Fußball: Bezirksliga 12
Julian Keller von der SG Telgte musste seine Karriere fast schon beenden

Telgte -

Ende des vergangenen Jahres sah es nicht gut aus. Da befürchtete Julian Keller, seine Fußballkarriere sei vorbei. Im Interview spricht der 27-Jährige von der SG Telgte über sein überraschendes Comeback, über ein drohendes Laufbahn-Ende und über den Abstiegskampf.

Mittwoch, 24.04.2019, 05:00 Uhr
So sieht man den Kapitän bei der SG Telgte am liebsten: in Jubelpose. Julian Keller hatte seit dem 7. Oktober wegen einer Knieverletzung nicht mehr gespielt. Jetzt gab es das Comeback.
So sieht man den Kapitän bei der SG Telgte am liebsten: in Jubelpose. Julian Keller hatte seit dem 7. Oktober wegen einer Knieverletzung nicht mehr gespielt. Jetzt gab es das Comeback. Foto: Aumüller

Seit dem 7. Oktober hatte Julian Keller wegen einer Knieverletzung nicht mehr für die SG Telgte gespielt. Die lange Leidenszeit endete am Gründonnerstag gegen die SpVg Emsdetten 05. In dieser Partie und am Ostermontag beim TuS Recke wurde der 27-jährige Offensivspieler jeweils für eine knappe Viertelstunde eingewechselt. WN-Redakteur Ralf Aumüller hat mit Keller über sein Comeback, über ein drohendes Karriere-Ende und über den Abstiegskampf in der Fußball-Bezirksliga gesprochen.

Was ist das für ein Gefühl, nach so langer Zeit wieder auf dem Platz zu stehen?

Keller: Erst einmal war es schwierig nach solch einer extrem langen Pause. Ich hatte gedacht, dass ich in dieser Saison gar nicht mehr auf dem Platz stehen würde. Ich hatte keine Probleme mehr mit dem Knie, jetzt kommen nur die kleinen körperlichen Beschwerden wegen der langen Pause. Es war aber sehr cool, wieder zu spielen – vor allem in dieser wichtigen Phase der Saison.

Weshalb mussten Sie so lange zuschauen?

Keller: Ich habe einen Knorpelschaden im rechten Knie. So lange ich beschwerdefrei bin, kann ich Fußball spielen. Eine Operation wäre möglich, davon wurde mir aber – auch von den Ärzten – stark abgeraten. Aktuell sieht es sehr gut aus mit meinem Knie.

Mussten Sie sich zwischendurch mal Sorgen machen, nie wieder Fußball spielen zu können?

Keller: Ja, definitiv. Ich war bei verschiedenen Ärzten. Wenn man mit diesem Schaden spielt, geht man ein Risiko ein. Der Knorpel regeneriert sich nicht. Ende des letzten Jahres hatte ich das Fußballspielen schon abgehakt. Dass es jetzt doch wieder so schnell geht, ist überraschend. Ich warte mal ab, wie es sich in den nächsten Wochen entwickelt.

Dann wissen Sie auch noch nicht, ob Sie in der nächsten Saison weiterspielen können?

Keller: Erst einmal habe ich keine großen Bedenken, dass es nicht weitergeht. Wenn es mit dem Knie aber wieder akut wird, dann würde ich einen Schlussstrich ziehen. Das wäre mir der Fußball dann nicht wert. Ich will im Leben auch noch andere Dinge ohne Schmerzen machen können.

Die SG Telgte steht fünf Spiele vor Saisonende auf einem Abstiegsplatz. Was meinen Sie: Schaffen Sie den Klassenerhalt?

Keller: Ja, ich gehe ganz fest davon aus. Es ist nach einem kleinen Umbruch in der Mannschaft eine sehr schwierige Saison – und auch eine sehr komische, wenn man Woche für Woche die Ergebnisse in dieser Liga sieht. Für uns ist auf jeden Fall noch alles drin nach dem Dreier am Montag in Recke. Wir schaffen das, davon bin ich überzeugt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6561603?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57556%2F
Stadt baut weitere Polleranlagen
Wird in Kürze fertiggestellt: Sicherheitspoller-Anlage an der Löerstraße zwischen Karstadt und Stubengassen-Bebauung. Weitere Anlagen werden bis 2021 in der Innenstadt gebaut.
Nachrichten-Ticker