Volleyball: 3. Liga West Frauen
Vierter Aufstieg in sechs Jahren für BSV Ostbevern?

Ostbevern -

2013 spielten die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern noch in der Verbandsliga. Sechs Jahre stehen sie dicht vor dem Sprung in die 2. Bundesliga. „Im Kern sind dann viele glückliche Fügungen zusammen gekommen“, analysiert Trainer Dominik Münch den kometenhaften Aufstieg.

Mittwoch, 20.03.2019, 20:28 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 18:30 Uhr
Anna Dreckmann (l.) und Sophia Eggenhaus gehören zu den Eigengewächsen in Reihen der BSV-Volleyballerinnen.
Anna Dreckmann (l.) und Sophia Eggenhaus gehören zu den Eigengewächsen in Reihen der BSV-Volleyballerinnen. Foto: Kock

Mitte März 2015 stiegen die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern durch einen 3:1-Erfolg bei BW Aasee in die Regionalliga auf. Erst zwei Jahre zuvor waren sie als überlegener Titelträger von der Verbandsliga in die Oberliga geklettert. Bereits im Frühjahr 2016 folgte im Nachrückverfahren die Hochstufung in die 3. Liga. „Wir machen das, auch wenn wir vielleicht einen auf den Deckel kriegen“, dachte sich Trainer Dominik Münch damals. Aber es kam anders. Nach Platz vier in der Premierensaison folgte im Frühjahr 2018 die Vizemeisterschaft.

Und nun ist der Aufstieg in die 2. Bundesliga für die Blau-Weißen zum Greifen nahe. Es wäre der vierte Aufstieg innerhalb von nur sechs Jahren und wohl der größte sportliche Erfolg in der 96-jährigen BSV-Vereinsgeschichte. „Das ist mir und der Mannschaft schon klar, aber wir denken trotzdem von Spieltag zu Spieltag und spielen es so zu Ende.“

Dass es derart rasant im Fahrstuhl nach oben gehen würde, hat der 47-Jährige nicht erwartet. Gleichwohl: „Als wir bei der U 20-DM in Bremen 2013 Fünfter geworden sind, war da schon so ein Gefühl: Wenn wir diese goldene Generation zusammenhalten, kann es auf jeden Fall noch einige Klassen höher gehen“, so Münch. „Dort haben wir einen Hauch von dem Niveau mitbekommen, das uns in der 2. und 3. Liga erwartet.“

Münch war klar, dass dieses Niveau für die beteiligten Spielerinnen nicht außer Reichweite war, zumal Wiebke Silge fast zeitgleich beim USC Münster erste Einsätze in der 1. Liga erhielt. „Im Kern waren es dann ganz viele glückliche Fügungen, die zusammen kamen.“ Vera Horstmann kehrte aus den USA zurück, Silge aus Potsdam. Weitere Talente blieben vor Ort und standen dem Daueraufsteiger weiter zur Verfügung. „Dazu hat sich in Ostbevern eine Dynamik entwickelt. Wir haben uns als Hausnummer etabliert und im Mädchenbereich wenig Konkurrenz. Unsere Vereinsphilosophie war es nie, mit auswärtigen Spielerinnen, das Spielrecht für höhere Ligen zu erhalten. Wir wollten die Jugendarbeit in der Breite und in der Spitze intensivieren, den Talenten eine Heimat geben und eine gute Zeit haben. Mir kommt es vor wie eine Pyramide mit einer breiten Basis.“

Gleichzeitig entwickelte sich im Umfeld eine hohe Identifikation mit dem Team, das aus vielen Eigengewächsen besteht. Mit Sophia Eggenhaus, Lea und Anna Dreckmann sowie Vera Horstmann, Jana Rolf und Wiebke Silge stammen sechs Akteurinnen aus Ostbevern. Etliche weitere wurden langjährig in den BSV-Nachwuchsmannschaften ausgebildet. Münch: „Früher haben Bekannte und Verwandte auf der Tribüne gesessen. Heute sind bei unseren Heimspielen Menschen da, die ich namentlich nicht kenne. Viele interessiert es, viele bringen sich ein.“ Als Krönung könnte am Sonntag im Heimspiel gegen den TV Cloppenburg (16 Uhr) der Sprung in die zweithöchste deutsche Liga gelingen.

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