadon Sancho „total interessant“. Der Coach des B-Kreisligisten BSV Ostbevern sagt über den englischen Flügeltrickser von Borussia Dortmund: „Ein Spieler, der jung ist, Talent hat und nicht abgedreht ist. Was er in seinen jungen Jahren fußballerisch mitbringt – Schnelligkeit, taktisches Verständnis, Torgefahr – ist enorm. Und er kommt offenbar auch mit den anderen Stars gut klar.“ Mit erst 18 Jahren würde Sancho auch gut in sein junges Team passen, schmunzelt Greifenberg.

Thomas Müller würde auch in der Kreisliga alles geben.

Ralf Terwesten

Ralf Terwesten von der zweiten Mannschaft der SG Telgte würde sich einen Offensivspieler des FC Bayern München aussuchen: Thomas Müller. „Von allen Topspielern ist er derjenige, der am ehesten in eine Kreisliga-Truppe passen könnte. Und er ist jemand, der mit seinem Humor sicher in meiner Mannschaft klarkommen würde“, begründet Terwesten. „Thomas Müller würde auch in der Kreisliga alles geben und wäre sich sicherlich für nichts zu fein.“ Und die manchmal etwas unorthodoxen Tore, die der Weltmeister von 2014 schießt, könnte der B-Kreisligist auch ganz gut gebrauchen.

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