Cross Triathlon
Martin König vom TV Friesen mit „Mörderbeinen“ zum WM-Titel

Telgte -

2014 in Zittau hatte Martin König schon einmal bei einer Cross-Triathlon-Weltmeisterschaft auf dem obersten Treppchen gestanden. Dieses Gefühl wollte der 54-jährige Telgter nun in Pontevedra (Spanien) ein zweites Mal genießen.

Donnerstag, 02.05.2019, 19:06 Uhr aktualisiert: 02.05.2019, 19:32 Uhr
Martin König (Mitte) ist erneut Weltmeister im Cross-Triathlon geworden – diesmal in der Altersklasse der 55- bis 59-Jährigen.
Martin König (Mitte) ist erneut Weltmeister im Cross-Triathlon geworden – diesmal in der Altersklasse der 55- bis 59-Jährigen. Foto: privat

Zwischenzeitlich stand seine Teilnahme ernsthaft in Frage. Inzwischen ist Martin König froh, doch bei den Cross-Triathlon-Weltmeisterschaften in Pontevedra (Spanien) teilgenommen zu haben. Sicherte sich der 54-jährige Telgter dort doch seinen zweiten WM-Titel nach 2014, diesmal in der Altersklasse 55/59. Und das mit einem Vorsprung von fast zehn Minuten vor dem zweitplatzierten Franzosen François Consentino.

Ursprünglich hatte der Emsstädter damit gerechnet, dass die WM in diesem Jahr in Dänemark stattfindet, um so überraschter war er Anfang des Jahres, dass es plötzlich nach Nordspanien gehen würde. Nach der Vorbereitung mit Schwimmtraining in Warendorf und Bad Rothenfelde sowie Mountainbike-Einheiten im Teuto, über ein Truppenübungsgebiet und durch die Klatenberge fühlte sich König gut präpariert.

Im Wettkampf selber hielt er sich zunächst nach Möglichkeit aus Positionskämpfen beim Schwimmen her­aus und stattdessen an der Seite von Europameister Simon Taylor. Nach 17 Minuten und 14 Sekunden stieg er aus dem 14 Grad kalten Wasser. „Ich freute mich über das gute Schwimmen, drückte richtig los und hatte, wie es schien, Mörderbeine“, so König zum zweiten Teil des sportlichen Dreikampfes. Zwar meldete sich kurzfristig seine größte Schwachstelle. „Aber Beine und Magen waren schnell wieder gut, es war nur der kurze Umgewöhnungsschock. Ab jetzt ging es wie im Rausch. Ich pflügte mich durchs Feld.“ Für seine Lieblingsdisziplin, das Radfahren, brauchte König 1:20,07 Stunden und fuhr damit einen Riesenvorsprung innerhalb seiner Altersklasse heraus.

Der abschließende Lauf ging ein wenig zäh los, aber ein Podiumsplatz bei den 55- bis 59-Jährigen stand inzwischen außer Frage. Es wurde sogar deutlich mehr, als sich herausstellte, dass ein zügig sich Nähernder der Altersklasse 45 angehörte.

Im Ziel hörte der Telgter nach 2:12,53 Stunden, wie der Stadionsprecher den „World Champion AK 55“ ankündigte, Gold für Martin König. „Im Zielkanal suchte ich lange nach jemandem, der ähnlich alt aussah wie ich, wurde aber nicht fündig“, so der Friesen-Athlet.

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