Fußball: Bezirksliga 12
Die Maffenbeier-Show: SG Telgte deklassiert Preußen Lengerich

Telgte -

Der 7:1-Sieg gegen Preußen Lengerich wird der SG Telgte im Abstiegskampf auf jeden Fall helfen. Wie sehr, das bleibt abzuwarten. SG-Stürmer Josef Maffenbeier machte das Spiel zu seiner eigenen Show.

Sonntag, 28.04.2019, 19:41 Uhr aktualisiert: 02.05.2019, 19:15 Uhr
Immer da, wo es brennt: SG-Stürmer Josef Maffenbeier (M.) erzielte gegen Lengerich drei Treffer, holte zwei Strafstöße heraus und verursachte selbst auch einen.
Immer da, wo es brennt: SG-Stürmer Josef Maffenbeier (M.) erzielte gegen Lengerich drei Treffer, holte zwei Strafstöße heraus und verursachte selbst auch einen. Foto: Ulrich Brunner

„Ich bin‘s schon wieder – 4:0.“ Der ältere Herr aus Lengerich hatte offensichtlich einem Kumpel versprochen, telefonisch den Liveticker zu spielen. Sein erstes Fazit nach einer halben Stunde war schon verheerend ausgefallen, da die SG Telgte zu diesem Zeitpunkt bereits mit 3:0 gegen Lengerichs Preußen führte. Als er sich wieder meldete, um den vierten Telgter Treffer zu verkünden, hatte er bereits jegliche Hoffnung auf etwas Zählbares für den Gast aufgegeben. Im Gegenteil. „Man muss das Schlimmste befürchten. Neulich lagen wir zur Pause nur 1:2 hinten, am Ende gab es zehn Stück gegen uns.“

So schlimm sollte es am Sonntag nicht kommen. Immerhin feierten die Hausherren einen sehr souveränen 7:1 (4:0)-Erfolg, der ihnen im Kampf gegen den Abstieg in der Bezirksliga auf jeden Fall helfen wird. Wie sehr, das bleibt abzuwarten. Denn die Konkurrenz schläft nicht. „Wir sollten nicht auf die anderen schauen, sondern unser Ding durchziehen“, formulierte SG-Trainer Mario Zohlen nach Spielschluss die weiteren Ziele. „Ich habe gesagt, dass wir noch vier Siege brauchen. Einen haben wir jetzt eingefahren. Und darüber sollten wir uns erst einmal freuen.“

Mit der Leistung vor der Pause war Zohlen sehr zufrieden, mit dem Geschehen im zweiten Abschnitt weniger. „Aber das ist eben so, wenn man zur Pause bereits mit 4:0 führt.“ In der Tat erwiesen sich Lengerichs Preußen nicht unbedingt als starker Widersacher. In der Abwehrarbeit unbeholfen, im Angriff bieder. Für eine positive Überraschung kamen sie eigentlich nie in Frage. So sah das auch der ältere Herr, der seinen telefonischen Übermittlungsdienst nach Wiederanpfiff komplett eingestellt hatte. Schlimmer noch, er ging sogar früher.

Und verpasste so das Finale der Josef-Maffenbeier-Show. Telgtes Torjäger erzielte drei Treffer, holte zwei Strafstöße heraus und verursachte selbst auch einen. Aber den konnte Lengerichs Martin Fleige nicht nutzen (44.). Daneben bereitete „Jo“ das 3:0 durch Jannik Witte vor und überließ Nils Möllers den letzten Strafstoß.

SG Telgte: Wulfert – Wolf, Plagge, Zellner, Hartmann – Witte (75. Keller), Schoof (46. Sauerland), Röös, Möllers – Maffenbeier, Malaj (63. Neumann).

Tore: 1:0 Maffenbeier (16./Foulelfmeter), 2:0 Maffenbeier (27.), 3:0 Witte (32.), 4:0 Malaj (40.), 5:0 Hartmann (72.), 6:0 Maffenbeier (82.), 6:1 Thamm (83.), 7:1 Möllers (88./Foulelfmeter).

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